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Sanierung

Straßen sind weitgehend in gutem Zustand

Das Ergebnis der Straßenzustandserfassung ist da. Bei rund 23 Prozent der Fahrwege bestehe Handlungsbedarf.

Auf Pettendorf kommen einige Straßensanierungen zu. Foto: Kreissl
Auf Pettendorf kommen einige Straßensanierungen zu. Foto: Kreissl

Pettendorf.Gut zwei Jahre musste die Gemeinde auf das Ergebnis der Straßenzustandserfassung warten. Nun liegt das Resultat der Erfurter Firma Lehmann und Partner vor. Die Untersuchung, die Kai Weltzien im Gemeinderat vorstellte, macht zwar deutlich, dass es der Kommune in Zukunft nicht an Baustellen mangeln wird. Immerhin besteht bei rund 23 Prozent der Fahrwege über kurz oder lang Handlungsbedarf. Sie zeigt aber auch, dass sich knapp 30 Prozent der gemeindlichen Straßen und Wege in einem sehr guten Zustand und weitere 47 Prozent in einem guten Zustand befinden.

Zwei Tage lang wurden die Gemeindestraßen im vergangenen Jahr mit einem Hightech-Fahrzeug befahren, zu dessen Ausrüstung unter anderem mehrere Kameras gehörten, die alle fünf Meter Bilder aus vier verschiedenen Kameraeinstellungen machte. Dabei wurde nicht nur die Fahrbahnoberfläche gescannt und fotografiert, sondern auch die Umgebung, sagte Weltzien.

44 Kilometer Straßen erfasst

Per Knopfdruck kann sich die Verwaltung künftig beispielsweise buchstäblich ein Bild davon machen, wo die 1206 erfassten Bäume auf dem Gemeindegrund verteilt sind oder die 509 Einlauf- und Sinkkästen sowie die 475 aufgestellten Verkehrszeichen. Rund 62 Kilometer beträgt das Straßennetz der Gemeinde, führte Weltzien aus, befahren und dokumentiert wurden 44 Kilometer. Anhand der erfassten Daten wurden die Straßen in fünf Kategorien unterteilt – von sehr gut bis hin zu sehr schlecht. Obwohl die Kommune keine extrem schlechten Straßen ihr Eigen nennt, riet der Fachmann den Räten, kontinuierlich mit Ausbesserungsmaßnahmen zu beginnen.

„Nutzen Sie die Möglichkeit zu frühzeitigen Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten, das erspart teure Komplettsanierungen.“ Christian Schweiger (FW) erkundigte sich, wie die Bewertung der Straßen zustande gekommen ist. Weltzien erwiderte, dass die Bewertung nicht eigenmächtig, sondern anhand von allgemein gültigen Parametern vorgenommen wurde. Auf Anfrage von Fritz Amann (CSU) empfahl der Fachmann eine Folgebefahrung im Turnus von etwa sieben Jahren, um die erworbenen Daten zu aktualisieren.

Quellenweg wird repariert

Mit großer Mehrheit sprach sich das Gremium für die Sanierung eines Teilbereichs des Quellenweges in Schwetzendorf aus. Die schmale Straße führt von Schwetzendorf über Altenried in Richtung Oppersdorf und Kareth. Ein Großteil der Gemeindeverbindungsstraße liegt im Zuständigkeitsbereich der Marktgemeinde Lappersdorf, doch besonders marode ist ein knapp 100 Meter langes Stück zwischen Schwetzendorf und Altenried, das im Zuständigkeitsbereich von Pettendorf liegt.

Bürgermeister Eduard Obermeier (FW) übergab das Wort an Michael Dotzler vom Ingenieurbüro Kehrer, das heuer im Rahmen des geplanten Straßenbauprogramms auch Sanierungsvorschläge für die Gemeindeverbindungsstraße geprüft hat. Ursache für die Wellenbildung im Asphalt sind eingewachsene Wurzeln, sagte Dotzler. Er schlug vor, den Asphalt und die darunter liegenden Wurzeln zu durchtrennen und die Fahrbahn anschließend mit einer Asphalttragdeckschicht neu zu asphaltieren.

Darüber hinaus soll anfallendes Hangwasser mittels einer Drainageleitung in den angrenzenden Entwässerungsgraben weitergeleitet werden. Die geschätzten Kosten der Maßnahme bezifferte Dotzler auf gut 40 000 Euro. Fritz Amann schlug vor, eine Ausweichstelle im Kurvenbereich vor Altenried zu schaffen. (lck)

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