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Gemeinderat

Mehr Grün statt Schotter in Pentling

Für das neue Baugebiet Jahnstraße werden Einzelheiten festgelegt. Für Bauherren soll es Vorgaben zur Gartengestaltung geben.
Von Gabi Hueber-Lutz

Jetzt noch grüne Wiese: Im neuen Baugebiet zwischen der Regensburger Straße und der Jahnstraße sind 45 Parzellen vorgesehen.  Foto: Gabi Hueber-Lutz
Jetzt noch grüne Wiese: Im neuen Baugebiet zwischen der Regensburger Straße und der Jahnstraße sind 45 Parzellen vorgesehen. Foto: Gabi Hueber-Lutz

Pentling.Das Bebauungsplanverfahren für das große Baugebiet zwischen Jahnstraße und Regensburger Straße beschäftigte den Gemeinderat bei seiner Sitzung am Mittwoch ein weiteres Mal. Der zweite Teil der Einwendungen wurde abgearbeitet. Das Thema Niederschlagswasser wird in der nächsten Sitzung behandelt.

Klar ist auf jeden Fall aber schon, dass es wegen des undurchlässigen Untergrunds nicht möglich ist, das Niederschlagswasser auf den Grundstücken versickern zu lassen. Daher müssen sowohl auf den Parzellen als auch beim Iradinger Bach Regenrückhalte geschaffen werden. Wie das aussehen wird, wird in der nächsten Sitzung besprochen.

Umfangreiche Einwendungen und Anregungen kamen vom Bund Naturschutz. Beim Thema Photovoltaikanlage auf den Hausdächern kam es zu einem hitzigen Wortwechsel. Willi Haubner wollte das auf jeden Fall verbindlich vorgeschrieben haben. Franz Kreil wollte keinesfalls eine verpflichtende Festlegung. Die Bauplätze seien nicht billig und es gebe Leute, die absolut keine Photovoltaik wollten, sagte Kreil.

Geschäftsleiter Robert Griesbeck erläuterte, dass man Photovoltaik-Anlagen nicht vorschreiben könne. Man könne lediglich Auflagen in Richtung regenerativer Energie festschreiben, aber nicht, auf welche Weise ein Bauherr das umsetzt. Gerhard Sadler schlug vor, den Bauherren über den Verkaufspreis entgegenzukommen. Bürgermeisterin Barbara Wilhelm war der Meinung, man könne Anreize setzen.

Etliche Vorschriften

Mit 14:4 Stimmen beschloss der Rat, Auflagen zur Nutzung regenerativer Energien zu ermöglichen. Mit 10:8 Stimmen wurde beschlossen, drei Bäume im Bereich der künftigen Parkplätze zu fällen und sie anderweitig zu ersetzen. Mit 14:4 Stimmen sprach sich der Rat dafür aus, den Bauherren Vorschriften bei der Gartengestaltung zu machen. Dabei ging es um geschotterte Flächen, wie sie in vielen Gärten anzutreffen sind. Die will man in dem neuen Baugebiet vermeiden.

Das neue Baugebiet Jahnstrasse

  • Wohnen:

    45 Parzellen gibt es, 17 davon verbleiben im Besitz der Grundstückseigentümer.

  • Feuerwehr:

    Auch Platz für ein neues Gerätehaus der Großberger Wehr ist angedacht.

  • Straße:

    Die Verbindung zur Heinrichsstraße wird geschaffen, die Schule an die Regensburger Straße angebunden und bei der Jahnstraße die Lücke geschlossen. (lhl)

Einen öffentlichen Spielplatz im Baugebiet lehnte der Rat einstimmig ab, da das Gebiet sowieso gut versorgt sei. Gerade wird ein neuer Spielplatz in Großberg gebaut, der in ein paar Wochen genutzt werden kann. Erwin Skorianz schlug eine querende Verbindung zur Jahnstraße für Fußgänger vor. Der Vorschlag wird an die Planerin weitergegeben.

Dem Einwand einer Bürgerin, die sich gegen den Bau eines Mehrfamilienhauses in diesem Gebiet wandte, folgte der Rat nicht. Die Anliegerin sagte zu Beginn der Sitzung, ein singulärer Wohnblock passe nicht in das Gebiet mit Einfamilienhäusern. Griesbeck wandte ein, dass hier eine Möglichkeit geschaffen werden soll, um zum Beispiel eine Einrichtung zur Tagespflege unterzubringen zu können. Zur Geschwindigkeitsreduzierung soll eine Tempo 30-Zone festgelegt werden, in der rechts vor links gilt. Die Energieagentur Regensburg hat der Gemeinde die Erstellung eines Konzepts für ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz für das Baugebiet Jahnstraße angeboten. Wegen des Untergrunds ist das Gebiet dafür aber nicht geeignet. Auch ein kommunales Wärmenetz möchte man nicht schaffen. Kleinere Verbünde könnten hier nicht effektiv arbeiten, sagte Wilhelm. Gerade sei man dabei, die Wasserversorgung aus diesem Grund an einen größeren Verband abzugeben.

Fachplaner frühzeitig einsetzen

Der Bayerische Kommunale Prüfungsverband hat die Gemeinde geprüft. Etliche Vorschläge werde man umsetzen, sagte Griesbeck. Unter anderem empfiehlt der Verband der Gemeinde dringend, bei der Erweiterung des Bauhofs frühzeitig Fachplaner einzusetzen, um Kostensicherheit zu haben. Das Thema Bauhof ruht derzeit, die Diskussion zeigte aber, dass es bezüglich der Fachplaner weiterhin unterschiedliche Meinungen gibt.

Dem Antrag der Stadt Regensburg zur Errichtung einer Photovoltaikanlage entlang der Autobahn beim Kohlenschacht stimmte das Gremium bei drei Gegenstimmen zu. Einstimmig sprach es sich für die Erweiterung der Kfz-Werkstatt an der Hohengebrachinger Straße aus.

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