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Bürgerversammlung

Hortplätze sind heiß begehrt

Im September wurde der Anbau an der Grundschule in Pettendorf fertiggestellt. Alle 50 Plätze sind bereits belegt.
Von Claudia Kreissl

Alle 50 Hortplätze in der Grundschule Pettendorf sind aktuell belegt. Fotos: Archiv/Kreissl
Alle 50 Hortplätze in der Grundschule Pettendorf sind aktuell belegt. Fotos: Archiv/Kreissl

Pettendorf.Rund 1,2 Millionen Euro hat der Schulverband Pettendorf-Pielenhofen heuer in den Hortanbau an der Grundschule in Pettendorf investiert. Statt bislang 25 können seit September jetzt 50 Schülerinnen und Schüler das Betreuungsangebot am Nachmittag in Anspruch nehmen, für das die Johanniter verantwortlich zeichnen. Doch 50 Hortplätze reichen noch immer nicht aus, befürchtete ein Familienvater, der sich bei der Bürgerversammlung in Pettendorf zu Wort meldete.

Lediglich fünf der aktuell 50 Hortkinder verlassen seinen Angaben zufolge zum Schuljahresende die Grundschule und machen somit Platz für neue Hortkinder. Da Geschwisterkinder Vorrang bei der Vergabe der freien Hortplätze haben, befürchtete der Pettendorfer, für sein Kind leer auszugehen. „Meine Frau und ich sind beide berufstätig. Wie soll es im Herbst weitergehen?“, fragte er Bürgermeister Eduard Obermeier. „Wenn die Plätze nicht ausreichen, werden wir als Kommune handeln müssen“, erwiderte das Gemeindeoberhaupt. Sollte der Bedarf über das Angebot hinausgehen, schlug Obermeier vor, die Mittagsbetreuung an der Grundschule wieder zu verlängern. Die Ferienbetreuung könnte über den Hort abgedeckt werden. Konkrete Aussagen könnten allerdings erst getroffen werden, wenn der genaue Bedarf für das kommende Schuljahr feststeht, sagte der Bürgermeister.

„Unterm Strich reicht die Förderung bei weitem nicht aus.“

Eduard Obermeier, Der Bürgermeister zur finanziellen Förderung des Hortanbaus

Um die Schulwegsicherheit sorgte sich eine junge Mutter aus Pettendorf. Sie erkundigte sich, ob entlang des „Schulgangerls“ – ein Weg, der vom Parkplatz beim Rathaus zur Grundschule führt – das Anbringen einer Beleuchtung geplant sei. Da die Kinder am Ende des „Schulgangerls“ die Schlossstraße überqueren müssen, um zum Schulgebäude zu gelangen, schlug die Mutter zudem vor, wieder farbige Trittspuren auf den Asphalt aufzubringen, um die Autofahrer auf querende Kinder aufmerksam zu machen. Vom Erfolg dieser Farbspuren auf der Straße zeigte sich Obermeier skeptisch. Diese Fußabdrücke auf der Straße könnten seiner Meinung nach auch dazu führen, dass sich die Kinder in falscher Sicherheit wiegen, denn: „Verkehrsrechtlich hat diese Markierung keinerlei Bedeutung.“

Anfragen zum Schulweg

Gefährlich für die Kinder sei auch das Überqueren der viel befahrenen Kreisstraße in Schwetzendorf – trotz markierten Schülerübergangs, meldete sich ein anderer Bürger zu Wort. Um die Durchfahrtsgeschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren, wurde an der Ortseinfahrt, von Rohrdorf kommend, bereits eine Verschwenkung eingebaut und an der Einfahrt von Reifenthal kommend ein Dialogdisplay montiert, erwiderte der Bürgermeister. Obermeier verwies auf die Möglichkeit, dass der Einsatz von Elternlotsen in diesem Bereich für mehr Sicherheit sorgen könnte.

Themen aus der Bürgerversammlung

  • Schulgangerl:

    Nachdem der Grunderwerb abgeschlossen ist, wird die Gemeinde den Weg nächstes Jahr sanieren.

  • Gefahrenstelle:

    Die Querung der Kreisstraße in Schwetzendorf sorgte erneut für Gesprächsstoff.

  • Lehrpfad:

    Christian Wensauer vom Pettendorfer Umweltforum stellte die Pläne für den Bienenlehrpfad vor.

In Kneiting beschäftigte die Bürger das Dauerthema Einkaufsmarkt. Die Gemeinde werde diesbezüglich nicht mehr aktiv, betonte Obermeier. Viele Gespräche seien mittlerweile schon im Sand verlaufen, weil sich Investor und Grundstückseigentümer nicht einigen können.

Für Unmut sorgte die unterschiedliche Beschilderung des Radwegs entlang der Donau. Von Mariaort und Kneiting aus ist der Weg nach Regensburg lediglich frei für Fußgänger, Radfahrer und Anlieger. In entgegengesetzter Richtung dürfen laut Beschilderung auch Mofas den Weg befahren, bemerkte ein Kneitinger Bürger. Bürgermeister Obermeier versprach, die Sachlage zu klären.

Einen Ausblick auf die anstehenden Projekte des Umweltforums gaben bei der Bürgerversammlung die beiden Vorsitzenden Christian Wensauer und Evi Sturm. Bewährtes wie die Organisation des „Rama dama“ und der Kulturherbst werden demnach auch unter der neuen Führungsriege fortgesetzt. Darüber hinaus wird es im Juli wieder einen „Runden Tisch“ geben, diesmal im Herzen des Neubaugebiets „Pettendorf Südwest“, kündigte Wensauer an.

Umweltforum hat viel vor

Unter dem Motto „Die Wege sind kurz!“ werden sich die Mitglieder des Umweltforums außerdem den Wanderwegen in der Gemeinde widmen. Bei gemeinsamen Exkursionen sollen den Bürgern schöne Wanderwege vor der Haustüre in Erinnerung gerufen und „neue Schleichwegerl“ vor Augen geführt werden. Aufklärungs- und Informationsarbeiten möchten Wensauer und Sturm auch in punkto Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien leisten. „Es gibt noch zu viele Dächer, die nach Süden ausgerichtet, aber noch ohne Photovoltaikanlage sind“, erklärte Wensauer. Nur rund neun Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Pettendorf werde aktuell über Photovoltaikanlagen gewonnen, so der Vorsitzende des Umweltforums auf. Ein weiteres Thema ist 2019 die Umsetzung des Bienenlehrpfads. Der markierte Weg führt vom Parkplatz beim Tierheim über Hinterberg und Hummelberg nach Adlersberg und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Entlang des Wegs sollen Schautafeln über Wild- und Honigbienen informieren und darüber, warum diese Insekten so wichtig für uns Menschen sind.

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