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Wasserzweckverband

Werksleiter Georg Senft verabschiedet

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd entwickelte sich in seiner Ära zum gesunden Unternehmen.

Werksleiter Georg Senft (2. v. links) wurde verabschiedet. Foto: lwy
Werksleiter Georg Senft (2. v. links) wurde verabschiedet. Foto: lwy

Pfakofen. . Nach 22 Jahren als Werksleiter des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Landkreis Regensburg-Süd wurde Georg Senft mit zahlreichen Lorbeeren in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Diesen soll er nun nach dem Wunsch der Festredner mit seiner Ehefrau genießen. Als Dank überreichte Bachs Bürgermeister und Verbandsvorsitzender Josef Peutler an Georg Senft einen Gutschein für eine Fahrt auf der Donau.

Der Werksleiter führte während seiner Dienstzeit zahlreiche Neuerungen organisatorischer und technischer Art ein und bildete zusammen mit seinem loyalen Mitarbeiterstab das Fundament für ein heute grundsolides Unternehmen. Der Alt-Bürgermeister von Mintraching, Willi Scheck, konnte aus eigener Erfahrung berichten, dass er fünf Jahre nach seinem Hausbau noch einen Gebührenbescheid erhalten hatte. Die Beitragssätze wurden vom scheidenden Werksleiter 1997 vollständig neu kalkuliert. Auch das Satzungsrecht mit Geschäftsordnung wurde von ihm im gleichen Jahr neu gefasst.

Die Akten wurden überprüft und es erfolgte eine Nachveranlagung der nicht festgesetzten Herstellungsbeiträge, was zu Zusatzeinnahmen von zwei Millionen DM führte. Daneben wurden die Prioritäten geändert. Nun stand die Unterhaltung des Leitungssystems an erster Stelle sowie die Lieferung von sauberem Wasser an die Kunden. 1999 erfolgte der Bau des Notverbundes zum Wasserzweckverband Mallersdorf und mit der REWAG bei Neutraubling.

2003 erfolgte die Umsetzung von Investitionsmaßnahmen mit einem Kostenvolumen von zehn Millionen Euro netto, alles ohne staatliche Zuschüsse. Dabei wurden die Wasserfernleitungen Matting-Hohengebraching und Hohengebraching-Embach 2005 realisiert sowie der Hochbehälter Hohengebraching um 2000 mx erweitert.

Sehr wichtig in den Augen von Josef Peutler ist der Abschluss von freiwilligen Bewirtschaftungsvereinbarungen mit den Landwirten. Beeindruckend ist die wirtschaftliche Entwicklung des Zweckverbandes. 1996 waren 7707 Hausanschlüsse vorhanden, 2017 dann 11 500. Ende 1997 hatte der Zweckverband Schulden in Höhe von 3,6 Millionen DM, Mitte 2018 hingegen keine Schulden, dafür 10,1 Millionen Euro Rücklagen, mit 53 Millionen Euro Investitionsausgaben im Jahr 1996 und knapp 79 Millionen Euro Investitionsausgaben im Jahr 2017.

Nicht ohne Grund bezeichnete Verbandsvorsitzender Josef Peutler Georg Senft als „Persönlichkeit“, der sich vom Verwaltungspraktikanten in Mallersdorf über einen Regierungsinspektoranwärter beim Landratsamt Straubing-Bogen und Regierungsinspektor bei der Regierung von Oberbayern zum Werksleiter emporgearbeitet hat. Mit Kollegialität, Loyalität und Fleiß, so sein Nachfolger Karl Irrgang. „Wir wären ohne Sie um vieles ärmer gewesen“, sagte Angelika Ritt-Frank, Bürgermeisterin von Mintraching. (lwy)

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