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Tradition

Fastenmarkt lockte Tausende

Aus mehreren Landkreisen kamen die Besucher. Gut 60 Fieranten boten Kunsthandwerk, Osterfloristik und Schmankerl aller Art.
von Hans Biederer

Lea und Ben bestaunen die gesägten Waldtiere von Markus Gietl. Fotos: Biederer
Lea und Ben bestaunen die gesägten Waldtiere von Markus Gietl. Fotos: Biederer

Pfatter.Perfektes Wetter, Resonanz und Stimmung bestens: Der dritte Fastenmarkt wurde zu einem Riesenerfolg. Organisatorin Isabella Binder vom Arbeitskreis Kultur (AKK) ist mehr als zufrieden: „Wir haben super Besucherzahlen und das Wetter ist wunderbar“, sagte sie. Mehr als 60 Marktanbieter sorgten für ein buntes Bild. Schon kurz nach der Eröffnung schlenderten hunderte Besucher aus mehreren Landkreisen über den Markt, der Osterfloristik, kunstvoll gestaltete Eier, Handarbeiten, Kunst und Kunsthandwerk aus Wolle und Filz, Holz, Keramik und Schmuck, Wachsfiguren, Pflanzen sowie hausgemachte landwirtschaftliche Produkte und vieles mehr bot.

Auch kulinarisch blieb kein Wunsch offen. Von Grill- und Fischspezialitäten über Crêpes und Waffeln bis hin zu allerlei Süßem konnten sich die Gäste regelrecht durch den Markt schlemmen. Die Landfrauen sorgten im Voglmeier-Saal für Kaffee und selbst gebackene Kuchen und Torten. Beim Sportverein gab es Gegrilltes. Donaufischer Stefan Schmalz kredenzte regionale Fischspezialitäten. Frische Waffeln produzierten die Ministranten und die Auwalddeifln reichten verführerisch duftende Crêpes.

Kunst mit der Motorsäge

Zum ersten Mal nach Pfatter kam Markus Gietl aus Woppmannsdorf bei Wald. Er präsentierte seine Holzkunst, bestehend aus Raubvögeln, Eulen, aber auch Luchs und Bär. Bevor er die Kettensäge anwarf, betrachtete er das Rohmaterial von allen Seiten. Ohne dass er vorher Aufzeichnungen vornahm, schnitt er Eulen, Adler oder Habichte aus dem Holzstamm. Die Figuren schneidet Markus Gietl in einer Stunde zum fertigen Kunstwerk. Als Material verwendet der Holzkünstler Eichen, Lärche, Fichte oder auch Linde. Er betreibt dieses Hobby erst seit einem Jahr. Unter den Augen vieler staunender Zuschauer führte er seine handwerkliche Kunst vor, die für ihn eine beruhigende Abwechslung zum Beruf bietet.

Mit großen Augen betrachteten vor allem die Kinder die Osterhasen, Elfen und Blumenkinder an der Engelwerkstatt von Susanne Scheid aus Lappersdorf. Sie stellt die Wachsköpfe selbst mittels Silikon oder Wachs her und bemalt diese. Auch die schmucken Kleider fertigt sie selbst an.

Am Stand von Manuela Schäfer-Olisch aus Regensburg fanden sich neben bestickten Zirbenkissen vor allem Lunchbags, die als Kühltaschen genutzt werden. „Innen nähe ich eine Kühlfolie ein. Außen verkleide ich die Taschen mit Wachstuch, Kunstleder oder auch mit einem Baumwollstoff“, gab die Regensburgerin im Gespräch preis.

Täglich wandern Tonnen von gebrauchten Nespressokapseln in den Hausmüll. Welche Schmuckstücke daraus gefertigt werden können, zeigte sich am nächsten Stand. Gepresst mit einem Brett, einem Hammer oder mit Zangen entstehen die verschiedensten farbigen Unikate für Ketten, Armreife oder Broschen. Franz Binder erweiterte sein Angebot an Holzuhren. Inzwischen fertigt er Gitarren, Akkordeon, Steirische oder Herzuhren zum Muttertag.

Bummeln, Einkaufen, Schlemmen

  • Musik:

    Die Wiesenter Hundsbuam sorgten für Stimmung. Wo sie aufspielten, versammelte sich sofort eine große Besucherschar.

  • Schlemmen: Die Landfrauen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt und warteten mit feinen Kuchen, Torten und Gebäck auf.

  • Gäste:

    Die Besucher schlenderten bei herrlichem Wetter über den Markt und bestaunten das vielfältige Angebot der gut 60 Fieranten.

Ein ganz großes Herz für die Kuno-Stiftung zeigte Stefan Körper. „Der gesamte Erlös meiner bunten Vogelhäuschen fließt diesem Zweck zu“, erklärte der Pfatterer. Für den guten Zweck spielte sehr gerne auch Hans Scheibenpflug auf seiner Drehorgel.

Ortswappen im Schmuck

Aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg bis an die Donau verschlug es erstmals Tanja Holzknecht. Sie bot eine bunte Auswahl an Gartenkeramik. Neben leuchtenden Blumen sind vor allem die bepflanzten Tassen oder auch die Vogelfutterkörbchen die Hingucker. Andreas Fischer aus Eltheim geht mit offenen Augen an der Donau, Isar oder auch im Wald spazieren. Neben Treibholz sammelt er dabei auch Wurzeln. Diese gestaltete er dann zu „Stromholz“.

Der Stand von Petra Luttner aus Obermotzing ist in Pfatter ein fester Anlaufpunkt. Sie kreierte das Ortswappen in verschiedene Schmuckstücke. Vor allem für die Damenwelt präsentiert sie ein sehr breites Angebot. „Für die Herren gibt es Krawattennadeln, Ansteckpins oder auch Manschettenknöpfe“, warb die Niederbayerin.

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