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Nittendorf

Streit um FU-Termin

Irgendwie liegt die Kommunalwahl des nächsten Jahres doch schon in der Luft.

Das Rathaus ist für Veranstaltungen von Parteien tabu.Foto: Paul Neuhoff
Das Rathaus ist für Veranstaltungen von Parteien tabu.Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf.Der Nittendorfer Marktgemeinderat diskutierte jüngst über die Öffnung der Feuerwehrhäuser für Veranstaltungen politischer Parteien und Gruppierungen (die MZ berichtete) im Wahlkampf. Jetzt gibt es Streit zwischen der Frauen-Union (FU) und der Rathausverwaltung wegen einer Veranstaltung, die in den Räumen des Familienstützpunktes und Jugendtreffs über die Bühne gehen sollte.

In einem Bericht der FU, der der MZ vorliegt, schildert Vorsitzende Maria Bawidamann, dass die FU einen Nachmittag nach dem Motto „Jung trifft Alt„ ins Auge gefasst hatte. Diese Veranstaltung sollte in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff und der Nachbarschaftshilfe aufgezogen werden. Die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen wollten dabei die Damen der FU übernehmen. Die Zumbagruppe des Jugendtreffs wäre aufgetreten und das gemeinsame Basteln von Muttertagsgeschenken hätte den Nachmittag abgerundet.

Wie Maria Bawidamann weiter erläuterte, waren die Leiterin des Familienstützpunktes und auch eine Mitarbeiterin der Verwaltung in die Vorbereitungen mit eingebunden. Nachdem sie die Veranstaltung organisiert hatte, habe sie im gemeindlichen Mitteilungsblatt die Ankündigung der geselligen Stunde gelesen. Zu ihrem Erstaunen sei die Frauen-Union als Veranstalter allerdings nicht erwähnt gewesen. Erst auf direkte Nachfrage bei der Geschäftsleitung sei ihr mitgeteilt worden, dass für politische Organisationen das Rathaus auch für „unpolitische“ Veranstaltungen nicht zur Verfügung stehe, und der Jugendtreff sich nicht beteiligen dürfe.

Gerhard Bachl, geschäftsleitender Beamter im Rathaus, erklärte dazu, dass schon in den Zeiten von Bürgermeister Max Knott der Marktrat einen Grundsatzbeschluss gefasst hätte. Demnach stehen das Rathaus und die weiteren Gebäude der Gemeinde nicht für politische Veranstaltungen offen. Dies gelte auch, wenn – wie im aktuellen Fall – eine Partei nur mitwirkt.

Zum geplanten, letztlich aber verhinderten Auftreten der „Zumbagruppe“ merkte Bachl an, dass diese Tanzformation zum gemeindlichen Jugendtreff gehöre. Die Jugendlichen werden dort ausgebildet und dürfen deshalb auch nicht an politischen Veranstaltungen mitwirken. Die diskutierte Regelung gelte im Übrigen für alle Parteien, gleich welcher Farbe. „Die Frauen-Union hätte sich den Ärger ersparen könne, wenn die Verantwortlichen im Vorfeld nachgefragt hätten“, betonte Bachl.

Für Maria Bawidamann ist die Sache erst einmal abgehakt. Man setzt sich nun am Dienstag ab 15.30 Uhr im nahegelegenen Seniorenheim zusammen. Wie geplant, „einfach so, ohne politische Agitation“ und jetzt ohne Zumba, aber mit einer Linedance-Gruppe. (lpn)

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