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Jubiläum

60 Jahre TSV Pielenhofen

1958 fing man als Fußballverein an, inzwischen sind Sparten wie Boccia, Kinderturnen und Bogenschießen dazugekommen.
Von Andrea Leopold

Landrätin Tanja Schweiger (von links), die Jubilare Erwin Beer und Alfred Köbler, 1. Vorstand Christian Kappl und Bürgermeister Reinhard Ferstl Foto: Leopold
Landrätin Tanja Schweiger (von links), die Jubilare Erwin Beer und Alfred Köbler, 1. Vorstand Christian Kappl und Bürgermeister Reinhard Ferstl Foto: Leopold

Pielenhofen.Wir schreiben das Jahr 1958 – Elvis Presley wird als Soldat unter großem Hallo in Deutschland empfangen. Der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg entwickelt seine sogenannte Weltformel, die Raumfahrtbehörde NASA wird gegründet und Artur Fischer aus Tummlingen erfindet den S-Dübel, heute noch weltweit als Fischerdübel bekannt. In einem kleinen und beschaulichen Ort entsteht zur gleichen Zeit der TSV Pielenhofen.

Heuer feiert dieser Verein sogar schon sein 60-jähriges Bestehen. Im Rahmen einer Weihnachtsfeier im gemütlichen Klosterstadel ließ der Vorsitzende Christian Kappl die letzten 60 Jahre Revue passieren.

Im Juni 1958 fand die Eintragung in den Bayerischen Landessportverband unter den Vorsitzenden Anton Wittl und Josef Schmid statt. 49 Mitglieder zählte der Verein damals.

Zuerst war es lediglich ein Fußballverein, das Geld war knapp und teuere Sportarten wie Tennis oder Skifahren waren nichts für den Otto Normalbürger. Free climbing fand im entfernten Amerika oder in den Bergen statt. Mountainbiking und Aerobic waren noch nicht erfunden.

Vom Fußball zum Bogenschießen

Man baute eine erste Fußballmannschaft auf. In den Jahren 58/59 wurden mit Pickel und Spaten in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden die Hügel der Wiese begradigt. Bereits 1962 gründete sich das Frauenturnen unter der Leitung von „Fräulein“ Merkl, damals Turnlehrerin im Kloster, ebenso die Herrengymnastik.

Im Jahr 1974 kam es zur Gründung der Abteilung Tischtennis durch Witloff Grünwald, danach die Tischtennis-Jugend im Jahr 1979. Skifahren rückte ab 1981 in den Fokus des Vereins unter der Führung von Liesbeth Kölbl. Im Jahr 1990 wurde das Kinderturnen von Helma Ebkemeier ins Leben gerufen.

Die Aerobicwelle aus Amerika schwappte mit den Aerobicvideos von Jane Fonda Anfang der 80er Jahre nach Deutschland. Beim TSV zog man nach und Aerobic wurde ab 1992 vom Monika Bierschneider vier Jahre geleitet. Als Weiterentwicklung folgten die Stepp-Abteilung, das Mutter-Kind-Turnen (1993) und die Fußball-Bambinis (1996).

Auch den neuesten Trends verschloss man sich nicht: Boccia spielt man seit dem Jahr 2012, der Trendsport „Zumba“ hielt 2013 Einzug in den Verein und zuletzt vergrößerte die neu gegründete Abteilung Bogenschießen im Jahr 2017 unter Uwe Zimmermann die Mitgliederzahlen auf derzeit 420 Mitglieder.

60 Jahre TSV Pielenhofen

  • Angebot:

    Turnen, Boccia, Fußball und Tischtennis, Mutter-Kind-Turnen, Kinderturnen, Volleyball, Zumba und neuerdings auch Bogenschießen

  • Mitgliedsbeiträge:

    Kinder 0 bis 14 Jahre 15 Euro, Jugendliche 15 bis 17 Jahre 24 Euro, Erwachsene ab 18 Jahre 39 Euro, Familienbeitrag Kinder bis einschließlich 17 Jahre frei 90 Euro, Rentnerbeitrag ab 65 Jahren 36 Euro

Allein 2017 kamen 53 Neuanmeldungen dazu. Dies sei hauptsächlich der neuen Abteilung Bogenschützen unter der Leitung von Uwe Zimmermann zu verdanken. Etwa 40 Erwachsene und zehn Kinder üben sich regelmäßig im Bogenschießen. „Die Bogenschützen wirken sich sehr positiv auf den Verein aus,“ so Christian Geusch, Schriftführer des Vereins.

Christian Kappl bemerkte in seiner kurzweiligen Ansprache er sei „mit List und Tücke“ zum Vereinsvorstand „rekrutiert“ worden. Er bedankte sich bei den ehrenamtlich engagierten Menschen, die den Verein zu dem gemacht haben, was er heute ist. Der Vorstand sprach in seiner Rede davon, dass sich ein moderner Verein auch den technischen Veränderungen, speziell im Bereich der elektronischen Medien stellen müsste. Dabei benannte er den e-sport, also den elektronischen Sport, als zukunftsweisend und im Bereich der Jugendarbeit als essentiell wichtig.

Zwei Mitglieder geehrt

Landrätin Tanja Schweiger erwähnte in ihrer Begrüßungsrede, wie schwierig die Aufgabe des Ehrenamtes heute geworden sei. Es laste alles Mögliche auf den Schultern der freiwillig Engagierten. Deshalb gründete man die sogenannte Vereinsschule, die mit Vorträgen und Workshops die Ehrenamtler unterstützen soll.

Besonders geehrt wurden an diesem Abend zwei Mitglieder, Erwin Beer und Alfred Köbler, die seit 60 Jahren Mitglied im Verein sind.

Tatsächlich gibt es noch weitere 18 Mitglieder, die den TSV 1958 mitgegründet haben.

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