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E-Carsharing

Pettendorf fährt ab sofort mit Strom

Der nördliche Landkreis Regensburg erhält ersten „Kerl“-Standort. Registrierte Nutzer können dort ein Elektroauto leihen.
Von Lea Zitzmann

Zur Einweihung des Elektroautos in Pettendorf trafen sich Dr. André Zorger, Michael Achhammer, Tanja Schweiger, Eduard Obermeier, Ludwig Meier, Maria Politzka, Karl Ferstl und Stefan Sulzenbacher (v. l. n. r.). Foto: Stefanie Sturm
Zur Einweihung des Elektroautos in Pettendorf trafen sich Dr. André Zorger, Michael Achhammer, Tanja Schweiger, Eduard Obermeier, Ludwig Meier, Maria Politzka, Karl Ferstl und Stefan Sulzenbacher (v. l. n. r.). Foto: Stefanie Sturm

Pettendorf.Das Projekt „e-Carsharing“ im Landkreis Regensburg wächst weiter. Am Mittwoch war der Startschuss in den Gemeinden Pettendorf, Schierling und Neutraubling, wo registrierte Nutzer ab sofort je ein Auto ausleihen können. Pettendorfs erster Bürgermeister Eduard Obermeier blickt der Elektroautovermietung zuversichtlich entgegen: „Wir bei der Gemeinde freuen uns über das neue E-Fahrzeug.“

Mit den drei neuen Fahrzeugen können mittlerweile fünf Elektroautos im Landkreis Regensburg gemietet werden. Bis Ende des Jahres sollen vier weitere dazu kommen. Die im Juni beziehungsweise im Juli übergebenen Fahrzeuge, die in Wiesent und am Landratsamt in Regensburg stehen, erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. „In der Gesamtfahrzeit der beiden E-Autos von neun Monaten sind sie bereits 31 000 Kilometer gefahren worden“, sagte Maria Politzka, Geschäftsführerin der Kommunalen Energie-Gesellschaft Regensburger Land (Kerl eG) auf MZ-Anfrage. Auch die Nutzerzahl des Buchungsportals „heyearl“, über das die Elektrofahrzeuge reserviert werden können, ist von 600 Nutzern im Juli auf 800 im Oktober gestiegen. „Wir merken, dass das Projekt im Landkreis gut ankommt“, so Politzka.

Der Vertrag läuft zwei Jahre

Der Vertrag für den e-Golf mit der Gemeinde Pettendorf läuft für die nächsten zwei Jahre. „Man muss abwarten, wie sich die Elektrofahrzeugbranche in den nächsten Jahren entwickelt“, sagt Obermeier. Erst dann könne man entscheiden, ob der e-Golf weiterhin in Pettendorf stationiert bleiben soll. Zunächst ist der Bürgermeister aber gespannt, wie sich die Nutzungszahlen in seiner Gemeinde entwickeln werden. „In Pettendorf ist ein eigenes Auto quasi ein Muss, je nachdem, wo man arbeitet oder zur Schule geht“, gibt er zu. Er hofft trotzdem, dass das Mietangebot des e-Fahrzeugs vor allem als Alternative zu einem Zweitwagen genutzt wird. Auch die Mitarbeiter der Verwaltung der Gemeinde Pettendorf planen, das Elektroauto für anfallende Dienstwege zu nutzen, so Obermeier.

Zur Übergabe des neuen e-Golfs von VW haben sich in Pettendorf Bürgermeister Eduard Obermeier, Landrätin Tanja Schweiger, Kerl-Geschäftsführerin Maria Politzka, weitere Vertreter von Kerl und den Sponsoren des Pettendorfer Autos – der Mittelbayerischen Treuhandgesellschaft (MTG), des Bayernwerks und der Jura Automobile Pettendorf – getroffen.

Standort beim Autohaus Jura Automobile

Standort des Autos ist die E-Ladesäule des Autohauses Jura Automobile, die schon vor einigen Jahren eröffnet wurde. Landrätin und Bürgermeister sprachen beim Vor-Ort-Termin Grußworte. An dieser Säule kann das Auto nach der Fahrt auch wieder „getankt“ werden. Der Strom ist im Preis – einer Gebühr, die nach der Nutzungszeit berechnet wird – inklusive.

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