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Engagement

Das Petten-Dorftheater wird 40

Die Schauspieler starten jetzt in ihr Jubiläumsjahr. Eine Theatertour, eine Bierprobe und zwei neue Stücke sind geplant.
Von Claudia Kreissl

Vor zehn Jahren brachte das PettenDorftheater das Komödienstadel-Stück „Die drei Eisbären“ auf die Bühne. Auch zur 40-Jahr-Feier soll es ein bayerisches Komödienfeuerwerk geben. Fotos: Kreissl
Vor zehn Jahren brachte das PettenDorftheater das Komödienstadel-Stück „Die drei Eisbären“ auf die Bühne. Auch zur 40-Jahr-Feier soll es ein bayerisches Komödienfeuerwerk geben. Fotos: Kreissl

Pettendorf.Vor vier Jahrzehnten sind die jungen Darsteller der Theatergruppe der Pettendorfer Pfarrjugend erstmals auf der Bühne gestanden. Heuer feiert die Truppe als selbstständiger Theaterverein unter dem Namen „Das PettenDorftheater“ ihr 40-jähriges Bestehen. Den Auftakt dazu bildete jetzt die Mitgliederversammlung, bei der die Weichen für das Jubiläumsjahr mit einer Reihe von Höhepunkten gestellt wurden.

Hotzenplotz steht auf dem Programm
Hotzenplotz steht auf dem Programm

Um für das Jubiläumsjahr und für die Zukunft gerüstet zu sein, hat sich der Theaterverein breiter aufgestellt. In der Mitgliederversammlung wurde einstimmig eine Satzungsänderung beschlossen, durch die die Führungsmannschaft erweitert werden kann. Bislang bildeten neben den beiden Vorsitzenden nur der Schriftführer und die Schatzmeisterin die erweiterte Vorstandschaft. Sie werden nun durch bis zu drei weitere Vorstandsmitglieder ergänzt, so dass das Vorstandsgremium auf maximal sieben Mitglieder anwachsen kann. Bei den nun aktuell anstehenden Neuwahlen wurden alle Positionen besetzt.

Der Schlosskeller
Der Schlosskeller

Weiter an der Spitze des Vereins stehen Thomas Kreissl und Conny Gerdes. Auch Schatzmeisterin Christine Schmalzbauer und Schriftführer Gerold Meyer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als weitere Vorstandsmitglieder fungieren bereits seit dem vergangenen Jahr Eva Ferstl, die einst im Kleinen PettenDorftheater erstmals auf der Bühne gestanden ist, und Stefan Koller, der seit rund 15 Jahren zum Darstellerstamm zählt. Technik-Chef Markus Schweiger wurde jetzt von den Mitgliedern neu in das Vorstandsgremium gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden zudem die beiden Kassenprüfer des Vereins, Julia Dieterle und Edgar Wich. „Mit dieser Truppe macht die Arbeit enorm viel Spaß“, freute sich Kreissl über das Engagement der Führungsmannschaft.

Theatertruppe zieht durchs Dorf

Den Auftakt ins Jubiläumsjahr bildet am 25. Mai die zweite PettenDorftheaterTour. Zur 30-Jahr-Feier vor zehn Jahren hatte die Theatertruppe erstmals dieses Veranstaltungsformat ausprobiert – und die Pettendorfer machten begeistert mit. Mit rund 200 Teilnehmern zogen die Theaterspieler durch das Dorf und präsentierten an verschiedenen Stationen Monologe, historische Szenen und kurze Stücke.

Es gibt eine Tour.
Es gibt eine Tour.

Auch am 25. Mai sollen sich Straßen und Plätze in Pettendorf wieder in eine riesige Freiluftbühne verwandeln. Begleitet von den Kneitinger Zwiefltretern ziehen die Schauspieler durch das Dorf und blicken an mehreren Stationen mit Schauspiel und Sketchen, mit Musik und Gesang nicht nur auf vier Jahrzehnte Theatergeschichte zurück, sondern beleuchten auch 500 Jahre Wirtshauskultur in Pettendorf.

Das Programm

  • Theatertour: Am 25. Mai ziehen die Pettendorfer Theaterspieler zusammen mit den Kneitinger Zwiefltretern durchs Dorf.

