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Natur zum Anfassen

Das Naturmobil machte beim OGV in Obertraubling Station.

Stephanie Fleiner begleitete die „Frechen Früchtchen“ und übergab einen Scheck an Angelika Nunn.
Stephanie Fleiner begleitete die „Frechen Früchtchen“ und übergab einen Scheck an Angelika Nunn. Foto: Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege

Obertraubling. Goldenes Licht des Herbstes über der Wiese am Waldesrand in Piesenkofen und viele Kinder, die ihrem „Igel“ ein Nest aus Laub, Moos und Ästen bauen. Der Igel ist eine Dose mit heißem Wasser. Die Temperatur des Wassers wird von Dr. Angelika Nunn, der Leiterin des Naturmobils, genau gemessen, bevor sie die Kinder in ihren Nestern zudecken. Eine Dose bleibt im Freien stehen. Als die Dosen verteilt sind, sammeln die Kinder der OGV-Kindergruppe „Freche Früchtchen“ aus Obertraubling Blüten, Samen und Blätter, um diese später im Naturmobil, einem alten umgebauten Wohnwagen, unter dem Mikroskop anzuschauen. Dann kommt der spannende Augenblick. Angelika Nunn fordert alle Kinder auf, ihren „Igel“ aus dem Nest zu holen. Die Temperatur des Wassers in der Dose wird erneut gemessen. Akribisch werden die Werte erfasst. Welcher Igel hatte es in seinem Nest am wärmsten?

Eines haben die Kinder mit diesem Experiment gelernt: Der Igel braucht im Winter ein Nest aus Laub, Ästen und Zweigen, um über die frostige Jahreszeit zu kommen. Das Wasser in der Dose ohne wärmende Umgebung hatte eine deutlich kühlere Temperatur. „Leider finden die Igel immer weniger Ecken in den Gärten, in denen sie sich im Laub über den Winter einquartieren können“, weiß Nunn. „Mit diesem Experiment bekommen die Kinder ein Gespür und verstehen die Zusammenhänge besser.“

Die „Frechen Früchtchen“ treffen sich alle vier Wochen. Den Betreuerinnen ist es wichtig, dass die Kinder, so oft es geht, in der Natur selbst Erfahrungen sammeln können. Da ist so ein Nachmittag mit dem Naturmobil eine ideale Ergänzung, so Ulrike Weigl, Leiterin der Kindergruppe. „Wie nehmen das Angebot des Naturmobils gerne an. So können wir die Ausstattung nutzen und mit den Kindern einen weiteren spannenden Nachmittag erleben, ohne dass wir als Gruppenleiter selbst übermäßig gefordert sind.“

Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbands Regensburg für Gartenkultur und Landespflege, begleitete die „Frechen Früchtchen“ an diesem Nachmittag und nahm die Gelegenheit wahr, Dr. Nunn einen Scheck über 200 Euro zu überreichen. Der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege unterstützt das Naturmobil der Bund Naturschutz Kreisgruppe, eine mobile Umweltstation, eingerichtet für umweltpädagogische Veranstaltungen mit Schulklassen und Gruppen jeden Alters.

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