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Heimat

Fotokalender zeigt Pettendorf

20 Hobbyfotografen beteiligten sich an einem Fotowettbewerb. Für 2019 ist bereits eine Neuauflage der Aktion geplant.
Von Claudia Kreissl

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Thomas Kreissl, und Verwaltungsleiter Martin Antretter präsentieren den Fotokalender. Foto: Claudia Kreissl
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Thomas Kreissl, und Verwaltungsleiter Martin Antretter präsentieren den Fotokalender. Foto: Claudia Kreissl

Pettendorf.Nicht nur die Nähe zu Regensburg macht Pettendorf für seine Bürger so attraktiv. Auch die Landschaft hat ihren Reiz. Ob das in unmittelbarer Nähe zur Donau gelegene Kneiting oder das in einer sanften Hügellandschaft eingebettete Pettendorf: Schöne Ansichten gibt es in der gut 3500 Einwohner zählenden Gemeinde viele. 13 überaus reizvolle Perspektiven sind jetzt im ersten Pettendorfer Fotokalender zu finden, den die Bürgerstiftung zusammen mit dem bürgerschaftlich getragenen Projekt „Pettendorf blüht“ auf die Beine gestellt hat.

„Die Bürger haben einen tollen Blick für ihre Heimat“, stellte Thomas Kreissl stellvertretend für das Organisationsteam bei der Präsentation des Kalenders in den neuen Räumlichkeiten der Bücherei St. Margaretha fest. Vorausgegangen war dem Kalender ein Fotowettbewerb, der Anfang des Jahres ausgelobt worden war. Mehr als 20 Hobbyfotografen fühlten sich angesprochen und reichten bis Ende September mehr als 50 Aufnahmen aus dem Gemeindebereich ein.

Birgit Rosenbusch: Die junge Mutter aus Hinterberg steuerte das Oktober-Motiv bei – eine Walnuss, die kurz davor ist, aus ihrer Fruchthülle zu fallen. Foto: Claudia Kreissl
Birgit Rosenbusch: Die junge Mutter aus Hinterberg steuerte das Oktober-Motiv bei – eine Walnuss, die kurz davor ist, aus ihrer Fruchthülle zu fallen. Foto: Claudia Kreissl

Aus den vielen Einsendungen zwölf Motive für die jeweiligen Monate und ein zusätzliches als Titelblatt auszuwählen, war nicht leicht, gestand Bürgermeister Eduard Obermeier bei der kleinen Feierstunde, zu der alle teilnehmenden Fotografen eingeladen waren. Als Jurymitglieder vor der Qual der Wahl standen neben Obermeier auch Verwaltungsleiter Martin Antretter, die Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Pettendorf, Reinhold Demleitner und Thomas Kreissl, sowie die Projektleiterin von „Pettendorf blüht“, Gaby Vetter-Löffert.

Blick für die Natur

Der Schwerpunkt bei den eingereichten Bildern lag auf der Natur, stellte Kreissl fest. Deshalb habe sich die Jury letztlich dafür entschieden, den ersten „Pettendorfer Fotokalender 2019“ mit Naturbildern quer durch die Jahreszeiten zu schmücken. „Die Motive zeigen hervorragend, was die Gemeinde ausmacht, und sie passen auch wunderbar zu Pettendorf blüht“, fügte Bürgermeister Obermeier hinzu.

