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Investitionen

Bauboom in der Gemeinde Pfatter

Bei der Sitzung des Gemeinderates in Pfatter ging es um mehrere Bauprojekte. Wichtigstes Thema war das Senioren-Service-Haus.
Von Peter Luft

Das Bild zeigt die Baulücke in Dorfmitte in der Haidauer Straße 10. Hier wird das Senioren-Service-Haus entstehen. Foto: Peter Luft
Das Bild zeigt die Baulücke in Dorfmitte in der Haidauer Straße 10. Hier wird das Senioren-Service-Haus entstehen. Foto: Peter Luft

Pfatter.In der Gemeinde Pfatter wird rege gebaut. Zum Bauboom trägt die 3200 Einwohner zählende Einheitsgemeinde auch selber mit bei. Und zwar mit dem Neubau einer KFZ-und Gerätehalle am Bauhof, dem Neubau eines Jugendtreffs, dem Ersatzbau einer Brücke, einem Glasfaseranschluss für die Schule sowie der Errichtung eines Senioren-Service-Hauses. Dazu kommt noch die laufende Sanierung des Rathauses als Großbaustelle.

Für ihre Vorhaben zur guten Entwicklung der Gemeinde nimmt die Kommune Geld in die Hand. Zur Sitzung des Gemeinderates mit acht Tagesordnungspunkten und drei Zuhörern hatte erster Bürgermeister Jürgen Koch (CSU) die Mitglieder in den Vogelmeier-Saal eingeladen. In der Haidauer Straße 10 in der Dorfmitte soll auf dem von der Gemeinde erworbenen und bereits wieder veräußerten Grundstück der früheren, nun abgerissenen „Kult-Kneipe“ PfattaMorgana, in der jetzigen Baulücke, ein Senioren-Service-Haus entstehen. Zur Erläuterung des Vorhabens und der Betriebsbeschreibung für die einzelnen Bausteine erteilte Bürgermeister Koch das Wort an Martin Weiß vom Sozialteam Lappersdorf. „ServiceWohnen ist betreutes Wohnen für Senioren. Es ist ein Wohnangebot für Pflegebedürftige. Unterstützung im pflegerischen und hauswirtschaftlichen Bereich erhalten die Bewohner durch einen ambulanten Dienst“, sagte Weiß zur Art der Nutzung. „Die Tagespflege ist ein Pflege- und Betreuungsangebot für jene Senioren, die untertags Unterstützung benötigen. Tagespflegegäste werden entweder von ihren Angehörigen oder von einem Fahrdienst in die Tagespflegeeinrichtung gebracht und wieder nach Hause gefahren. Die ambulante Pflegewohngruppe wird speziell auf die Zielgruppe von demenziell veränderten, pflegebedürftigen älteren Menschen ausgerichtet. Ein Präsenzmitarbeiterteam sowie ein ambulanter Pflegedienst versorgen die Bewohner “, beschrieb Weiß den Betrieb. Der Gemeinderat sprach sich mit 16:0 Stimmen für die Errichtung des Senioren-Service-Hauses aus.

Für die Vergabe von Zimmerer-, Dachdecker- und Spenglerarbeiten zum Neubau der Kraftfahrzeug- und Gerätehalle der Gemeinde beim bestehenden Bauhof nannte Geschäftsstellenleiter Dr. Markus Liebl die Summe von 93 678 Euro. Als günstigster Anbieter bekam der Zimmereibetrieb Stefan Kiendl in Thalmassing einstimmig den Zuschlag zur Ausführung der Gesamtarbeiten.

Auf der Gemeindeverbindungsstraße nach Griesau wird die Brücke erneuert, die der Gemeinde gehört. Die Kostenschätzung lag bei 321 000 Euro. Hier folgt eine Überschreitung der Kosten um 18 Prozent. Die Gesamtkosten liegen jetzt bei 450 000 Euro. Als günstigster Bieter bekam die Firma Max Streicher aus Deggendorf den Auftrag, was der Gemeinderat mehrheitlich mit 10:6 Stimmen billigte.

Nach einer bisher provisorischen Unterbringung erbaut die Gemeinde nun einen Jugendtreff in der Straubinger Straße in Richtung zur B 8. Zur Vergabe der Baumeisterarbeiten gab Liebl das Ergebnis der beschränkten Ausschreibung bekannt. Unterlagen wurden an neun Firmen versandt. Ein Angebot ist eingegangen. Die Kostenberechnung für die Baumeisterarbeiten lagen bei 40 000 Euro. Das Angebot der Firma Spindler in Sünching mit der Summe von 39 207,88 Euro wurde mit 15:1 angenommen. Das Angebot der Firma Binder in Pfatter mit 158 000 Euro für das schlüsselfertige Gebäude in Holzständerbauweise wurde ebenfalls mit 15:1 angenommen.

Bei der Beschaffung von Büroeinrichtung bei der Sanierung des Rathauses bekam die Firma Heisinger aus Straubing mit der Angebotssumme von 52 913 Euro den Zuschlag. Im Haushalt sind dafür 100 000 Euro eingesetzt. Der Glasfaseranschluss für die Schule mit der Fördersumme von 50 000 Euro liegt bei einem Eigenanteil der Gemeinde bei 8280,57 Euro. Der Gemeinderat beschloss den Anschluss mit 11:5. Koch gab noch die notwendige Sanierung beim Nachklärbecken der Kläranlage bekannt. Die Kosten belaufen sich auf 34 688,50 Euro. Der Stromliefervertrag mit der Wörther E-Werk Firma Heider wurde bis 2022 verlängert.

Service-Wohnhaus

  • Angebot:

    Entstehen sollen 14 Appartements, davon acht Single- und sechs Doppelappartements. Geplant ist eine Tagespflege für etwa zwanzig Gäste, eine ambulante Pflegewohngruppe für zwölf Bewohner und ein Begegnungsraum.

  • Umsetzung:

    Tagsüber arbeiten dort fünf bis sieben Beschäftigte. Alle Appartements sind barrierefrei gestaltet. Parkplätze gibt es im Eingangsbereich. (llu)

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