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Kriminalität

Vandalen wüten in Pettendorf

Der Bürgermeister sucht Zeugen der Tat an der Pettendorfer Kinderkrippe – und setzt den Tätern ein Ultimatum.
Von Bettina Mehltretter

  • Der Klopapierhalter ist aus der Wand gerissen worden. Foto: Obermeier
  • Hier hing bis vor Kurzem noch ein Rauchmelder. Foto: Obermeier

Pettendorf.Pettendorfs Bürgermeister Eduard Obermeier ist stinksauer. Wie er unserer Redaktion gestern mitgeteilt hat, haben Unbekannte bereits am Freitagabend im barrierefreien WC bei der Kinderkrippe erheblich randaliert. Einen derartigen Fall hat Obermeier in seinen 16 Jahren Amtszeit noch nicht erlebt. „Schmierereien haben wir immer wieder und auch mal einen Einbruch am Schwetzendorfer Weiher. Aber das ist jetzt schon krass“, sagte er der Mittelbayerischen. Er ist sich sicher, dass die Täter betrunken waren – aber für ihn entschuldigt das diesen Vandalismus nicht.

„Im schlimmsten Fall wäre uns nicht nur das WC, sondern auch die Kinderkrippe abgebrannt.“

Eduard Obermeier
Die Täter gingen mit brachialer Gewalt vor, wie diese Löcher in der Wand zeigen. Foto: Obermeier
Die Täter gingen mit brachialer Gewalt vor, wie diese Löcher in der Wand zeigen. Foto: Obermeier

Der Bürgermeister hat sich inzwischen selbst ein Bild vor Ort gemacht und mit seiner Kamera die Schäden dokumentiert. Eines seiner Fotos zeigt ein Loch in der Wandverkleidung des WCs – vermutlich ist es durch einen Faustschlag entstanden. Andere Fotos dokumentieren, dass die Unbekannten außerdem den Klopapierhalter aus der Wand und den Rauchmelder von der Decke gerissen haben. Sie haben auch Lüftungsgitter und Abfalleimer zerbrochen bzw. verbeult. Und sie haben die Toilettenspülung so beschädigt, dass permanent Wasser lief – und das tagelang. Denn erst am Montagabend entdeckte die Reinigungskraft die Schäden.

Eines schockiert Bürgermeister Obermeier besonders: „Sie haben auch versucht, den Papierhandtuchspender anzuzünden. Im schlimmsten Fall wäre uns nicht nur das WC, sondern auch die Kinderkrippe abgebrannt.“

Die Gemeinde hat Hinweise auf die Täter

Bürgermeister Eduard Obermeier hofft, dass sich die Täter freiwillig melden. Archivfoto: Kreissl
Bürgermeister Eduard Obermeier hofft, dass sich die Täter freiwillig melden. Archivfoto: Kreissl

Doch Eduard Obermeier hat Hoffnung, dass die Täter ausfindig gemacht und geschnappt werden können. Ein Zeuge hat am Freitagabend ein Auto beobachtet, das vor der Krippe parkte und in dem laute Musik lief. In der Nähe hielten sich drei junge Männer und zwei Frauen auf. Offenbar waren aber nur die Männer im barrierefreien WC, wie der Zeuge sagt. Die Gemeinde hat mittlerweile auch Spuren gesichert: Sowohl in der Toilette als auch außen bei der Kinderkrippe hatten die Feiernden Bier- und Weinflaschen verstreut, aus denen die Täter getrunken haben dürften. Trotzdem bittet die Gemeinde weitere mögliche Zeugen um sachdienliche Hinweise.

Eduard Obermeier hat den Tätern inzwischen ein Ultimatum gesetzt: Die Vandalen sollen sich bis spätestens heute, Donnerstag, in den Mittagsstundenmittag bei ihm melden. Dann könnte man sich noch im Guten einigen. Allein für die Reparaturarbeiten dürften die Täter rund 1000 Euro aufbringen müssen, schätzt Obermeier. Wie viel Wasser unnötig in den Kanal lief, kann niemand sagen.

Die Toilette bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

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