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Fussball

Torwartschule der Extraklasse

Die Nachwuchs-Keeper des SV Pfatter erhielten eine spezielle Ausbildung. Ein Landesligist gab ihnen wertvolle Tipps.
Von Hans Biederer

Die drei Nachwuchstorhüter vom SV Pfatter mit Abteilungsleiter Wolfgang Schnellhammer und Torwarttrainer Philipp Walker (3. und 4. von rechts) Foto: lbb
Die drei Nachwuchstorhüter vom SV Pfatter mit Abteilungsleiter Wolfgang Schnellhammer und Torwarttrainer Philipp Walker (3. und 4. von rechts) Foto: lbb

Pfatter.Buchstäblich ins Schwarze trifft Fußball-Jugendabteilungsleiter Wolfgang Schnellhammer mit seinen Aktionen und seinem großen Engagement für den Nachwuchs des SV Pfatter. Das zeigt der riesige Kader im Schüler- und Jugendbereich. Seine Trainer betreuen derzeit 115 Nachwuchsspieler in den verschiedenen Jugendklassen.

Neu wird kommende Saison sein, dass die beiden Gemeindevereine SV Pfatter und TV Geisling erstmals eine gemeinsame F-Jugend für den Spielbetrieb anmelden. „Diese wunderbare Zusammenarbeit planen wir auch in der A-Jugend“, so Schnellhammer. An die A-Jugendspieler appellierte er, sich für einen Trainerposten im Nachwuchsbereich zur Verfügung zu stellen. Eine Erfolgsgeschichte ist auch das Jugend-Hallenturnier „Früchtl Cup“, das Schnellhammer in diesem Jahr bereits zum 4. Mal in der Dreifachturnhalle in Neutraubling organisiert. Insgesamt 32 Mannschaften mit über 500 Spielern aus mehreren Landkreisen nahmen daran teil.

Den neusten Anreiz für die Nachwuchstorhüter im Jugendbereich, sich gezielt weiter zu bilden, hob der Abteilungsleiter vor wenigen Tagen aus der Taufe. In der „Pfatterer Gruam“, dem Fußballplatz an der Jahnstraße, konnte er für eine ganz spezielle Torwartausbildung Philipp Walker vom Landesligisten TSV Kareth-Lappersdorf gewinnen. Mit Alexander Ebenbeck (B-Junioren), Tim Schnellhammer (C-Junioren) und Moritz Thurmer (D-Jugend) beteiligten sich alle Stammtorhüter.

Fang- und Absprungtechniken

„Unsere Jungs saugten die neusten Erkenntnisse auf wie ein trockener Schwamm das Wasser. Angefangen von den richtigen Fußstellungen, exakten Fang- und Absprungtechniken bildeten die vorausschauende Koordination und Handlungsschnelligkeit die Schwerpunkte“, informierte Schnellhammer. Das Motto des Abteilungsleiters war und ist es, dieses Wissen nicht nur dem eigenen Verein zugutekommen zu lassen. Darum lud er benachbarte und befreundete Vereine ein, ihren Nachwuchs nach Pfatter zu entsenden. „Es hat den Jungs nicht nur sehr gut gefallen. Sie haben diese vielen wertvollen Tipps sofort umgesetzt und verinnerlicht. Ich bin gespannt, wie sie dieses neue Wissen künftig in den Punktspielen umsetzen“, freut sich der Abteilungsleiter.

Einer der jungen Torhüter ist der 13-jährige Tim Schnellhammer. Er steht bei den C-Junioren zwischen den Pfosten und war begeistert von dem erfahrenen Torwart. „Ich habe so viel gelernt. Das werde ich in den nächsten Spielen gleich umsetzen. Sehr wichtig ist, dass man, wenn man einen flachen Ball zentral aufs Tor geschossen bekommt, nicht in die Knie gehen darf. Man muss ganz fest mit beiden Beinen stehen und sich nur nach unten bücken und ihn aufnehmen. Prallt der Ball aus irgendeinem Grund von mir ab, dann kann ich viel schneller nach ihm springen“, erzählt der Schüler.

Künftig wird Tim auch eine andere Fangtechnik praktizieren, um die Bälle noch sicherer zu fangen. „Dies kann man damit erreichen, indem man die Hände in Form eines Dreiecks zusammenhält. So kann der Ball, auch wenn er schärfer geschossen wird, nicht durch meine Hände flutschen“, erklärte er. Neben diesen Basics zeigte Philipp Walker den jungen Torhütern, die alle großes Bestreben haben, einmal der ganz sichere Rückhalt ihrer Mannschaft zu sein, wie wichtig die Fußtechnik als Torwart ist.

Beinarbeit ist wichtig

„Nicht nur als Feldspieler muss man mit dem Ball am Fuß umgehen können. Auch bei uns Torhütern ist die Beinarbeit ganz wichtig. Ganz entscheidend ist es, mit welchem Bein man abspringt, um dem Ball nachzuhechten“, stellte der junge Torhüter heraus.

Abschließend zeigte er eine Spielsituation auf, bei der ein Torwart oft machtlos ist: „Wenn ein gegnerischer Spieler allein auf den Torhüter zuläuft, stehen die Abwehrchancen immer eins zu eins. Dieses Verhältnis kann man für sich verbessern, wenn man weiß, mit welchem Fuß man den Ball abwehren muss.“

Vorschau

  • Termin:

    Am Freitag, 24. Mai, ab 18.30 Uhr beginnt der zweite Block. „Gäste aus der Umgebung sind herzlich eingeladen“, sagt Abteilungsleiter Schnellhammer.

  • Schwerpunkte:

    Dann sind die kognitive Koordination und eine dynamische Spieleröffnung von der Grundlinie aus die Schwerpunkte.

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