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Freizeit

Zittern beim Neutraublinger Blumenbasar

Das Gartenevent wäre um ein Haar dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen. Doch die Gartler trotzten der Polarströmung.
Von Petra Schmid

Der drohende Regen konnte die Blumenverkäufer nicht entmutigen. Heuer waren sie erstmals unter einem schützenden Zelt. Foto: Petra Schmid
Der drohende Regen konnte die Blumenverkäufer nicht entmutigen. Heuer waren sie erstmals unter einem schützenden Zelt. Foto: Petra Schmid

Neutraubling.Die Gartensaison hat begonnen und traditionell ist dies der Zeitpunkt für den Neutraublinger Blumenbasar des Obst- und Gartenbauvereins (OGV). Die Festwiese am Neutraublinger See wurde am Samstag zur Ausstellungs- und Verkaufsfläche, die keine Wünsche der Gartenfreunde offenließ. Beinahe wäre der Basar heuer zum ersten Mal ausgefallen. Die Verantwortlichen um Gartler-Chef Richard Irro wollten aufgrund der ungünstigen Wettervoraussagen den Blumenbasar absagen, freilich schweren Herzens.

Die 44. Auflage

Denn dieses Jahr bringt bereits die 44. Auflage und Richard Irro selbst hoffte bereits das 24. Mal auf gutes Wetter und bangte vor Regen. Eigentlich war er sich mit seinem Team einig gewesen, dass man heuer aussetzen wollte. Schon für den Samstagvormittag war laut Wetter-App Regen prognostiziert. Da aber dann von vielen Seiten, unter anderem von Bürgermeister Heinz Kiechle, Bedauern bekundet wurde, habe er sich entschlossen, zumindest eine „Notversion“ mit nur Grill- und Getränkestation, ohne Verkaufs- und Infostände, durchzuführen, erzählte Irro beim Basar. Gut, dass es dann doch die alte Form geworden sei, erzählt er beim Basar. Keiner der Aussteller habe abgesagt und jeder sei frohen Mutes, erzählte er mit blitzenden Augen.

Was ihm und seinem Team dann letztendlich den Mut zum „ja“ für den Basar gegeben hab, verriet Irro auch. Ein Bekannter habe ihn darauf hingewiesen, dass der Bauernkalender, was Wettervorhersagen betreffe, sehr verlässlich sei. Dort sei angegeben gewesen, dass es am Samstagvormittag noch nicht regnen werde. Und tatsächlich blieb es trocken und viele Besucher hielten auch heuer wieder dem Blumenbasar die Treue und kamen zum Festplatz, hob Irro hervor. Alles, was er mit seinem Team für das Gelingen tun konnte, habe er getan, sagte er stolz. Angefangen damit, dass man heuer mehr Zelte aufgestellt habe und freilich auch bei der Bereitstellung der Getränke und Brotzeiten vorsichtiger disponiert habe, fasste er zusammen. Außerdem sei er extra am Montagvormittag in der Kirche gewesen und habe um gutes Wetter gebeten, verriet der Gartlerchef. Das Bemühen zahlte sich schließlich aus, denn erst gegen Mittag hatten die Gartler mit Regenschauern zu kämpfen.

Ein Großteil der Gäste hatte bis dahin schon ihre Runden beim Basar gedreht und sich entsprechend gestärkt.

Verkaufsstände mit Gemüse

Der OGV bot nämlich nicht nur an mehreren Verkaufsständen Gemüse- oder Kräuterpflanzen und farbenprächtige Blumenstöcke an, sondern hatte einen „Biergarten“ aufgebaut. Zu erkennen waren die fleißigen OGVler leicht an ihren grünen Schürzen und Vereinsshirts. Die kompetenten Gartenfreunde boten nicht nur fachliche Beratung, sondern haben für auch Zeit für einen kleinen Plausch.

Die Wünsche der Stammkunden sind natürlich längst bekannt. Zu den ersten Kunden am Morgen gehört unter anderem immer Bürgermeister Heinz Kiechle. Eine Bestellung braucht er nicht extra aufzugeben. Für den Rathauschef werden die entsprechenden Blumen reserviert. Er kauft beim Blumenbasar Gottesaugen als Grabbepflanzung. Gepflanzt werde dann in Reih und Glied, denn dies habe er von seinem Vater schon als Kind und Jugendlicher gelernt, erzählte Kiechle.

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