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Lesen liegt weiter im Trend

Die Kreisarbeitsgemeinschaft des Sankt Michaelsbundes zog in Pettendorf Bilanz. 142 000 Besucher kamen in die 19 Büchereien.
Von Claudia Kreissl

Reinhold Demleitner (links) präsentiert den Vertreterinnen der Michaelsbund-Büchereien im Landkreis die neuen Räume der Pettendorfer Bücherei. Foto: Kreissl
Reinhold Demleitner (links) präsentiert den Vertreterinnen der Michaelsbund-Büchereien im Landkreis die neuen Räume der Pettendorfer Bücherei. Foto: Kreissl

Pettendorf.Lesen ist weiterhin angesagt! Im vergangenen Jahr verzeichneten die 19 Büchereien des Sankt Michaelsbundes, die sich landkreisweit zu einer Kreisarbeitsgemeinschaft (KAG) zusammengeschlossen haben, stolze 378 500 Entleihungen und 142 000 Besucher. Diese Zahlen präsentierte KAG-Vorsitzender Reinhold Demleitner bei der Frühjahrstagung.

Der Sankt Michaelsbund ist ein katholischer Büchereiverband, der rund 1000 Büchereien in ganz Bayern betreut. Im Landkreis Regensburg decken die 19 überwiegend ehrenamtlich geführten Mitgliedsbüchereien gut die Hälfte der Gesamteinwohnerzahl ab. 5,2 Millionen Menschen fanden im vergangenen Jahr bayernweit den Weg in eine der Michaelsbund-Büchereien, berichtete Demleitner. „Das sind mehr Besucher als Zuschauer zu den Fußballspielen der bayerischen Mannschaften in den drei Bundesligen kamen“, machte der KAG-Vorsitzende deutlich. Was die Ausleihzahlen im Landkreis Regensburg anbelangt, liegt die Marktbücherei Schierling seit Jahren unangefochten an der Spitze. Die Bibliothek mit ihren 1616 aktiven Lesern und 16 981 Medien verzeichnete im vergangenen Jahr stolze 89 937 Entleihungen.

Ausleihzahlen sind gestiegen

Insgesamt sind die Ausleihzahlen aller Büchereien der KAG 2018 um rund 4700 angestiegen. Mit einem satten Plus von gut 27 Prozent verzeichnete die Gemeindebücherei St. Margaretha, Demleitners Heimatbücherei in Pettendorf, den stärksten Zuwachs. In Zahlen ausgedrückt stiegen die Ausleihzahlen von 9241 im Jahr 2017 auf 11 771 zum Jahresende 2018 an. Der sprunghafte Anstieg ist auf den Umzug und neue und moderne Räumlichkeiten zurückzuführen, erklärte Demleitner. Doch längst nicht alle Büchereien durften sich über steigende Zahlen freuen. Einen Rückgang um rund 30 Prozent musste beispielsweise die Pfarr- und Gemeindebücherei Deuerling hinnehmen. Die Entleihungen sanken von 7910 auf 5487 im Jahr 2018. Im Schnitt sollen die Medien einer Bücherei eineinhalb bis drei Mal im Jahr über die Ausleihtheke wandern, sagte Demleitner. Deshalb gab der KAG-Vorsitzende den Büchereimitarbeiterinnen als Ratschlag mit auf den Weg, den Medienbestand regelmäßig zu durchforsten und Ladenhüter oder in die Jahre gekommene Medien konsequent auszusondern – auch wenn es manchmal schwerfalle.

Zehn der 19 Büchereien sind mittlerweile im Besitz des Büchereisiegels in Silber oder Gold. Mit diesem Zertifikat zeichnet der Sankt Michaelsbund ehren- und nebenamtlich geführte Büchereien in Orten bis zu 10 000 Einwohner aus, wenn sie mindestens 12 von insgesamt 15 Punkten aus seinem Kriterienkatalog erfüllen. Zu den Anforderungen gehören beispielsweise das Erstellen eines Jahresberichtes, regelmäßige Mitarbeitertreffen und Fortbildungen und mindestens sechs Stunden Öffnungszeit an wenigstens drei Tagen. Auch die Räumlichkeiten einer Bücherei und die Unterbringung ihrer Medien fließen in die Bewertung ein. Letzteres liege in der Regel nicht in der Hand der Büchereileiter, räumte Demleitner ein und forderte die Mitarbeiterinnen dennoch auf, bei Bedarf das Gespräch mit den Trägern zu suchen, um notwendige Verbesserungen zu erzielen.

Gold für vier Büchereien

Alle 15 Anforderungspunkte des Sankt Michaelsbundes erfüllt derzeit lediglich die Gemeindebücherei St. Margaretha in Pettendorf. Ebenso wie die Gemeindebücherei Donaustauf, die Gemeinde- und Pfarrbücherei Obertraubling und die Bücherei Sünching (jeweils 14 Punkte) wurde sie mit dem Büchereisiegel in Gold ausgezeichnet. Büchereien seien keine Museen für Bücher, machte Pettendorfs Bürgermeister Eduard Obermeier deutlich. Durch ihren Umzug in die neuen Räumlichkeiten sei die Bücherei in Pettendorf mittlerweile zu einem gut besuchten Treffpunkt für die Besucher geworden. „Ihre ehrenamtliche Arbeit ist enorm wichtig für die Kommunen und kann gar nicht hoch genug wertgeschätzt werden“, wandte er sich an die Büchereimitarbeiter und Büchereimitarbeiterinnen.

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