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Pentling

Gemeinden halten Europa lebendig

Der Wettergott muss Europäer sein.
Josef Eder

Die Bürgermeister pflanzten gemeinsam einen Olivenbaum. Foto: Eder
Die Bürgermeister pflanzten gemeinsam einen Olivenbaum. Foto: Eder

Pentling.Trotz vorhergesagten Schauerwetter schien über Pentlings französischer Partnerstadt Civrieux d’Azergues die Sonne. Das umbrische Corciano, die zweite Partnerstadt der Papstgemeinde feierte ebenso mit wie die Pentlinger. Vier Tage weilte eine Delegation unter Führung von Bürgermeisterin Barbara Wilhelm in Frankreich.

Die drei Gemeindeoberhäupter Marie-Piere Teyssier (Civrieux d’Azergues), Cristian Betti (Corciano) und Barbara Wilhelm (Pentling) pflanzten zusammen mit Schulkindern einen Olivenbaum. Im Anschluss ging es mit einem bunten Festzug zur Sporthalle. Beim kurzen Festakt stand Europa im Mittelpunkt. Die drei Gemeindeoberhäupter betonten die Bedeutung der Partnerschaft.

„Eine neue Idee wird aufgebaut. Am Horizont sehen wir ein vereintes, demokratisches und föderales Europa“, sagte Betti. Marie-Piere Teyssier fragte: „Was wird aus unserem Europa werden, wenn nicht Kinder unseren Gedanken fortführen?“ Doch sie war ebenso wie Elisabeth Dutrievoz, Vorsitzende des französischen Freundeskreises, überzeugt, dass die Partnerschaft kein kurzfristiges Hirngespinst der Gründer sei, sondern trotz Wellentäler immer fortgesetzt werde.

„Der langjährige Austausch mit den beiden Partnern erfüllt mich mit Stolz und Freude“, sagte Wilhelm. Leider hätten sich in Europa extreme politische Kräfte gebildet, die dies gefährden. Wilhelm weiter: „Aber wir und viele weitere werden dem entgegenwirken. Auf kommunaler Ebene werden wir den partnerschaftlichen Gedanken leben und einen wertvollen Beitrag für Frieden und Freiheit in Europa leisten.“

Im Festsaal waren Zeichnungen von französischen und italienischen Kindern zum Thema Partnerschaft ausgestellt. Die Besten aus den jeweiligen Ländern wurden prämiert. Als Geschenk der Italiener gab es ein Verkehrsschild (Corciano 857 km). Die Pentlinger hatten vor Jahren ein deutsches (Pentling 950 km) in Corciano hinterlassen. Im Maison de Europe (Europahaus) von Civrieux gibt es ein Pentlinger Zimmer. Auch die Umbrier haben sich in einem weiteren Raum verewigt.

Gerhard Eckert war der deutsche Gründervater und Motor der Partnerschaften. Er wurde von den beiden Partnerstädten gebührend verabschiedet. Der neue Vorsitzende des Freundeskreises Corciano - Civrieux d’Azergues-Pentling, Berthold Meyerhofer, war verhindert. Eckert leitete die Pentlinger Aktionen. Gerne erfüllte er den Wunsch der Franzosen nach einem bayerischen Maibaum. Aufgestellt wurde der circa fünfzehn Meter messende Ahorn im Park.

Die Franzosen hatten einen Spieleparcours aufgebaut. Die Rennsportfreunde machten mit ihren PS-starken Fahrzeugen nicht nur mächtig Radau, sondern chauffierten über zwei Runden auch Bürgermeisterin Wilhelm über die provisorische Rennstrecke.

Eckert verkaufte Bier und Tassen für ein erdbeben- und lawinensicheres Projekt im italienischen Bergdorf Cortigno. Das Dorf gehört zur Gemeinde Corciano, die seit 1997 Partnerstadt von Pentling ist.

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