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Spiel

Realschüler fanden den rettenden Ausgang

An der Obertraublinger Schule stand erstmals „Escape-Rooms“ auf dem Stundenplan. Es ging um Codes, Geheimschriften und Logik.

Die Schüler der 8. Klassen versuchten, das Rätsel des Escape-Rooms zu lösen.  Foto: Sabine Hrach
Die Schüler der 8. Klassen versuchten, das Rätsel des Escape-Rooms zu lösen. Foto: Sabine Hrach

Obertraubling.Erstmals wurden an der Realschule Obertraubling Leseförderung und ein aktueller Spieletrend zu einer spannenden Lesenacht kombiniert: Ganz im Sinne eines Escape-Rooms mussten Schüler der 8. Klassen versuchen, den rettenden Ausweg aus ihrer Schule zu finden.

„Mist! Du wolltest doch nur noch schnell was aus der Schule holen. Und jetzt sitzt du hier fest!“ – Keine Begrüßung und erste Instruktionen durch Lehrkräfte, nein – mittels einer mysteriösen Videobotschaft wurden die Schüler mit der Rahmenhandlung des Spiels vertraut gemacht. Das „Problem“: Das elektronische Schließsystem verhindert ein Verlassen der Schule. Die „Lösung“: Innerhalb einer festgelegten Zeit – genauer: bis zum Eintreffen des Wachdiensts – müssen Teile einer Schließkarte gefunden werden, mit deren Hilfe ein unauffälliger nächtlicher Ausweg aus der Schule möglich ist.

Seit sie im vergangenen August erstmals „Escape-Rooms“ gespielt hat, war Büchereileiterin und Lehrerin Sabine Hrach von der Idee fasziniert, einen solchen auch für die Obertraublinger Realschüler zu entwickeln. Im Team an der Lösung eines Problems zu arbeiten, Hinweise deuten und Rätsel entschlüsseln zu müssen und dabei stets miteinander zu kommunizieren, sind wesentliche Voraussetzungen, um das Spiel erfolgreich meistern zu können. Fähigkeiten, die auch von den Schülern verlangt und in dieser Spielform nebenbei trainiert werden, eben weil sie zum Erfolg führen.

Dann ging es los! Die Spieler hatten sich in Teams zusammengefunden. Ausgestattet mit einer Mappe mit Anleitungen, einem ersten Schließkartenteil und einigen Dekodierungen für Geheimschriften suchte jede Gruppe ihren Startraum auf. Fünf Räume mit unterschiedlichen Schwerpunkten hatte die Büchereileiterin angelegt, das Schülerbüchereiteam betreute die Räume und die Gruppen. War man in einem Raum erfolgreich, so erhielt man einen Hinweis auf den nächsten.

Im „Musikraum“ halfen Notenkenntnisse weiter, ein feines Gehör zum Entschlüsseln des Morsealphabets war von Nutzen. Im „Matheraum“ standen Logikrätsel auf dem Programm, eine kreative Lösung war im „Kunstraum“ gefordert. Da „Escape-Rooms“ als Aktion des Büchereiteams angelegt war, waren einige Lösungen auch in ausgelegten Büchern zu finden, ebenso wie in der Bücherei selbst.

„In jedem Raum mussten Informationen aus Texten entnommen werden, alle Rätsel sollten zudem ein wenig unterschiedlicher Natur sein. Ich war mir nicht sicher, ob die Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu schaffen waren“, erzählt Hrach von den Tücken der Planung. Die Schüler behielten das Ziel stets im Auge. Zwei Stunden lang tüftelten sie sich durch das Schulhaus, knackten Schrankschlösser und sogar einen Zimmersafe und konnten so die rettende Schlüsselkarte zusammensetzen und das Schulhaus nach Einbruch der Dunkelheit mit einem triumphierenden Grinsen wieder verlassen.

Escape Rooms

  • Virtuell:

    Escape Games oder Escape Rooms entstanden am PC als Adventure-Games. Es sind meistens Browserspiele.

  • Real:

    Daneben gibt es zahlreiche Umsetzungen als Gruppenspiel, bei dem Menschen in einer vorgegebenen Zeit in einem realen Raum Aufgaben oder Rätsel lösen müssen, um das Spiel zu meistern.

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