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Einsatz

Motorsegler „Fritz“ mit Sekt getauft

Der Luftsportverein Regensburg verwandelte ein Wrack in eine flugtaugliche Maschine. Im Frühjahr wird Fritz abheben.
Von Konstantin Seitz, MZ

Luftsportvereins-Vorsitzender Martin Postner taufte den Motorsegler auf den Namen „Fritz“.
Luftsportvereins-Vorsitzender Martin Postner taufte den Motorsegler auf den Namen „Fritz“. Foto: Konstantin Seitz

Obertraubling.Martin Postner schüttet behutsam den Inhalt einer Flasche Sekt über den linken Flügel des blau-weißen Motorseglers. Zerschellen lässt er die Flasche lieber nicht – sonst hätten die Bastler des Luftsportvereins gleich wieder etwas zu reparieren.

Der Sekt läuft über die glänzenden Tragflächen des Fliegers, tropft auf den Boden der Flughalle des Luftsportvereins Regensburg (LSV). In der Halle unweit von Obertraubling warten einige Flieger auf ihren nächsten Einsatz. Heute steht aber nur einer im Mittelpunkt: Motorsegler „Fritz“.

So soll der Neuzugang in der Flotte des LSV heißen. Die Vorstandschaft des Vereins hat sich bewusst für diesen Namen entschieden: Fast genau vor zwei Jahren verstarb der langjährige Vorsitzende Fritz Lechner im Alter von 74 Jahren. Beinahe 14 Jahre lang hatte er den Verein geprägt. Für „seinen“ Luftsportverein war er immer da. Nun erinnert der Flieger an den früheren Vorsitzenden. Unter dem Cockpit ist in Schreibschrift der Name „Fritz“ angebracht.

Für Vorstand Martin Postner war es ein besonderer Moment, den Motorsegler zu taufen: „Wir haben viel Zeit investiert. Nun darf der Motorsegler endlich fliegen“, sagt Postner. Auf diesen Moment hat das Team des Luftsportvereins Regensburg (LSV) fast ein Jahr lang hingearbeitet. Den Motorsegler mit dem Kennzeichen „D-KLEX“ hatte der Verein kurz vor Weihnachten 2015 gekauft. Flugtauglich war der Segler damals nicht mehr: Er hatte eine harte Landung hinter sich. Der Flieger musste komplett zerlegt, alle Teile überprüft und die Sicherheit der Konstruktion von Prüfer Wilfried Hohenwartner festgestellt werden. Nun glänzt der Motorsegler wieder wie neu.

Vor einer Woche war es geschafft: „Ready for take off.“ Vorstandsmitglied Thomas Sachse saß als erster hinter dem Steuerknüppel. Es war der Überprüfungsflug für den Motorflieger. Das Resultat: Alles bestens. Ganz fertig ist der Flieger aber noch nicht: Im Winter werden die Tragflächen nochmals überholt. Im Frühjahr kann „Fritz“ dann endgültig durchstarten.

Der Verein besitzt zwölf verschiedene Flugzeuge, davon sieben Segelflugzeuge und fünf Motorflugzeuge. So ist es jedem möglich, Flugzeuge verschiedener Leistungsklassen zu fliegen, ohne sich ein eigenes kaufen zu müssen.

www.luftsportverein-regensburg.de

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