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PETTENDORF

Segnung der neuen Bücherei der Gemeinde

Hell und geräumig präsentiert sich die Gemeindebücherei St. Margaretha nach ihrem Umzug ins ehemalige Sparkassengebäude.
Claudia Kreissl

Pfarrer Norbert Pabst (rechts) und Pfarrer Stefan Drechsler segnen die neuen Räume Foto: Kreissl
Pfarrer Norbert Pabst (rechts) und Pfarrer Stefan Drechsler segnen die neuen Räume Foto: Kreissl

PETTENDORF.Helle Räume, gemütliche Leseecken und viel Platz für Medien: So präsentiert sich die Gemeindebücherei St. Margaretha nach ihrem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Sparkassen-Gebäude. „Der Bibliothekslandschaft wurde jetzt ein weiteres Schmuckstück hinzugefügt“, brachte es Büchereileiter Reinhold Demleitner bei den Eröffnungsfeiern freudestrahlend auf den Punkt.

Demleitner dankte in seiner Rede Bürgermeister Eduard Obermeier und dem Gemeinderat für die Bereitschaft, die Umbau- und die Einrichtungskosten zu schultern. „Wir werten dies als Anerkennung unserer Arbeit in den zurückliegenden 29 Jahren.“ Nicht nur dem Büchereiteam, sondern auch den Leseratten der Gemeindebücherei steht nun deutlich mehr Platz zur Verfügung. Betrug die nutzbare Fläche im Pfarrheim rund 84 Quadratmeter, ist es nun fast das Doppelte, ließ Demleitner die Zuhörer wissen. Barrierefrei ist lediglich das Erdgeschoss zu erreichen. Allerdings habe die Gemeinde bei der Planung und Ausführung der neuen Räume bereits Vorkehrungen für eine spätere barrierefreie Erschließung des Obergeschosses getroffen, sagte Demleitner weiter.

Der Bürgermeister verwies darauf, dass Gemeinschaft Räume brauche. „Das Ehrenamt braucht Platz“, machte er deutlich. Denn Engagement sei auch abhängig von den Rahmenbedingungen, die es vorfinde. Und in der Gemeinde Pettendorf gebe es viele Menschen, die bereit seien zum Wohle der Gemeinschaft etwas zu tun. Eröffnet hatte die Feierlichkeiten der Schulchor unter Leitung von Maria Maier mit dem Lied „Der Bücherwurm“. Demleitner wies darauf hin, dass eine moderne Bücherei längst nicht mehr nur eine Garage für Medien sein könne. Eine Bücherei brauche heute Räume, die ihren Nutzungszweck erfüllen, aber die auch Aufenthaltsqualität hätten, damit sich Menschen darin wohlfühlen.

Auf eine ansprechende aber auch wirtschaftlich vertretbare Umsetzung des Projekts verwies Bürgermeister Obermeier. Die veranschlagten Kosten von 175 000 Euro wurden seinen Angaben zufolge eingehalten. Zu verdanken war dies auch den großzügigen Zuschüssen durch den St. Michaelsbund.

Michael Sanetra, der Leiter der Landesfachstelle des Michaelsbunds, beantwortete die Frage, warum Büchereien heute noch so wichtig sind. „In Büchereien lernt man lesen“, machte er deutlich und verwies darauf, dass lesen die wichtigste Kulturtechnik sei. Zudem verriet Sanetra, dass er zuletzt zweimal überregional mit der Bücherei Pettendorf angegeben habe. Einmal weil eine so kleine Bücherei mit ihrer neu aufgebauten Bienenbibliothek ein Vorzeigeprojekt im Bereich Umweltbildung geschultert habe. Und weil der Umzug in das von der Sparkasse aufgegebene Gebäude ein positives Beispiel für Leerstandsinitiative sei. Den kirchlichen Segen für die neuen Räume spendeten Pfarrer Norbert Pabst und Pfarrer Stefan Drechsler, der als Geschenk eine Bibel mitgebracht hatte. „Denn eine Bibel ist in Wahrheit eine ganze Bibliothek zwischen zwei Buchdeckeln“, betonte Drechsler. (lck)

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