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Gemeinderat

Pentling sagt „ja“ zum Gewerbegbiet

Es soll auf einer Fläche von 34 000 Quadratmetern bei Seedorf angesiedelt werden. Ein Areal bei Großberg wurde abgelehnt.
Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

Auf dem direkt an der Staatsstraße und rechts von der Kreisstraße liegenden Feld bei Seedorf soll ein Gewerbegebiet entstehen.
Auf dem direkt an der Staatsstraße und rechts von der Kreisstraße liegenden Feld bei Seedorf soll ein Gewerbegebiet entstehen.Foto: Hueber-Lutrz

Pentling.Die Gemeinde will auf einem rund 34 000 Quadratmeter großen Feld bei Seedorf ein Gewerbegebiet ansiedeln. Für die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplanes sprachen sich bei der Sitzung am Donnerstag elf Gemeinderäte aus. Die sieben Räte der CSU waren dagegen.

Wer denkt an die Landwirte?

Vorausgegangen war eine lange Diskussion, und zu Beginn der Sitzung hatten zwei Seedorfer Bürger von ihrem Rederecht Gebrauch gemacht. Im Wesentlichen standen sich zwei Positionen gegenüber: Bürgermeisterin Barbara Wilhelm führte aus, dass man sich bei einer Klausurtagung aller Gemeinderäte einig gewesen sei, dass die Gemeinde eine Gewerbefläche anbieten solle. Die dürfe aber nicht zu teuer sein, damit junge Pentlinger Unternehmer die Möglichkeit hätten, sich anzusiedeln. Außerdem müssten die Besitzer von Flächen bereit sein, zu verkaufen.

Alle Voraussetzungen zusammengenommen, sei unterm Strich das Feld zwischen der Staatsstraße und der Straße nach Seedorf nahe der Autobahnauffahrt übrig geblieben. Wegen der Lage bei den Straßen sei dieses Gebiet sehr günstig für Gewerbe. Die Seedorfer Bürgerin Christine Huber argumentierte, dass hier inmitten eines intakten Naturraums ein Gewerbegebiet entstehen würde. Pentling verdanke seine Beliebtheit als Wohngemeinde auch dem zusammenhängenden Grüngürtel. Im Übrigen würde dieses Gebiet eine Gewerbeinsel bleiben, weil keiner der Nachbarn Grund für eine weitere Entwicklung verkaufen würde.

Ein anderer Seedorfer Bürger befürchtete, dass die Verkehrsbelastung des Ortes durch das Gewerbegebiet extrem zunehmen wird. Gerhard Sadler (CSU) sprach das Thema Flächenverbrauch an und fragte, wer denn bei dieser Diskussion an die Landwirte denke, denen bei einer Bebauung landwirtschaftliche Flächen verloren ginge. Die Mehrheit der Räte blieb bei ihrem „Ja“ zum Gewerbegebiet.

Ebenfalls eine Änderung des Flächennutzungsplanes steht in Großberg an. Anlass ist die Notwendigkeit, einen neuen Bauhof zu errichten, weil der gegenwärtige deutlich zu klein ist. Damit hatten die Räte prinzipiell kein Problem. Gleichzeitig hätte in der Änderung aber auch die Ausweisung eines kleinen Gewerbegebiets von 3000 Quadratmetern beschlossen werden sollen, und dagegen regte sich heftiger Unmut.

Platz für neuen Bauhof

Josef Eder (CSU) forderte ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Gebiet, denn man wisse auch noch nicht, was mit dem Sportgelände passiere. Das sei jetzt ein Schnellschuss, mit dem sich die Gemeinde den Handlungsspielraum für die nächsten Jahre nehme. Einen neuen Bauhof brauche man, aber der solle dort angesiedelt sein, wo jetzt das Beachvolleyball-Feld ist. Für ein Gewerbegebiet sei das Filetstück zu schade.

Sadler forderte, dass das Thema in den Planungsausschuss soll und dann soll entschieden werden, wo er hinkommt. Bürgermeisterin Wilhelm teilte den Beschlussvorschlag auf. Bei nur drei Gegenstimmen sprachen sich die Räte dafür aus, für einen Bauhof 6000 Quadratmeter vorzusehen. Das Ansinnen, 3000 Quadratmeter für eine Gewerbefläche einzuplanen, scheiterte bei Stimmengleichheit.

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