„Die Bürger haben einen tollen Blick für ihre Heimat.“

Thomas Kreissl, Stellvertretender Vorsitzender der Bürgerstiftung Pettendorf

Bereits das Titelbild bestätigt Obermeiers Feststellung. Im Zentrum des Bildes von Helmut Gruchmann steht die Pettendorfer Kirche, die er durch blühenden Raps hindurch fotografiert hat. Den Monat Dezember schmückt ein stimmungsvoller Blick auf das verschneite Kneiting, der Mai zeigt eine grüne Gartenidylle, im Mittelpunkt des Oktober-Bildes steht eine reife Walnuss, die kurz davor ist, aus ihrer grünen Fruchthülle zu fallen. Festgehalten hat diesen Moment Birgit Rosenbusch mit ihrer Kamera. Alle Fotografen, die Bilder für den Fotowettbewerb eingereicht haben, bekamen bei der Präsentation einen druckfrischen Kalender als Dankeschön für die Teilnahme. Für die 13 Fotografen, die es mit ihren Bildern in den ersten „Pettendorfer Fotokalender“ geschafft haben, gab es darüber hinaus ihr Motiv als Acrylglasbild.

Helmut Gruchmann: Sein Bild von der Pettendorfer Kirche, durch Rapsblüten hindurch fotografiert, ziert das Titelblatt des Pettendorfer Fotokalenders. Foto: Claudia Kreissl
Helmut Gruchmann: Sein Bild von der Pettendorfer Kirche, durch Rapsblüten hindurch fotografiert, ziert das Titelblatt des Pettendorfer Fotokalenders. Foto: Claudia Kreissl

Der Kalender, den es in den Formaten DIN-A3 und DIN-A4 gibt, kann ab sofort gegen eine Spende zugunsten der Bürgerstiftung Pettendorf im Rathaus und in der Bücherei St. Margaretha während der üblichen Öffnungszeiten erworben werden. Auch beim Adventsmarkt am kommenden Samstag in Kneiting wird der Fotokalender am Stand der Bürgerstiftung präsentiert. „Im nächsten Jahr gibt es voraussichtlich eine Neuauflage des Fotowettbewerbs“, kündigte Kreissl an, der für die Gestaltung verantwortlich zeichnete. Den Druck übernahm die Offsetdruckerei Haas aus Kneiting. Alle Siegerbilder gibt es in Kürze übrigens auch im Treppenhaus der neuen Bücherei zu bewundern. Der Pettendorfer Fotokalender ist aber nur eine von mehreren Aktionen, die heuer im Rahmen von „Pettendorf blüht“ verwirklicht wurden.

Neun Hektar Blühflächen

Jörg Mayer: Mystisch mutet das November-Motiv an. Langsam verdrängen die Strahlen der Sonne den morgendlichen Nebel in Pettendorf. Foto: Claudia Kreissl
Jörg Mayer: Mystisch mutet das November-Motiv an. Langsam verdrängen die Strahlen der Sonne den morgendlichen Nebel in Pettendorf. Foto: Claudia Kreissl

Um beispielsweise Landwirte über die Fördermöglichkeiten des bayerischen Kulturlandschaftsprogramms zu informieren, holte Projektleiterin Gaby Vetter-Löffert den Wildlebensraumberater Balduin Schönberger nach Pettendorf. Der Infotag trug Früchte: Neun Hektar Blühflächen legten Landwirte inzwischen im Gemeindegebiet an, zog Vetter-Löffert Bilanz. Auf großes Interesse bei den Kindern stieß ein Besuch des Kollerhofes im Schwaighauser Forst, der nach ökologischen Richtlinien geführt wird. Eine Erfolgsgeschichte ist auch die Gartenmappe, die von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins und der Bund Naturschutz-Ortsgruppe zusammengestellt wurde.

Die Mappe enthält neben vielen Tipps zu einer bienenfreundlichen Gartengestaltung auch ein Samentütchen für einen Schmetterlings- und Wildbienensaum. Interessierte Bürger können die Mappe im Rathaus abholen. In Zusammenarbeit mit der Gemeindebücherei St. Margaretha wurde außerdem die neu geschaffene Bienenbibliothek mit Medien für Kinder und Erwachsene ausgestattet. Eine Fundgrube zum Thema Bienen und Wildbienen sind auch die beiden Bienenkoffer, die im Rahmen von „Pettendorf blüht“ für den Kindergarten und die Grundschule angeschafft wurden.

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