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Kommunen

Der Markt Nittendorf bleibt schuldenfrei

Der Haushalt steht zur Beratung und zur Entscheidung an. Der Geschäftsleiter ist mit dem Entwurf zufrieden.
Von Paul Neuhoff

Der Markt Nittendorf ist finanziell gut aufgestellt. Jüngste Beschlüsse der „hohen Politik“ sorgen aber für Ärger im Ausgabensektor. Foto: Paul Neuhoff
Der Markt Nittendorf ist finanziell gut aufgestellt. Jüngste Beschlüsse der „hohen Politik“ sorgen aber für Ärger im Ausgabensektor. Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf.Thomas Haasz, Kämmerer beim Markt Nittendorf hat den Entwurf für den diesjährigen Haushalt vorgelegt. Der Finanzausschuss hat darüber schon eingehend beraten. Am Dienstag liegt das Zahlenwerk dem Marktgemeinderat zur Beschlussfassung vor. Unsere Zeitung hat vorab mit Gerhard Bachl, geschäftsleitender Beamter der Marktverwaltung, über den Entwurf gesprochen. „Wir haben auch heuer wieder einen ausgeglichenen Haushalt, der mit einem Gesamtvolumen von über 23 Millionen einen gewissen Spielraum lässt“, so das zusammenfassende Statement von Bachl. Der Markt ist seit Ende 2018 schuldenfrei. Wie Bachl erklärt, könne die Kommune dadurch auch Rücklagen aufbauen, um damit etwa für die in die Jahre gekommene Mittelschule einen Ersatzbau stemmen zu können. Das Vorhaben ist aber noch nicht spruchreif, steht aber bei Bürgermeister Helmut Sammüller ganz oben auf der Wunschliste. Wie Kämmerer Haasz im Vorwort zum Haushaltsentwurf anmerkt, wird der neue Plan den Anforderungen des Marktes gerecht. Mit den erwarteten Einnahmen können alle Pflichtaufgaben abgedeckt werden.

„Grant“ auf Staatsregierung

Beim Betrachten der Ausgabenseite fallen die relativ hohen Beträge für Personal, für die Kreisumlage und für die Kindergärten auf. Beim Haushaltsposten „Ausgaben für Kindergärten“, mit etwa 2,7 Millionen Euro macht Bachl keinen Hehl daraus, dass er momentan einen gewissen „Grant“ auf die Staatsregierung hegt. Durch die Einführung einer „Karenzzeit“ bei der Einschulung der Jüngsten in die Grundschulen und die zusätzlich gewährten monatlich 100 € pro Kind sei die Nachfrage nach Kindergartenplätzen kurzfristig in die Höhe geschnellt und übersteigt die vorhandenen zulässigen Kapazitäten. Die Politik lässt die Gemeinden, die die Plätze schaffen müssen, hier alleine. Dabei müssten wir den neuen Kindergarten eigentlich schon wieder erweitern“, meint der Verwaltungschef. Bei den Personalkosten, die mit knapp 2,8 Millionen Euro zu Buche schlagen, gibt Gerhard Bachl Entwarnung: „Wir liegen bei diesem Ausgabeposten beim Vergleich mit Kommunen mit ähnlichen Einwohnerzahlen unter dem Durchschnitt.“ Die Höhe der Kreisumlage, also der Mittel, die an den Landkreis abgeführt werden, resultiert mit 3,6 Millionen Euro aus der guten Steuerkraft des Marktes und ist eine der höchsten Umlagen, die Nittendorf bisher geleistet hat.

Wichtige Einnahmen

  • Einkommensteuer: Der größte Einnahmeposten ist die Beteiligung an der Einkommensteuer. Hier erhält der Markt 2019 über zwei Millionen Euro vom Staat.

  • Gewerbesteuer: Diese Einnahme ist mit knapp 1,5 Millionen für den Markt ebenso unverzichtbar. Die Höhe stagniert aber seit ein paar Jahren. Die weitere Ansiedlung von Gewerbebetrieben soll forciert werden.

Eine hohe Summe von gut drei Millionen bei der Ausgabenseite steht beim Punkt „Straßenbau“. Dahinter steckt die geplante Erschließung des neuen Baugebietes in Thumhausen ebenso wie die Restabwicklung der Kosten für die Tiefbaumaßnahmen am Baugebiet „Bauernfeld II“. Man erwarte auch noch Rechnungen von der Landkreisverwaltung für die Beteiligung am Bau des Kreisels in Nittendorf. Die Ertüchtigung der Ortsdurchfahrt Penk stehe auch noch an. Für den Unterhalt der Gemeindestraßen sind, wie jedes Jahr, 400000 Euro eingestellt. Zum Ausgabeposten „Straßenbau“ gehören aber auch Ausgaben, wie die heuer geplante Ersatzbeschaffung für den Unimog des Bauhofes. Wie Gerhard Bachl weiter erläutert, wird der hohe Betrag in diesem Bereich aber durch Einnahmen, etwa durch Erschließungsbeiträge, abgefedert.

Vereine großzügig bedient

Der „Hochbau“ ist mit knapp zwei Millionen Euro an vorgesehen Ausgaben der kleinste Betrag. Hier sind keine großen Neubauten vorgesehen. Es handelt sich ebenfalls um Restabwicklungen wie etwa für der Neubau des erwähnten Kindergartens. Die Vereine erhalten auch heuer wieder eine „äußerst großzügige Unterstützung“ beim Jugendsport und bei den Betriebskosten, merkt der Kämmerer im Haushaltsenturf an. Großen Wert legt die Kommune schon seit Jahren auf den Grunderwerb für künftige Baugebiete oder auch für Tauschflächen. Dafür sind heuer 2,5 Millionen Euro angesetzt um kurzfristig auf Angebote reagieren zu können.

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