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Haushalt

Pfatter Rathaus wird teuer

Das Gremium genehmigt einen Acht-Millionen-Etat. Die derzeit größte Baumaßnahme bildet die Generalsanierung des Rathauses.
von Hans Biederer

Kosten in Höhe von 400 000 Euro wird der Neubau der Brücke über den Johannesgraben verschlingen. Foto: Biederer
Kosten in Höhe von 400 000 Euro wird der Neubau der Brücke über den Johannesgraben verschlingen. Foto: Biederer

Pfatter.Mit zwei Gegenstimmen wurde der Haushaltsplan 2019 genehmigt, der bereits am 22. Januar in einer nicht öffentlichen Sitzung von den Gemeinderatsmitgliedern vorab diskutiert und ausführlich durchgearbeitet wurde. Bürgermeister Jürgen Koch gab nun die für die Gemeindebürger wichtigen Eckdaten bekannt. Demnach sank der Verwaltungshaushalt zum Vorjahr um etwa 62000 Euro auf 5,3 Millionen Euro. Eine Steigerung gab es im Vermögenshaushalt. Dieser erhöhte sich von 2,7 Millionen Euro auf 3,07 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr stellt das eine Erhöhung von etwa 278 000 Euro dar.

„Mir ist das Risiko viel zu groß, was wir hier in den Haushalt hineingepackt haben. Mir wäre es viel lieber gewesen, wenn wir diese ganzen Baumaßnahmen etwas entzerrt hätten.“

Gerd Zirngibl, Gemeinderat

„Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen sind nicht vorgesehen. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Haushaltsplan wird auf 890 000 Euro festgesetzt“, informierte das Gemeindeoberhaupt. Die Hebesätze für die Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (A) sowie für Grundstücke (B) liegen unverändert bei 320 Punkten. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer liegt bei 380. Die Umlagekraft, die sich aus der Steuerkraft des laufenden Jahres und 80 Prozent der Schlüsselzuweisung des Vorjahres errechnet wird, betrug zum Jahresbeginn 3 265 717 Euro. Die Pro-Kopfverschuldung der Gemeindebürger verringert sich von 467,77 auf nunmehr 388,96 Euro. Zum Jahresbeginn lag der Stand der Schulden bei 1,2 Millionen Euro. ach derzeitigem Sachstand können Schulden in Höhe von 200 000 Euro getilgt und Rücklagen in Höhe von 1,9 Millionen Euro gebildet werden.

Zirngibl kritisiert hohe Ausgaben

Für Gemeinderat Gerd Zirngibl liegen die geplanten Ausgaben weit über dem, was er gut heißen kann. „Mir ist das Risiko viel zu groß, was wir hier in den Haushalt hineingepackt haben. Mir wäre es viel lieber gewesen, wenn wir diese ganzen Baumaßnahmen etwas entzerrt hätten“, meldete der Geislinger seine Bedenken an. Thomas Werner stellte hingegen fest: „Wir haben im letzten Jahr A gesagt, nun müssen wir auch B sagen“, rechtfertigte er den gestiegenen Haushalt. Für Bürgermeister Jürgen Koch ist es wichtig, dass trotz der ganzen Maßnahmen, keine Kredite aufgenommen werden müssen. Mit 10:2 Stimmen wurde schließlich der Haushalt mehrheitlich beschlossen.

Rathaus wird teurer

Die derzeit größte Baumaßnahme bildet die Generalsanierung des Rathauses. Nachdem bereits im Vorjahr 1,2 Millionen Euro dafür aufgewendet wurden, steht in diesem Jahr noch ein Ausgabenvolumen in Höhe von etwa 900 000 Euro an. Aktuell wurden in der Sitzung drei weitere Vergaben beschlossen: Der Einbau der Innentüren (6083 Euro für die Schreinerei Hierbeck aus Schöllnach), des Innenausbaus (3480 Euro für die Schreinerei Guggenberger Mengkofen) und der Einbau einer Trennwand zwischen dem BRK- und dem Trauungszimmer (13 67 Euro für die Schreinerei Bräu aus Schwandorf). Mitte des Jahres soll der Rathausumbau abgeschlossen sein.

Neubau eines Jugendtreffs

Fast eine halbe Million Euro gibt die Gemeinde für die Neuanschaffung von zwei neuen Feuerwehreinsatzfahrzeugen aus. So erhält die Stützpunktwehr Pfatter mit dem LF 10 ein hochmodernes Löschfahrzeug.

Nahezu auf den Tag genau vor einem Jahr wurde das alte Feuerwehrfahrzeug bei einem Einsatz auf der Autobahn bei Wörth von einem anderen Verkehrsteilnehmer gerammt und total beschädigt, so dass eine Neuanschaffung unumgänglich war. Auch die Ortswehr aus Geisling erhält im September ein neues mittleres Einsatzfahrzeug.

Freuen dürfen sich die Heranwachsenden und Jugendlichen über den geplanten Neubau eines Jugendtreffs auf dem Gelände des MSC Pfatter am östlichen Ortsrand. Hierfür sind im Haushaltsplan 216 000 Euro eingestellt. Eine Förderung in Höhe von etwa 50 Prozent ist hier zu erwarten.

Weitere 220 000 Euro wird der Neubau einer Halle sowie ein neues Schüttgutlager mit fünf Einzellagerflächen auf dem Gelände des Bauhofes verschlingen.

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