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Bürgermeisterwahl

Erwin Skorianz tritt in Pentling an

Der 57-jährige Gemeinderat wird gegen Barbara Wilhelm (FW) ins Rennen geschickt. Er sieht viel Nachholbedarf in der Gemeinde.
von Walter Schiessl

Der Pentlinger Bürgermeisterkandidat der CSU Pentling Erwin Skorianz (links) und Vorsitzender Jürgen Steinhofer Foto: Schiessl
Der Pentlinger Bürgermeisterkandidat der CSU Pentling Erwin Skorianz (links) und Vorsitzender Jürgen Steinhofer Foto: Schiessl

Pentling.Der Familienname von Erwin Skorianz klingt nicht gerade urbayerisch, aber der 57-Jährige CSU-Gemeinderat, der bei der Wahl am 15. März 2020 gegen Bürgermeisterin Barbara Wilhelm (Freie Wähler) ins Rennen gehen wird, ist ein gebürtiger Regensburger und seit langem in Pentling zuhause. Er gehört der CSU seit 32 Jahren an, war sechs Jahre lang deren Vorsitzender und sitzt seit 2014 im Gemeinderat. Die Partei und auch er selbst rechnen sich gute Chancen für einen Sieg beim Urnengang aus, sehen sie doch durch die aktuelle Gemeindeführung wenig Konkretes erreicht. „Bezahlbare Wohnungen gibt es so gut wie keine“, sagt Erwin Skorianz.

Der Kandidat, für den sich der Vorstand und die Fraktion bereits einstimmig ausgesprochen haben, soll am 7. Juni vom CSU-Ortsverband offiziell nominiert werden. „Für uns ist Erwin Skorianz der richtige Kandidat“, sagt denn auch Jürgen Steinhofer (36), der Ortsvorsitzende der Pentlinger CSU.

„Wir haben optimale Karten“

Der 57-jährige Skorianz ist seit 2014 Gemeinderat und gestaltet in mehreren Vereinen aktiv das Gemeindeleben mit. Seit 2007 ist Erwin Skorianz Organisator des Pentlinger Weihnachtsmarkts und trägt beruflich in einem Regensburger Sanitätshaus für Personal und Vertrieb die Verantwortung und kann in dieser Funktion auf umfangreiche Erfahrungen in der Projektrealisierung wie auch im sozialen Umgang mit einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen zurückgreifen.

Erwin Skorianz ist für kontrolliertes Bauen. Foto: Schiessl
Erwin Skorianz ist für kontrolliertes Bauen. Foto: Schiessl

Der Entscheidungsfindung in der Pentlinger CSU ging ein längerer Diskussionsprozess voraus. „Wir wollten eine Persönlichkeit für das Amt des Bürgermeister-Kandidaten finden, die zum einen über kommunalpolitische und vereinspolitische Erfahrung verfügt und zum anderen auch im beruflichen Leben wirtschaftliche Verantwortung und unternehmerisches Denken einsetzen muss“, sagt der CSU-Vorsitzende Jürgen Steinhofer. „Mit dieser Entscheidung haben wir optimale Karten im Kommunalwahlkampf in Händen“, befindet der Vorsitzende weiter.

Erwin Skorianz lebt seit über 22 Jahren mit seiner Frau Birgit und den beiden Söhnen Christoph und Daniel in Pentling. Der gelernte Kaufmann, der anschließend seinen Fachwirt bei der IHK machte, ist ehrenamtlich in verschiedenen IHK Gremium tätig und Mitglied im Prüfungsausschuss für kaufmännische Berufe. Außerdem wurde er zum ehrenamtlichen Richter am Arbeitsgericht Regensburg berufen.

Pläne

  • Steuerung:

    Die unkontrollierte Bebauung, wie sie zur Zeit in Großberg abläuft, sollte ein Ende haben, sagt CSU-Vorsitzender Jürgen Steinhofer. Seiner Meinung nach sollte durch die Schaffung von kleineren Einheiten, die auch nach und nach erstellt werden sollten, vermieden werden, dass ein ungebremster Zuzug von Familien mit Kindern erfolge. Denn das habe Auswirkungen auf die Betreuungsplätze wie auch auf die Kindergärten.

  • Wahlkampf:

    Dieser wird wohl erst im Herbst gestartet. Bis dahin werde man die Themen vorbereiten, die dann den über 6000 Pentlingern in der heißen Phase des Wahlkampfs unterbreitet werden.

  • Wahlen 2008:

    Damals waren drei Kandidaten aufgeboten: Wolfgang Heide für die CSU, Barbara Wilhelm für die FW und Dr. Christian Hartl für die Grünen.Sie erhielten 42, 40 und 16 Prozent. In der Stichwahl siegte Barbara Wilhelm.

Erwin Skorianz ist in seiner Heimatgemeinde in vielen Bereichen aktiv. So gehörte er dem Elternbeirat von Kindergarten und der Schule an, hob 2006 den Förderverein Aktive Schulkinder Pentling mit aus der Taufe und war auch dort der Vorstandsmotor bis 2018. „Mitgliedschaften und Vorstandsposten in zahlreichen Gemeindevereinen runden mein Engagement für die Gemeindearbeit ab“, sagt er selbst. Seit zwölf Jahren findet der Pentlinger Weihnachtsmarkt unter seiner organisatorischen Verantwortlichkeit statt.

Ehe Erwin Skorianz seine Bereitschaft, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren, gab, hatte er kurze Zeit mit seinen Parteifreunden überlegt. „Weil ich“, so sagt er, „gerne in Pentling lebe, will ich die Gemeinde voranbringen“. Ob eine funktionierende Infrastruktur, die Kommunikation untereinander oder soziale Themen wie bezahlbares Wohnen und auch Arbeiten daheim. Die Thematik Schutz des Klimas dürfe nicht zu kurz gedacht werden. „Diese Aufgaben zielgerichtet als Dienstleister der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen, sehe ich als bedeutende Hauptaufgabe dieses Amtes“, sagt der Kandidat. Pentling stehe gut da und könne für seine Menschen noch viel tun. Ein aktives Gemeindeleben komme nicht von selbst, es müsse immer zielorientiert weiterentwickelt werden.

Gedanken für Gewerbeflächen

Erwin Skorianz moniert, dass es in Pentling keine Flächen für Gewerbeausweisungen mehr gibt. „Man müsse sich Gedanken machen, ob es hier nicht doch Flächen gebe“, sagt er, um auch darauf hinzuweisen, dass bezahlbarer Wohnraum auch nur sehr schwer zu haben sei. Das bedürfe eines Umdenkens und auch eines Vordenkens seitens der Gemeindeführung.

Die Gemeinde Pentling ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewachsen. Dazu trugen viele Wohngebietsausweisungen bei, auch ein Mischgebiet an der B16 half, dass weiteres Wachstum entsteht. Geführt wurde die Gemeinde von Bürgermeistern unterschiedlicher Couleur. Legendär blieb Franz Sennebogen (UWG), der seinen Vater Hans beerbte. Nach Franz Sennebogen leitete Gerhard Klier (UWG) die Geschicke, er wurde aber vor allem wegen der beabsichtigen Ausweisung des Mischgebiets an der B16 abgewählt, sein Nachfolger wurde der CSU-Mann Albert Rummel, dem wiederum 2014 Barbara Wilhelm (Freie Wähler/UWG) nachfolgte. Der Gemeinderat setzt sich zusammen aus acht CSU-Mitgliedern, zwei Männer gehören der SPD an, die Grünen haben drei Sitze und die Freien Wählern, die mit der UWG eine Einheit bilden, zählen sieben Mitglieder.

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