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Gemeinderat

Neuer Bebauungsplan knapp gescheitert

„An der Steinernen Bank“ in Pentling wird die Planung nicht verändert. Der Kindergarten Großberg wird umfangreich saniert.
Von Gabi Hueber-Lutz

Das Baugebiet „An der Steinernen Bank“ vom Sportgelände aus gesehen. Foto: Hueber-Lutz
Das Baugebiet „An der Steinernen Bank“ vom Sportgelände aus gesehen. Foto: Hueber-Lutz

Pentling.Der Bebauungsplan für das Gebiet „An der Steinernen Bank“ bleibt, wie er ist. Es geht dabei um ein Areal, auf dem nach der Bebauung zirka 240 Menschen leben werden. Bei der Sitzung im April hatten Vertreter von Bayern-Wohnen zahlreiche Veränderungen für die schon genehmigte Planung vorgestellt. Sie waren so umfangreich, dass dafür eine neue Baugenehmigung notwendig war. Abstimmung gab es damals keine.

In der Sitzung am Donnerstag verweigerten die Gemeinderäte aber mit denkbar knapper Stimmenzahl die Zustimmung für die Änderung des Bebauungsplans. 10:10 Stimmen lautete das Ergebnis. Bei Stimmengleichheit gilt der Beschlussvorschlag als abgelehnt. Erwin Skorianz sagte, er könne sich mit der Erhöhung der Wohneinheiten von 107 auf 120 nicht anfreunden. Bereits in der letzten Sitzung waren Bedenken wegen des Lärmschutzes laut geworden. Die klangen auch diesmal wieder an. Neben dem Gebiet liegen die Sportplätze des TSV Großberg und es gibt Befürchtungen, dass es aus den neuen Häusern einmal zu Beschwerden wegen des Lärms von den Sportplätzen her kommt.

Streit um Mitteilungsblätter

Bürgermeisterin Wilhelm nahm bei der Sitzung auch Bezug auf den schwelenden Streit um die beiden Mitteilungsblätter. Eines gibt die Gemeinde heraus, eines die Firma Reidl. Entgegen anderslautender Behauptungen gebe es sehr wohl einen Beschluss durch den Gemeinderat. Er lautet dass die Gemeinde den redaktionellen Teil macht und der Herausgeber eine andere Firma ist. Dieser Beschluss sei im Juni letzten Jahres mit 15:3 Stimmen gefasst worden, also teilweise auch mit den Stimmen der CSU.

Es sei auch nicht richtig, dass die Gemeinde bei dem von Reidl herausgegebenen Gemeindeblatt keinerlei Kosten gehabt habe. Die Verteilung sei auf Kosten der Gemeinde gegangen. Einen Antrag der CSU-Fraktion, wieder zum Reidl-Produkt zurückzukehren oder vonseiten der Gemeinde nur amtliche Nachrichten zu verfassen, gebe es nicht. Der sei lediglich vom CSU-Vorsitzenden Jürgen Steinhofer gestellt worden. Dem Fraktionssprecher der CSU, Jürgen Neumüller, sei von der ganzen Sache laut eigenem Bekunden nichts bekannt gewesen, so die Bürgermeisterin.

Einstimmig sprachen sich die Räte für die Sanierung des Kindergartens in Großberg aus. Wie berichtet sind die Kosten dafür deutlich höher als eingeplant, da weit mehr Arbeiten nötig sind als ursprünglich vermutet. Ob die Arbeiten in den Ferien ausgeführt werden können, ist noch nicht klar. Auf jeden Fall soll die Verbesserung des Brandschutzes zeitnah geschehen. 115 000 Euro waren im Haushalt eingeplant für die Sanierung. Zirka 217 000 Euro werden es voraussichtlich werden. Der Kindergarten ist 28 Jahre alt. Bruno Weigt stellte in den Raum, ob man nicht auch gleich eine energetische Sanierung ins Auge fassen sollte. Das Architekturbüro Hanshans wird nun beauftragt, Kostenangebote einzuholen und auch den Aspekt der möglichen energetischen Sanierung bei der Planung zu berücksichtigen.

Zu groß, zu intensiv

Fast geschlossen lehnte der Rat den Neubau einer Wohnanlage mit 20 Wohneinheiten am Rosenweg ab. Der Komplex sollte auf einem 1 364 Quadratmeter großen Areal zu stehen kommen. Die Kennzahlen, die Auskunft darüber geben, mit welcher Intensität ein Grundstück genutzt wird, überschritten die Obergrenzen erheblich.

Der nächste Schritt im Bauleiplanverfahren für das große Gebiet an der Jahnstraße wurde von der Tagesordnung genommen. Weigt sagte, die Räte hätten mit dem Einladungsschreiben die Einwendung nicht detailliert bekommen. Seinem Antrag zur Geschäftsordnung auf Verschiebung stimmte das Gremium knapp mit 11:9 Stimmen zu.

Für die Wolfgangstraße in Matting wird eine Baugrunduntersuchung in Auftrag gegeben. Die Angebote habe man schon vor einiger Zeit eingeholt, dann aber erst auf die wasserrechtliche Genehmigung gewartet. Die Bohrungen werden voraussichtlich zirka 12 000 Euro kosten.

Blühstreifen

  • Insektennahrung:

    An mehreren Stellen im Gemeindegebiet werden Flächen präpariert, auf denen Blühpflanzen ausgesät werden können.

  • Orte:

    Zum Beispiel ist parallel zum Rathaus bereits ein Streifen gefräst, am Grubweg wird es blühen und am Friedhof Graßlfing.

  • Zusammenarbeit:

    Auch auf einem brach liegenden privaten Bauplatz darf die Gemeinde ansäen. (lhl)

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