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Kultur

Frische Talente stehen auf der Bühne

Die Theatergruppe des Männergesangvereins Pfatter probt intensiv für ein Toni-Lauerer-Stück. Die Premiere ist am 13. April.
Von Hans Biederer

Student Franz (Maximilian Wolf) filmt für die Retourkutsche ein inszeniertes Casting. Foto: Biederer
Student Franz (Maximilian Wolf) filmt für die Retourkutsche ein inszeniertes Casting. Foto: Biederer

Pfatter.Mit „Hollywood in Hollerbach“ von Toni Lauerer bringt die Theatergruppe des Männergesangvereins Pfatter (MGV) in diesem Jahr ein ganz besonderes Stück auf die Bühne. Regisseur Josef Blank betont, dass es sich weder um ein Bauerntheater, noch um eine Liebesgeschichte dabei handelt. „Es ist ein durchaus anspruchsvolles, aber sehr unterhaltsames Stück. Aufmerksam geworden bin ich darauf bereits vor zwei Jahren über eine befreundete Theaterspielerin aus Straßkirchen“, sagt Blank.

Er habe das Stück daraufhin gedanklich durchgespielt, wie viele Spielerinnen und Spieler er dafür benötige. Ursprünglich wollte er das Stück bereits im letzten Jahr aufführen, doch damals fanden sich nicht die erforderliche Anzahl an Schauspielern. Nun freut er sich umso mehr, dass es in diesem Jahr geklappt hat. Die Besucher dürfen sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen, versichert er. Für ihn müsste das Stück allerdings „A so sand‘ d’Leit“ heißen. „Das würde das Stück treffend beschreiben“, schmunzelt der Regisseur.

Manche Szenen sind hart an der Gürtellinie

Andreas Hahn (33) steht zum ersten Mal auf der Bühne: „Mich hat das Theaterspielen schon immer interessiert. Vorbelastet bin ich in meiner Familie durch meine Oma.“ Foto: Biederer
Andreas Hahn (33) steht zum ersten Mal auf der Bühne: „Mich hat das Theaterspielen schon immer interessiert. Vorbelastet bin ich in meiner Familie durch meine Oma.“ Foto: Biederer

Zum Inhalt verrät er: „Es sind ein paar Szenen dabei, die schon hart an der Gürtellinie sind. Aber meine Spieler wollen das so.“ In dem Stück schlagen einer Landwirtsgattin Neid und Missgunst bei ihren ehrgeizigen Plänen entgegen. Natürlich darf darauf eine angemessene Retourkutsche ihrerseits und von ihren Getreuen nicht fehlen. Dazu wird ein Casting inszeniert. Student Franz (Maximilian Wolf) filmt dieses, um sich gegen die Anfeindungen zur Wehr setzen zu können. Und genau darin spiegelt sich das wahre Leben wider. „Möglicherweise erkennt sich der eine oder andere in einigen Szenen und Pointen wieder“, meint Josef Blank augenzwinkernd.

Constantin Saller (22) ist neu dabei: Er spielt einen jungen Verehrer. Das Erlernen seines Textes fällt dem Elektroniker nicht schwer. Foto: Biederer
Constantin Saller (22) ist neu dabei: Er spielt einen jungen Verehrer. Das Erlernen seines Textes fällt dem Elektroniker nicht schwer. Foto: Biederer

Der Regisseur setzt in diesem Jahr auf eine Mischung aus erfahrenen Theaterspielern und ganz neuen Talenten. Letztere erleben gerade das besondere Flair auf und hinter der Bühne und lassen sich genau so begeistern wie die „alten Hasen“. Sehr zufrieden ist der Regisseur mit den drei neuen Spielern. „Sie schlagen sehr gut ein“, betont er. Zu der Riege älterer und bereits erfahrener Spieler stieß der 33-jährige Andreas Hahn. „Andreas ist von sich aus auf mich zugekommen und hat Interesse am Theaterspielen gezeigt“, freut sich Josef Blank.

„Möglicherweise erkennt sich der eine oder andere in einigen Szenen und Pointen wieder.“

Josef Blank, Regisseur

Das Erlernen seines Textes fällt dem jungen Verehrer „Kraut“ (Constantin Saller) nicht schwer. „Es ist hier oben auf der Bühne für mich zwar noch etwas ungewohnt, aber ich bekomme so viele wertvolle Tipps vom Regisseur. Zum einen ist es wichtig, laut zu sprechen und sich sicher in den verschiedenen Szenen zu bewegen“, so der 22-jährige Elektroniker. Bereits ein wenig Theaterluft hat der dritte Neuling Franz Eisenschink geschnuppert. Bei den monatlichen Hoagartn gab er bereits einige Sketche zum Besten und hatte prompt jede Menge Lacher auf seiner Seite.

Franz Eisenschink (68) ist neu in der Gruppe: Er spielte im Hoagartn kleinere Sketche und wurde darauf hin ermuntert, Theater zu spielen. Foto: Biederer
Franz Eisenschink (68) ist neu in der Gruppe: Er spielte im Hoagartn kleinere Sketche und wurde darauf hin ermuntert, Theater zu spielen. Foto: Biederer

Mit großer Vorfreude verfolgt Vorsitzender Alois Eichinger die Proben und fiebert bereits auf die Premiere hin. Erst vor zwei Jahren wurde die Bühne von den Mitgliedern komplett neu gebaut. Daneben braucht jedes Theaterstück spezielle kleinere Gebrauchs- und Ausstattungsgegenstände, Requisiten, Dekorationen und Kostüme.

Kartenvorverkauf startet am 8. März

Um die Theatergruppe kräftig zu unterstützen, hat der Männergesangverein eigens ein Team gebildet, das sich eng mit dem Regisseur abspricht. „Es wird immer wieder was benötigt. Seien es passende Möbelstücke oder andere Requisiten. Darum braucht sich nicht die Theatergruppe kümmern, sondern unser Team“, versichert Eichinger und ist sehr dankbar für die großzügige Spende der Raiffeisenbank in diesem Zusammenhang und dem Möbelhaus Wanninger aus Straubing, das zugesichert hat, sämtliche Möbelstücke kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Regisseur Josef Blank gibt den Neulingen wertvolle Tipps. Foto: Biederer
Regisseur Josef Blank gibt den Neulingen wertvolle Tipps. Foto: Biederer

Der Kartenvorverkauf startet am 8. März. Karten gibt es jeweils freitags und samstags bei Mario Schaffer, Tel. (0 94 81) 95 96 00. Gespielt wird im Landgasthof Fischer-Stehr neben dem Marktplatz. Premiere ist am Samstag, 13. April. Es folgen Aufführungen am Sonntag, 14. April, am Ostersonntag, 21. und Ostermontag 22. April sowie am Freitag, 26. und Samstag, 27. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt beträgt acht Euro.

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