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Engagement

Defi-Netz wird immer dichter

Pettendorfer Bürgerstiftung hat einen vierten Standort gefunden. Jetzt gibt es auch in Reifenthal ein lebensrettendes Gerät.
Von Claudia Kreissl

Der neue Defibrillator wurde am Haus von Arthur Meier (2. v. l.) in Betrieb genommen. Mit dabei waren (v. l.) Walter Oberleitner, Hubert Grundei und Reinhold Demleitner vom Stiftungsvorstand sowie Johanna Schönleber und Hubert Dennerlohr vom Stiftungsrat. Foto: Kreissl
Der neue Defibrillator wurde am Haus von Arthur Meier (2. v. l.) in Betrieb genommen. Mit dabei waren (v. l.) Walter Oberleitner, Hubert Grundei und Reinhold Demleitner vom Stiftungsvorstand sowie Johanna Schönleber und Hubert Dennerlohr vom Stiftungsrat. Foto: Kreissl

Pettendorf.Die Bürgerstiftung Pettendorf knüpft weiter an ihrem Netz für Defibrillatoren. In Reifenthal wurde der mittlerweile vierte Standort für eines der lebensrettenden Geräte in Betrieb genommen. Der Defibrillator steht zentral im Ort an der Regensburger Straße der Öffentlichkeit für Notfälle zur Verfügung. Weitere Defibrillatoren gibt es bereits am Schwetzendorfer Weiher, in Pettendorf und Kneiting.

Nicht ganz einfach war die Suche nach neuen Standorten im Gemeindegebiet, nachdem das bislang letzte Gerät schon vor eineinhalb Jahren am Kneitinger Dorfhaus installiert worden war. Schließlich sollen die Defibrillatoren an zentralen Orten und gut erreichbar stationiert werden. Hinzu kommt, dass ein Stromanschluss erforderlich ist, wenn der Defibrillator nicht in einem rund um die Uhr öffentlich zugänglichen Gebäude untergebracht werden kann. Denn dann wird eine Thermobox benötigt, die dafür sorgt, dass die Akkus keinen Schaden nehmen, wenn es sehr kalt ist. Das ist beispielsweise bei den Defibrillatoren am Kiosk beim Schwetzendorfer Weiher und am Kneitinger Dorfhaus der Fall. Ohne Thermobox kommt das Gerät im Vorraum der neuen Pettendorfer Bücherei aus.

Fündig geworden ist die Bürgerstiftung in Reifenthal jetzt mitten im Ort – dank des Entgegenkommens von Arthur Meier. Er erklärte sich bereit, an seinem Wohnhaus an der Regensburger Straße schräg gegenüber der Pizzeria eine Thermobox samt Defibrillator anbringen zu lassen. „Das ist eine tolle Sache“, freute sich Vorstandsvorsitzender Reinhold Demleitner bei der Inbetriebnahme des Geräts.

Kostenlos zur Verfügung gestellt

Schnell und unbürokratisch hatte Meier der Anfrage der Bürgerstiftung zugestimmt. „Das war für mich selbstverständlich“, betonte der Reifenthaler, der den Standort kostenlos zur Verfügung stellt. Für die Bürgerstiftung fallen nur die Strom- und Unterhaltskosten an. Alle Fragen rund um die Anbringung des Geräts wurden in einem Mustervertrag geregelt, der nun auch für künftige Standorte an privaten Gebäuden genutzt werden kann.

Im Notfall

  • Selbsterklärend:

    Der Defibrillator in Reifenthal ist wie alle Geräte des Pettendorfer Defi-Netzes selbsterklärend. In Bild und Ton werden auch unerfahrenen Helfern alle Schritte erklärt, so dass sie nichts falsch machen können.

  • Schlüssel:

    Im Notfall muss nur die Scheibe eines kleinen roten Kästchens neben der Thermobox eingeschlagen werden. Dort befindet sich der Schlüssel für die Box.

Der Vorstandsvorsitzende hofft, dass sich nun vielleicht auch in anderen Orten der Gemeinde Privatleute finden, die auf ihrem Grundstück oder an ihrem Haus einen geeigneten Platz für eines der lebensrettenden Geräte zur Verfügung stellen können. Denn insbesondere in Adlersberg gestaltet es sich bislang schwierig, einen Standort zu finden. Die Mitglieder des Vorstands und des Stiftungsrats haben hier ihre Fühler bereits in mehrere Richtungen ausgestreckt, bislang erwies sich jedoch keine der ins Auge gefassten Lösungen als durchführbar.

Trotzdem kann das Defibrillatoren-Netz bereits demnächst weiter ausgebaut werden. Denn für Mariaort ist bereits eine Lösung unter Dach und Fach. Sowohl ein Standort als auch ein Sponsor sind dort für einen weiteren Defibrillator gefunden.

Unterstützung durch Firmen

Dass das Defi-Projekt der Bürgerstiftung insbesondere auch von Firmen sehr gut unterstützt wird, freut den Vorstandsvorsitzenden Demleitner ganz besonders. Insgesamt vier der bald fünf Geräte im Gemeindegebiet wurden ganz oder zum Teil von Unternehmen finanziert. Zudem war stets auch die Gemeinde mit im Boot. So haben Mitarbeiter des Bauhofs immer wieder Handwerkerarbeiten übernommen und für zwei der Standorte trägt die Gemeinde die Stromkosten.

Einzig den neuen Defibrillator in Reifenthal hat die Stiftung vollkommen aus eigenen Mitteln angeschafft. Rund 3100 Euro kostete das Gerät inklusive Thermobox. Doch auch das ist für den Vorstandsvorsitzenden ein wichtiges Signal: „Denn so sehen all die Bürger und Vereine, die übers Jahr hinweg an uns spenden, dass ihr Geld direkt den Bürgern in Pettendorf zugute kommt.“ Dass die Spendenbereitschaft nach wie vor sehr groß ist, zeigt die Bilanz des Jahres 2018. Rund 4000Euro flossen neben den Zustiftungen zum Kapitalstock an die Stiftung.

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