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Kultur

Freude am Singen in den Gesichtern

Erstmals statteten die Domspatzen Neutraubling einen Besuch ab. Die Zuhörer genossen den Auftritt des Grundschulchores.
Von Petra Schmid, MZ

  • Der Vorchor der Domspatzen legt sich auf der Bühne mächtig ins Zeug. Foto: Schmid
  • Der Vorchor der Domspatzen beeindruckte die Senioren Foto: Schmid
  • Bühne frei für die jungen Sänger Foto: Schmid
  • Justus: „Bei der Busfahrt zum Konzert war ich zappelig, aber wenn ich dann auf der Bühne stehe und das erste Lied singe, ist die Aufregung vorbei.“ Foto: Schmid
  • Kilian: „Ich war schon öfter bei einem Konzert dabei, aber aufgeregt bin ich jedes Mal wieder. Ein spezielles Lieblingslied habe ich nicht, mir gefallen alle.“ Foto: Schmid
  • Josefine Stadler: „Mit meinen Kindern und Enkeln habe ich früher auch viel gesungen, besonders in der Weihnachtszeit. Sogar mein Lieblingslied war heute dabei - es wird scho glei dumpa.“ Foto: Schmid
  • Irmgard Böhm: „Ich bewundere die Kinder, sie haben alle Stücke auswendig gesungen. Respekt, wenn sich Kinder in diesem Alter schon so etwas auf der Bühne zutrauen.“

Neutraubling.Die Premiere ist geglückt. Ob nun die Buben der Vorchöre der Regensburger Domspatzen oder das Organisationsteam des Seniorennachmittags der Pfarrei aufgeregter waren, ließ sich nicht feststellen.

Erstmals gaben die berühmten Regensburger Domspatzen in Neutraubling ein Konzert. Dass die rund 40 Sänger aus der zweiten Grundschulklasse stammten und eigentlichen noch „Domspätzchen“ sind, tat der Begeisterung der Senioren keinen Abbruch.

Lampenfieber nur im „Kaffbomber“

Die Idee, dass die Domspatzen einmal bei einem Seniorennachmittag in Neutraubling singen könnten, stammt von Inge Köglmeier, eine der Neutraublinger Seniorenbeauftragten. Kein Wunder also, dass sie beim Konzert über das ganze Gesicht strahlte.

Den Pfarrsaal hatte sie mit ihrem Helferteam zum Konzertsaal umfunktioniert. Bereits beim Einzug der kleinen Chorsänger, alle in schwarzen Hosen und weißen Hemden, gab es kräftigen Applaus. Einige der Buben hatten für das Konzert sogar einen Schlips angelegt. Chorleiter Andreas Büchner erzählte zu Beginn, dass die Kinder ganz schön aufgeregt und gespannt gewesen seien bei der Fahrt mit dem „Kaff-Bomber“, so heiße nämlich der Bus.

Teilweise waren den Jungen die Konzentration, ja auch jeden Ton richtig zu treffen, anzusehen. Besonders beim Canon „Sei uns willkommen“ legten sich die Nachwuchssänger ganz besonders in Zeug. Dafür gab es nicht nur großen Beifall, sondern auch dickes Lob von Büchner: „Das habt ihr prima gemacht!“ Für die zweite Klasse sei es nämlich schwierig, plötzlich neben der eigenen Stimme „Nebengeräusche“ zu hören, erklärte er später.

In den vergangen drei Wochen habe er mit den Buben das Konzert einstudiert. Seine Arbeit begeistere ihn jeden Tag aufs Neue. Für Kinder sei es einfach wichtig zu singen, denn die Stimmbänder seien schließlich nicht nur zum Sprechen da, sagte er augenzwinkernd. Neben der Förderung der Konzentration sei das Singen für die Kinder auch Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, hob er hervor. Die jungen Chorsänger wurden von Petra Kellhuber am Klavier begleitet.

Spaß auf der Bühne, Genss

Nach dem Konzert sah man allen die Zufriedenheit an – Sängern wie Zuhörern. Maximilian und Hannes vom Chor versicherten, dass ihnen das Konzert Spaß gemacht habe. „Wenn es dunkel wird“, sei sein Lieblingslied, erzählte etwa Maximilian. Er habe sich besonders gefreut, dass es im Programm gewesen sei. Sein „Sangeskollege“ Hannes stimmte zu und ergänzte: „Mit Herrn Büchner ist das Singen einfach immer toll, da mag man sogar üben.“

Unter den Gästen war auch Neutraublings Ehrenbürger Werner Schmidt mit Gattin. Beide schwärmten: „Wunderbar, die Kinder waren so gut bei der Sache.“ Man könne nur ahnen, wie viel Arbeit darin stecke, die Kinder so weit vorzubereiten. Zum Konzertchor der Domspatzen sei es sicherlich noch ein weiter Weg, vermutete Schmidt, aber bereits jetzt sei es ein Genuss, ihnen zuzuhören.

Die Liederauswahl und überhaupt das Ambiente gefiel auch Gertrud Wick sehr gut. Sie habe einige der Lieder noch nicht gekannt, aber beim Konzert sei eine wunderbare Advents-Atmosphäre entstanden.

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