MyMz
Anzeige

Sorgen

Zweiter Vorsitzender dringend gesucht

Die Führung des TSV Adlersberg wollte ihre Ämter abgeben, doch es fanden sich keine Nachfolger. Ein Posten ist noch vakant.
Von Claudia Kreissl

Nicht nur in den Abteilungen bietet der Verein ein breitgefächertes Freizeitangebot, sondern auch beim Ferienprogramm der Gemeinde. Foto: Claudia Kreissl
Nicht nur in den Abteilungen bietet der Verein ein breitgefächertes Freizeitangebot, sondern auch beim Ferienprogramm der Gemeinde. Foto: Claudia Kreissl

Pettendorf.Mit einem Dach, das alles unter sich behütet und dafür sorgt, dass alles funktioniert, verglich Vorsitzende Dagmar Henning die Mitglieder der Vorstandschaft und des Ausschusses des TSV Adlersberg. Doch das Dach des Sportvereins bröckelt, denn: Bei den Neuwahlen im Rahmen der Jahresversammlung fand sich niemand, der in die Fußstapfen von Hubert Grundei tritt. Der 2. Vorsitzende stellte sich nach zwölf Amtsjahren nicht mehr zur Wiederwahl. Henning hofft nun, dass sich bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. April beim Mayerwirt doch noch ein Stellvertreter findet.

Größte Verein der Gemeinde

Der TSV Adlersberg ist mit seinen knapp 1100 Mitgliedern nicht nur der mit Abstand größte Verein, sondern hat auch einen erheblichen Anteil an der Jugendbetreuung in der Gemeinde. 40 Prozent seiner Mitglieder, nämlich 440, sind unter 18 Jahre alt. Mittlerweile stehen den Mitgliedern zwölf Abteilungen zur Verfügung, um sich sportlich zu betätigen. Hinzu kommen Kursangebote wie Modern Dance, Pilates, Faszienfitness oder Yoga für Kinder.

Die verdienten und langjährigen Mitglieder des TSV Adlersberg Foto: Claudia Kreissl
Die verdienten und langjährigen Mitglieder des TSV Adlersberg Foto: Claudia Kreissl

„Während in anderen Vereinen die Zahlen stagnieren, kann der TSV immer noch Zuwächse verzeichnen“, berichtete Schatzmeisterin Claudia Kreissl. Der Sportverein steht auch für Kontinuität. Ein Großteil der Vorstandschaft hält die Fäden des Vereins seit über zehn Jahren in der Hand. Deshalb sei es Zeit für einen Wechsel, dachte sich das Führungsteam um Vorsitzende Dagmar Henning im Herbst vergangenen Jahres.

Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegen auch beim TSV Adlersberg Welten. Im Vorfeld der Versammlung fand sich lediglich ein Nachfolger für Helmut Gottinger, der seinen Posten als Schriftführer nach acht Jahren zur Verfügung stellte. An seine Stelle wählten die Mitglieder einstimmig Markus Plobner. Und so kandidierte Dagmar Henning erneut als Vorsitzende, und auch Schatzmeisterin Claudia Kreissl erklärte sich bereit für eine finale Amtszeitverlängerung um zwei weitere Jahre. Vakant blieb allerdings der Posten des 2. Vorsitzenden.

Ehrungen, Abschied und Neuwahlen

  • 50 Jahre:

    Seit fünf Jahrzehnten gehören Gerold Meyer, Gerhard Scherübl und Johann Seidl senior dem TSV an. Für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit wurden sie mit Urkunde und der goldenen Vereinsnadel geehrt.

  • 40 Jahre:

    Eine Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Ilse Dirigl, Helga Schmid und Johann Schönsteiner.

  • 30 Jahre:

    Emmi Meyer, Willi Weigert und Eduard Obermeier wurden für 30 Jahre ausgezeichnet. Johanna Schönleber wurde für ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit als Übungsleiterin geehrt.

  • Abschied:

    Helmut Gottinger, Hubert Grundei und Margarete Schick wurden aus Vorstandschaft und Ausschuss verabschiedet.

