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Ehrenamt

Viele Einsätze für die Pfatterer Wehr

Mehr als 5800 Stunden leisteten die Aktiven im Jahr 2018. Die FF verfügt über die größte Nachwuchsgruppe im Landkreis.
von Hans Biederer

Stark gefordert war die FF Pfatter bei dem tödlichen Unfall bei Leiterkofen. Fotos: Biederer
Stark gefordert war die FF Pfatter bei dem tödlichen Unfall bei Leiterkofen. Fotos: Biederer

Pfatter.Mit beeindruckenden Zahlen wartete die Stützpunkfeuerwehr Pfatter bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Hanauer auf. Sie unterstrichen das Engagement der Vorstandschaft und der Aktiven. Die Zahl der Mitglieder stieg auf aktuell 584. Mit 60 Jugendlichen verfügt die FF Pfatter weiterhin über die größte Nachwuchsgruppe im Landkreis. Mehr als 1000 Einsatzstunden wurden ehrenamtlich geleistet.

Insgesamt 39 Mal mussten die Aktiven im vergangenen Jahr zu teils schwer belastenden Einsätzen ausrücken. Gerade die Bergung von schwer- oder schwerstverletzten Fahrzeuginsassen nach Unfällen belastet die Einsatzkräfte enorm. Achtmal mussten die Aktiven auf die Bundesstraße ausrücken. Am 26. August galt es bei Leiterkofen, einen Toten zu bergen und zwei eingeklemmte Insassen schwerverletzt aus Fahrzeugwracks zu retten.

Schwarzer Freitag auf der A3

Noch immer präsent ist bei den Einsatzkräften der Unfall, der sich am 9. Februar 2018 auf der Autobahn bei Wörth-Ost ereignete. Hier wurde das Einsatzfahrzeug mit seinem Verkehrssicherungsanhänger an der Unfallstelle von einem herannahenden Sprinter gerammt und total beschädigt. „Die Fahrbahn zur Unfallstelle in Fahrtrichtung Passau war so verstopft, dass für die großen Rettungsfahrzeuge kein Durchkommen war. Deshalb musste die Wehr aus Pfatter auf der Gegenfahrbahn anhalten und über die Mittelschutzplanke die Personenrettung beginnen“, erklärte Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer damals.

Hohe Auszeichnungen und besondere Ämter

  • Hermann Knieling:

    Der Vorsitzende erhielt für besondere Verdienste um die Wehr die Floriansmedaille in Silber. Vor genau zehn Jahren übernahm er den Vorsitz von Franz Binder. Der Mitgliederstand ist auf 584 angewachsen. Insgesamt 24 Ehrenmitglieder gehören dem Verein an.
    Er erhielt als besondere Auszeichnung das Ehrenzeichen in Gold des Kreisfeuerwehrverbands. Dieses wurde im anlässlich eines Ehrenabends in Oberhinkofen von Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und Landrätin Tanja Schweiger für besondere Verdienste verliehen.

  • Andreas Fuchs:

    Er übt seit zwei Jahren den wichtigen Posten des zweiten Kommandanten aus. Er zusammen mit den Jugendwarten federführend für die Nachwuchsarbeit in der Wehr verantwortlich. Die Stützpunktwehr Pfatter hat mit 60 Jugendlichen die größte Gruppe im Landkreis.
    Der langjährige Schatzmeister verwaltet die Finanzen des Vereins. Mit über 220 Transaktionen und Belegen im Jahr übt er eine verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Er erläuterte die aktuelle Finanzsituation mit Ein- und Ausgaben in seinem Rechenschaftsbericht.

„Hätte die Rettungsgasse funktioniert, hätten wir diesen schweren Unfall vermeiden können. Dies war ein schwarzer Freitag für unsere Wehr“, betonte Kommandant Gerald Lugauer. Neben den vielen technischen Hilfeleistungen war die Wehr auch bei der Bekämpfung von Bränden gefordert. Fünf Mal galt es, im östlichen Landkreis Brände zu löschen. Um die Einsatzbereitschaft als Stützpunktwehr mit zwei großen Löschfahrzeugen aufrecht erhalten zu können, wurde ein gebrauchtes Ersatzfahrzeug aus Waldkraiburg erworben. „Der Umbau kostete uns 580 Stunden Arbeit“, berichtete der Kommandant.

„Hätte die Rettungsgasse funktioniert, hätten wir diesen schweren Unfall vermeiden können. Dies war ein schwarzer Freitag für unsere Wehr.“

Gerald Lugauer, Kommandant

Bürgermeister Jürgen Koch informierte, dass die im Gemeinderat beschlossene Neuanschaffung eines LF 10 mit Rettungssatz noch in diesem Jahr umgesetzt werde. „Zu den Anschaffungskosten in Höhe von 379 000 Euro erhalten wir eine Förderung von 70 000 Euro. Auch ein neuer Verkehrssicherungshänger wurde bestellt“, so der Bürgermeister. Stolz zeigte sich Koch über die große Anzahl bei den Jugendlichen. Bei den Jugendwarten seien sie bestens aufgehoben, so der Rathaus-Chef. „Die Bevölkerung kann sich auf unsere Einsatzkräfte rund um die Uhr verlassen“, ist sich der Bürgermeister sicher.

Um für die anstehenden Herausforderungen gerüstet zu sein, ist die Aus- und Fortbildung das erforderliche Grundgerüst für die Aktiven. Neben 450 Stunden für Instandhaltung der Fahrzeuge und Geräte sowie der Planung für das neue Löschfahrzeug steckten die Pfatterer, angefangen von den Jüngsten bis hin zu den Gold-Rot-Aktiven, weitere 1100 ehrenamtliche Stunden in die Aus- und Fortbildung. Weitere 3200 Stunden verbrachten 37 Jugendliche aus der gesamten Gemeinde zusammen mit ihren Ausbildern Tobias Claus, Josef Lachenschmid, Antonia Raith und Lea Schlecht anlässlich der Truppmannausbildung im Gerätehaus in Pfatter.

Hohe Auszeichnungen

Vorsitzender Hermann Knieling erinnerte an viele gut besuchte Veranstaltungen. „Man kann sich einfach auf die Verbundenheit unserer Bevölkerung in der Gemeinde verlassen“, hob dieser heraus.

Ebenso wie 2018, als sieben Gründungsfeste besucht wurden, steht auch heuer wieder dieselbe Anzahl an Gastbesuchen in der Region an. Terminiert sind ebenfalls: am 6. April eine Fahrt ins Blaue; 3. Mai Florianiübung; 25. Mai Maifest am Gerätehaus; 26. Oktober Abzeichenverleihung; 14. Dezember Weihnachtsfeier der Aktiven, 27. Dezember Winterfest.

„Man kann sich einfach auf die Verbundenheit unserer Bevölkerung in der Gemeinde verlassen.“

Hermann Knieling, Vorsitzender

Hohe Auszeichnungen für besondere Verdienste in ihren Ehrenämtern hatten vor wenigen Tagen der Vorsitzende Hermann Knieling und Wolfgang Inhofer aus den Händen von Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und Landrätin Tanja Schweiger erhalten. So wurden dem Vorsitzenden der FF Pfatter die Floriansmedaille in Silber angeheftet. Wolfgang Inhofer erhielt das Ehrenzeichen in Gold des Kreisfeuerwehrverbands überreicht.

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