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Freude am Laufen im Mittelpunkt

Weit über 100 Läufer gingen beim Test in Matting an den Start. Bei den Vorläufen können Schule kostenlos getestet werden.
Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

  • Eine kleine Vorhut verzichtete auf den Bus und lief samt Hund Ricco schon nach Matting voraus. Fotos: Hueber-Lutz
  • Bei den Vorläufen können verschiedene Laufschuhe kostenlos getestet werden.

Pentling.Wenn am 19. September der Mittelbayerische Landkreislauf steigt, sind viele der Läufer bereits bestens mit der Strecke bekannt. Woche für Woche erlaufen sie sich nämlich einen anderen Abschnitt des Rundkurses.

Er startet im idyllischen Matting an der Donau. Und hier gingen am Mittwoch schon mal weit über hundert Läufer auf die erste Etappe. Dabei machte der Kurs einen kleinen Abstecher ins benachbarte Niederbayern. Etappenziel war nämlich Bad Abbach.

Die Testläufe sind so organisiert, dass man sich erst am Zielort trifft, in diesem Fall also in Bad Abbach. Dann bringt ein Shuttle-Bus die Läufer an den Startort, diesmal nach Matting.

Einige verzichteten auf den Bus

Aber nicht alle Läufer machten von dem Angebot Gebrauch. Einige verzichteten auf den Bus und liefen die knapp sieben Kilometer nach Matting, warteten dort auf die anderen und dann ging’s wieder mit zurück.

Die Vorhut machte sich bestens beschützt auf den Weg. Mit am Start war nämlich Hund Ricco. Dr. Thomas Katzhammer vom Regensburger Ärztenetz hatte ihn dabei. Das Ärztenetz betreut den Lauf. Ricco nutzte die Pause in Matting zu einem ausgiebigen Bad in der Donau.

Auch Frontläuferin Conni Woldt hatte tierische Begleitung. Hündin Ida war mit von der Partie.

Bevor es los ging, wurde allen Läufern vor Augen geführt, dass es sich lohnt, an möglichst vielen der neun Trainingsetappen teilzunehmen. Jürgen Gerstner von Lauf und Berg König belohnte nämlich die drei Trainingsfleißigsten des letzten Jahres mit je einem Paar hochwertiger Laufschuhe. Josef Schüller, Franz Hafner und Reiner Herold freuten sich darüber. Gerstner hatte auch noch eine große Auswahl an Laufschuhen dabei. Wer mochte, konnte sie auf der Strecke testen.

Vorbereitung zum MZ-Landkreislauf

Auch etliche der künftigen Ultraläufer waren mit von der Partie. Bernhard Schwab zum Beispiel, der auch im letzten Jahr die komplette Strecke beim Landkreislauf zurückgelegt hat. Als Stefanie Gesierich und Klaus Huber das hören, gesellen sie sich zu ihm. Die beiden sind erfahrene Marathon-Läufer und packen heuer erstmals den Ultralauf an. Mit seinen 63 Jahren dürfte Klaus Huber aus Fußenberg wohl der älteste Ultraläufer sein. Bis zu seinem 50. hat er gar keinen Sport gemacht, erzählt er. Aber dann startete er richtig durch. Mit 61 ist er den ersten Marathon gelaufen. Bis zum MZ-Landkreislauf ist bei ihm nun jeder Tag mit dem Training für den Ultra verplant. Bernhard Schwab gibt den beiden Neulingen im Ultra-Bereich viele Tipps. Zum Beispiel den, alle halbe Stunde eine Salztablette zu nehmen.

Der Landkreislauf zieht auch diejenigen an, die ein bisschen zurückstecken müssen. So wie Petra Höfler vom Skiclub Großberg. Aus gesundheitlichen Gründen ist sie vom Laufen auf das Fahrradfahren umgestiegen. Aber zum Landkreislauf holt sie wieder die Laufschuhe hervor. Weil es einfach schön ist bei diesem Lauf, weil das eine große Familie ist, die man hier trifft.

Immer durch eine andere Gegend

Auch die Vorbereitungsläufe sind sehr beliebt. „Landschaftlich schön und man lernt immer eine andere Gegend kennen“, schwärmt Josef Stadler aus Geisling. Die letzten Jahre ist er immer mit einem Team aus dem Nachbarort mitgelaufen. Heuer hat er in Geisling erstmals eine eigene Mannschaft von zehn Läufern zusammengebracht.

Daniel Wedekind hat auch in diesem Jahr die Strecke und die einzelnen Etappen des Laufs ausgetüftelt. Da ist für jeden etwas dabei. Anspruchsvolle Etappen für den versierten Läufer und einfache für den Einsteiger. Die erste Etappe zählt zu den einfacheren und wird viel gelobt. Malerisch zieht sie sich von Matting aus die Donau entlang. Auf der einen Seite Wasser und aufsteigender Fels, auf der anderen Seite Felder. Weiter geht es über den Hochwasserdamm bei Oberndorf. Der birgt eine Gefahr der ganz besonderen Art: Verführerisch liegt da der Biergarten der Brauerei Berghammer am Fuß des Damms. Da heißt es dann standhaft bleiben.

Den Stammtisch kurz verlassen

Ein Oberndorfer verlässt sein Plätzchen am Stammtisch, kommt den Damm herauf und wartet auf seine Frau, die beim Lauf dabei ist. Aber anscheinend ist sie schon durch und er geht wieder in den schattigen Biergarten zurück und beobachtet die Läufer, die wie an einer Perlenschnur aufgereiht über den Damm Richtung Bad Abbach laufen. Mal langsamer, mal schneller, jeder in seinem Tempo. Der Mittelbayerische Landkreislauf ist schließlich kein beinharter Wettbewerb um Sekunden, sondern eine Veranstaltung, die die Freude am Laufen in einer großen Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellt.

Der Landkreislauf

  • Strecke

    Der Lauf findet am 19. September statt und führt von Matting aus auf gut 70 Kilometern durch den Landkreis Regensburg nach Mintraching. Insgesamt gibt es zehn Etappen von leicht bis mittelschwer, die von einer Staffel aus zehn Läufern absolviert werden.

  • Training

    In neun Etappen kann die Strecke vorab schon erkundet werden. Jeden Mittwoch ist eine andere Etappe dran. Ein Shuttlebus bringt die Läufer jeweils um 18.30 Uhr vom Zielort zum Start der Etappe. Der nächste Treffpunkt ist am Mittwoch, 22. Juli, um 18.30 Uhr in Weillohe. (lhl)

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