  • Neuwahlen:

    Sie brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende: Dagmar Henning; Schatzmeisterinnen: Claudia Kreissl und Patricia Knorr; Schriftführer: Markus Plobner und Konrad Hanwalter; Frauenbeauftragte: Ilse Dirigl; Jugendbeauftragte: Helena Wagner; Beisitzer: Rita Maier und Josef Simbeck; Kassenprüfer: Andrea Korb und Helmut Gottinger. (lck)

Henning appellierte an die Vereinsmitglieder, den TSV nicht ausschließlich als Sport-Dienstleister zu sehen, sondern dem Verein auch etwas zurückzugeben, beispielsweise durch die Übernahme eines Ehrenamtes auf Zeit. „Das Ehrenamt hat nicht ausgedient“, betonte die Vorsitzende und verwies auf das unentgeltliche Engagement vieler Helfer beim Bau der Sportanlagen und des Vereinsheims. „Ohne diesen Einsatz gäbe es das Sportgelände nicht, denn ausschließlich mit finanziellen Mitteln des TSV wäre das Projekt nicht zu stemmen gewesen.“

Dass Ehrenamt immer mit Arbeit verbunden sei, bestätigte Bürgermeister Eduard Obermeier. Doch soziales Engagement stärke auch das Gemeinschaftsgefühl und mache darüber hinaus Spaß. An die neue Vorstandschaft richtete Obermeier den Anstoß über einen Geschäftsführer nachzudenken oder Aufgaben auszugliedern. Auch Beitragsanpassungen und einen Eintrittsbeitrag für Neumitglieder, als Gebühr für die Nutzung und den Erhalt der vorhandenen Infrastruktur, stellte der Bürgermeister in den Raum.

Wenige Teams im Spielbetrieb

Sportlich läuft dagegen in den Abteilungen des TSV Adlersberg alles wie am Schnürchen. Herbert Maier berichtete über die Fußballer, die im FC Pielenhofen-Adlersberg und in der JFG Naab-Regen aktiv sind. Die erste Mannschaft rangiert derzeit in der Kreisliga 2 auf einem 7. Platz, ebenso wie die 2. Mannschaft in der A-Klasse 3. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch, sagte Maier. Trotz Zusammenschluss mit den umliegenden Gemeinden befinde sich in der Regel nur mehr eine Mannschaft pro Altersklasse im Spielbetrieb.

Positives gab es von den Stockschützen zu berichten. Bei den Eismeisterschaften in der Donau-Arena schaffte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksoberliga, gab Michael Senninger bekannt. Außerdem wird ab sofort wieder zweimal wöchentlich auf den vereinseigenen Stockbahnen trainiert.

Mitgliederstärkste Sparte ist weiterhin die Turnabteilung. Sobald der Nachwuchs laufen kann, ist er beim Eltern-Kind-Turnen von Andrea Korb willkommen. Das Kindergartenturnen findet derzeit nicht statt, da ein Übungsleiter oder Trainerin fehlt, informierte Dagmar Henning. Erfreut zeigte sie sich, dass zu den Turnern mittlerweile zwölf Jungen gehören, die regelmäßig am Donnerstagabend trainieren. Aushängeschild der Abteilung ist Maximilian Henning, der seine Wettkämpfe für den KTV Ries in der 2. Bundesliga bestreitet.

Knapp 120 Teilnehmer verzeichnete Hans-Peter Häberl heuer bei den zwei fünftägigen Skifahrten nach Südtirol, die die Ski- und Wanderabteilung organisiert hat. Für heuer hat sich Häberl vorgenommen die Neubürger verstärkt auf die kostenlosen Kinder-Skikurse aufmerksam zu machen.

Paul Kronschnabl berichtete, dass die Karate-Abteilung auch im vergangenen Jahr wieder Schwarzgurt-Prüfungen mit Erfolg durchgeführt hat. Ab sofort findet immer mittwochs ab 18.30 Uhr ein Tischtennis-Kinder- und Jugendtraining in der Schulturnhalle statt, informierte Anton Moser.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht