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Vereine

Jugendfeuerwehr feiert Jubiläum

Die Jugendfeuerwehr Pentling besteht 2019 seit genau vier Jahrzehnten. Und das wurde gebührend gefeiert und gewürdigt.
von Josef Eder

Zum Jubiläum pflanzten die Jugendlichen mit Bürgermeisterin Barbara Wilhelm und der Feuerwehrführung des Landkreises zwei Apfelbäume.  Foto: Josef Eder
Zum Jubiläum pflanzten die Jugendlichen mit Bürgermeisterin Barbara Wilhelm und der Feuerwehrführung des Landkreises zwei Apfelbäume. Foto: Josef Eder

Pentling.Vor vier Jahrzehnten – am 28. Juni 1979 – wurde die Jugendfeuerwehr (JF) Pentling vom damaligen ersten Kommandanten Josef Gruber und dessen Stellvertreter Theo Gruschka, dem späteren Kreisbrandinspektor (KBI), gegründet. Zum Jubiläum pflanzten die Feuerwehranwärter im Frühjahr zwei Apfelbäume zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und der Straße „Am Rathaus“. Gestiftet wurden diese vom Pentlinger Sonntagsstammtisch. Gründungsvater Gruschka übergab sie der JF jetzt offiziell.

Der Geburtstag wurde gebührend gefeiert. Die Mitgliedschaft in der JF ist auf zwölf bis 18 Jahre begrenzt. Unter den ehemaligen anwesenden Jugendwarten war auch Pentlings dritter Bürgermeister Wilhelm Haubner. Die Ausbildung in der JF hat sein Amtskollege, das zweite Pentlinger Gemeindeoberhaupt Sebastian Hopfensperger, ebenfalls genossen. Beim Spiel ohne Grenzen, das Jugendwart Steve Auerswald leitete, siegte die JF Graßlfing vor Niedergebraching, Pentling und Großberg. Mit 22 Metern warf Andreas Menzl (Pentling) den Feuerwehrstiefel am weitesten. Schlauchkegeln, Zielspritzen und ein Hindernisparcours waren weitere Attraktionen. Die Jubiläumswehr führte eine Rettungskette nach einem Fahrradunfall unter der Leitung von Franziska Schäffer vor.

Das Juwel der Wehren

Kommandant und Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger ließ die vier Jahrzehnte Revue passieren: „Wenn ich mal groß bin, dann gehe ich zur Feuerwehr“, sei Gottseidank noch der Ausspruch vieler Jugendlicher. „Aber nicht alle, die dieses einmal gesagt haben, schließen sich der JF an.“ 79, davon 29 Mädchen, seien bei den sieben JF der Gemeinde aktiv. „Wir sind in allen Wehren der Gemeinde aufnahmebereit.“ Das Juwel der Wehren – die JF – werde gehegt und gepflegt, so der Feuerwehrführer. Waren es am Gründungstag noch acht Anwärter, waren es in den ersten 25 Jahren schon 230. Bis heute hätten rund 500 Jugendliche in Pentling die Feuerwehrschule durchlaufen. Viele seien jetzt in der Wehr und auf Führungsposten aktiv.

„Wir wollen und werden es den Jugendlichen schmackhaft machen, zur Feuerwehr zu kommen.“

Sebastian Hopfensperger, Zweiter Bürgermeister von Pentling

„Leider ist der Zustrom in den letzten Jahren etwas geringer geworden. Aber wir wollen und werden es den Jugendlichen schmackhaft machen, zur Feuerwehr zu kommen“, sagte Hopfensperger. Besonders freute ihn, dass sich die Zwillinge Johannes und Julian, die am Samstag (dem Jubiläumstag) ihren zwölften Geburtstag feierten, angemeldet haben. So kann Auerswald zukünftig vierzehn Jugendliche ausbilden.

Pentlings erste Bürgermeisterin Barbara Wilhelm lobte die gute Idee zur Gründung einer JF. „Lebensrettende Aufgaben zu erlernen und die Gewissheit zu haben, anderen in der Not helfen zu können, ist von Vorteil. Einer FF beizutreten, ist der beste Entschluss“, verdeutlichte das Gemeindeoberhaupt. Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer war stolz, dass die Pentlinger seit 40 Jahren über die JF-Mitglieder gewinnen. Sie alle für das Ehrenamt zu begeistern und deren Engagement weiter zu beleben, sei eine großartige Sache. Im Landkreis gebe es bei 176 Wehren aktuell 30 Kinderfeuerwehren (12 Jahre). Scheuerer hofft, dass trotz des demografischen Wandels der Zulauf anhalte. Die Nachführung in den aktiven Dienst sei wichtig und unbezahlbar, sagte er. Mit vor Ort war auch KBI Willi Hausler.

Erfolgreich bei Wettbewerben

Seit 1987 vertritt die Gruppe im Bundeswettbewerb mit großem Erfolg die Farben der Gemeinde im nationalen und internationalen Bereich. In diesem Jahr wurde die Gruppe Zweiter beim Kreisentscheid. Sie qualifizierte sich für den Bezirksentscheid am Samstag, 8. Juni, in Neumarkt.

Jedes Team musste einen Löschangriff mit drei Rohren, der über eine Hindernisstrecke wie einem angenommenen Wassergraben, ein Kriechtunnel und eine Leiterwand führte, absolvieren und anschließend verschiedene Knoten vorzeigen. Jede Gruppe, die aus neun Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren bestand, hatte eine Zeitvorgabe von sechs Minuten. Beim 400-m-Staffellauf musste ein Schlauch aufgerollt, ein Laufbrett der Länge nach überquert werden, auf einer Krankentrage liegend sich dann mit Gurt, Schutzhelm und Handschuhen ausrüsten, einen C-Schlauch an ein Strahlrohr kuppeln und einen Leinenbeutel ins Ziel werfen. Der Wettbewerb ist ein Teil der feuerwehrtechnischen Ausbildung der Jugendfeuerwehren.

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