  • Schlosskeller: Am 27. und 28. September gibt es im Gewölbe viele Anekdoten, Geschichten und Fakten rund um das Thema Bier.

  • Kleines PettenDorftheater: Am 30. November und 1. Dezember spielt der Theaternachwuchs das Stück „Räuber Hotzenplotz.

Mit diesem Programm wird das PettenDorftheater zugleich Teil der landkreisweiten Veranstaltungsreihe KULTUR.WIRTSCHAFT sein. Unter diesem Dach findet sich auch der zweite Programmpunkt des Jubiläumsjahres, bei dem die Theatertruppe zusammen mit der Gemeindebücherei runden Geburtstag feiert. Denn die Bücherei wurde vor 30 Jahren gegründet. Gemeinsam werden die beiden Jubiläen mit zwei Abenden rund ums Thema Bier am 27. und 28. September im Pettendorfer Schlosskeller gefeiert. Witzige Anekdoten, interessante Geschichten und wissenswerte Fakten zum Gerstensaft stehen zu ausgewählten Bierproben und selbst gebackenem Bier-Brot mit bayerischen Aufstrichen auf dem Programm.

Premiere

Künstler mit dem Akkuschrauber

Seit Jahren hat das PettenDorftheater ein höchst kreatives Bühnenbau-Team. Sie stellen wahre Kunstwerke ins Rampenlicht.

Selbstverständlich zieht es die Amateurschauspieler im Jubiläumsjahr auch auf die Bühne. Passend zu 40 Jahren Theater trägt das Stück, das im November zu sehen sein wird, den Arbeitstitel „Komödienstadel 4.0“. Unter der Regie von Hubert Dennerlohr geht es dabei um Theater im Theater: Eine chaotische Tourneetheater-Truppe inszeniert eine bayerische Komödie. Dabei verschwimmen Schein und Sein, Affären, Intrigen und Skandale sorgen für ein rasantes bayerisches Komödienfeuerwerk.

Ein Traum erfüllt sich zum Abschluss des Jubiläumsjahres das Regieteam des Kleinen PettenDorftheaters. Die Nachwuchstruppe, die vor 15 Jahren gegründet wurde, zeigt das Stück „Der Räuber Hotzenplotz“ nach einer Erzählung von Otfried Preußler. Eine Kostprobe des Stückes gibt es bei der PettenDorftheaterTour zu sehen.

Verein ist gut aufgestellt

Für das Jubiläumsjahr ist der Theaterverein finanziell gut aufgestellt. Das berichtete Schatzmeisterin Christine Schmalzbauer in der Versammlung. Ihren Angaben zufolge erwies sich das vergangene Jahr als kostenintensiv, unter anderem weil allein mehr als 1000 Euro in die weitere Verbesserung der technischen Ausstattung geflossen sind. Fast 2700 Euro verschlangen zudem die aufwendige Bühnenkonstruktion und die erforderlichen Requisiten für die Komödie „Doppeltüren“, deren acht Aufführungen mehr als 1000 Besucher sehen wollten. Dazu kommen unter anderem noch knapp 1200 Euro an Aufführungsgebühren und 2000 Euro an Spenden. Insgesamt stand rund 11700 Euro an Einnahmen nahezu die gleiche Summe an Ausgaben gegenüber. Das Vereinsvermögen summiert sich auf etwa 15000 Euro.

Rund 1000 Euro wird das Petten-Dorftheater heuer an Spenden weitergeben. 500 Euro fließen wieder in den Jugendfonds, der in Gedenken an Christian Gerdes gegründet wurde, und aus dem Theaterprojekte für den Jugendtreff finanziert werden. Zudem wird ein Musikinstrument für die Nachwuchsarbeit des Jugendblasorchesters für rund 500 Euro finanziert.

Nicht mehr weitergeführt wird die Unterstützung für das Missionsprojekt von Pater Konrad Fischer in Südkorea. Nachdem der Pater und langjährige Freund des Theaters im vergangenen Jahr verstorben ist, fehlt ein Ansprechpartner, der die Verwendung der Spendengelder vor Ort sicherstellen kann.

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