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Pfatter

Abschussplan wurde zu 98 Prozent erfüllt

Nach einem musikalischen Gruß der Jagdhornbläser unter der Leitung von Karl-Heinz Schwinger informierte Hegeringleiter Erich Diermeier die anwesenden Revierinhaber und Jagdvorsteher im Gasthaus Hanauer in Pfatter, dass der dreijährige Abschussplan mit 1137 erlegten und 313 im Straßenverkehr getöteten Rehen zu 98 Prozent erfüllt wurde.
Johann Biederer

Im Wildacker finden die Tiere Unterstand und Schutz.  Foto: Johann Biederer
Im Wildacker finden die Tiere Unterstand und Schutz. Foto: Johann Biederer

Pfatter.Die verunfallten Rehe wurden meist durch die Jäger geborgen und entsorgt. „Festzustellen ist, dass der körperliche Gesamtzustand des Rehwilds in unserer Hegegemeinschaft, der 18 Reviere angehören, als gut bezeichnet werden kann, was auf einen weitgehend intakten Lebensraum und eine vernünftige Bejagung hindeutet“, informierte der Hegeringleiter.

Den Bestand des Niederwildes, also von Hasen und Fasanen, beurteilt Erich Diermeier hingegen nach wie vor als schlecht. Wie lange es dauern wird, bis sich diese Tierarten wieder auf den Stand früherer Jahre erholen, kann niemand genau sagen.

Durch intensive Bejagung konnten 187 Wildschweine erlegt werden, was der Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest entgegenwirkt. „Gottlob ist die Pest bislang bei uns noch nicht aufgetreten. Ausgebrochen ist die Krankheit hingegen schon in einigen Nachbarländern“, so Diermeier. Trotzdem herrscht bei den Jägern die berechtigte Angst, denn diese Seuche rückt immer näher an Bayern heran. Einen Impfstoff gegen die Krankheit gibt es derzeit nicht. Wie Diermeier weiter informierte, hätte es gerade für die landwirtschaftliche Schweinehaltung fatale Folgen. „Dieser Virus kann nicht nur auf Wild- sondern auch auf Hausschweine überspringen“, erklärte er. Anders als das Rehwild sind Wildschweine bei Verkehrsunfällen relativ selten beteiligt.

Auch die ständig steigende Zahl der Wildgänse im Bereich der Hegegemeinschaft macht den Landwirten und Jägern Sorgen. Die Messungen auf Radioaktivität im Wildfleisch wurden von Dr. Alois Lermer vorgenommen. Sämtliche Messergebnisse lagen, wie auch in den Vorjahren, deutlich unter dem amtlichen Grenzwert.

Manfred Lang, der stellvertretende Hegeringleiter, berichtete über seine Erfahrungen bei verschiedenen Veranstaltungen von Naturschutzverbänden anlässlich des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Er berichtete, dass die Besucher dieser Veranstaltungen meist hoch motiviert wären, die Kenntnisse über ökologische Zusammenhänge aber häufig nur sehr theoretisch seien und Praxiserfahrungen meist ganz fehlten. Zusammenfassend stellte er fest, dass eine Verbesserung der Artenvielfalt in der Natur nur durch Zusammenarbeit aller gelingen könne. Ideologisch eingefärbte Argumente dürften keine Rolle spielen. Die Interessen aller Naturnutzer sollten praxisgerecht berücksichtigt werden. „Das oberste Ziel muss aber der Erhalt der Artenvielfalt sein und bleiben“, stellte Manfred Lang klar. (lbb)

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