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Asyl

Flüchtling darf Ausbildung wohl beenden

Für den afghanischen Top-Lehrling in einem Pettendorfer Betrieb gab es positive Signale von der Ausländerbehörde.
von Walter Schießl

Zabihullah Adib und sein Lehrherr Michael Achhammer mit dem Schreiben der Behörde. Foto: Schiessl
Zabihullah Adib und sein Lehrherr Michael Achhammer mit dem Schreiben der Behörde. Foto: Schiessl

Pettendorf.Das Signal, das der 20-jährige Kfz-Lehrling Zabihullah Adib am Montagmorgen bei seinem Termin in der Ausländerbehörde der Regierung erhalten hat, stimmt ihn und seinen Lehrherrn Michael Achhammer einigermaßen optimistisch. Denn, so wurde dem aus Afghanistan stammenden junge Mann zugesichert und in einer Niederschrift bestätigt, sollten sich bei der Sicherheitsüberprüfung keine Einwände ergeben haben, wird er seine vor eineinhalb Jahren begonnene Ausbildung im Pettendorfer Kfz-Betrieb beenden können und dann noch die Möglichkeit haben, zwei Jahre dort arbeiten können. Das wurde ihm von Seiten der Regierung versichert, wie zu erfahren war. Das entspricht auch der geltenden 3-plus-2-Regelung.

„Das wäre ein Riesen-Erfolg für unseren Top-Lehrling“, sagt Michael Achhammer, der ebenso wie seine 24 anderen Angestellten in höchsten Tönen von den Leistungen des jungen Mannes schwärmt.

Petition an den Landtag

„So einen Lehrling hatten wir fast noch nie“, sagt Achhammer und fügt an, „und genau der sollte nach Auffassung der Ausländerbehörde das Land wieder verlassen müssen und abgeschoben werden“. Das will einem nicht in den Kopf.

Die Behandlung Zabihullah Adibs durch die Ausländerbehörde hatte nicht nur seinen Lehrherrn aufgebracht, auch zahlreiche Pettendorfer und Bürgermeister Eduard Obermeier (FW) sicherten nach dem Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung dem Afghanen ihre volle Unterstützung zu. Die beiden Pettendorfer Edith und Friedrich Manz kündigten an, eine Petition an den Landtag zu verfassen, um das Verbleiben des jungen Mannes zu erreichen. Es könne doch nicht sein, dass die Straftäter unbehelligt im Land bleiben dürfen und die Anständigen wolle man abschieben, sagt Edith Manz. (ws)

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