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Betreuung

Die Kinderkrippe in Pielenhofen kommt

Es eine Lösung: Die neue Krippe zieht ins Bruder-Konrad-Haus und die Pflegestation in die alte Grundschule.
Von Meike Jordan

Die neue Kinderkrippe soll ab Herbst im Bruder-Konrad-Haus untergebracht werden. Foto: Meike Jordan
Die neue Kinderkrippe soll ab Herbst im Bruder-Konrad-Haus untergebracht werden. Foto: Meike Jordan

Pielenhofen.Nach etlichen Jahren und vielen Diskussionen ist der Gemeinderat in Pielenhofen jetzt zu einer Lösung beim Thema Kinderkrippe gekommen. Schon seit Jahren wird immer wieder der Bedarf ermittelt und bisher bestand kein Handlungsspielraum seitens der Gemeinde. Doch mit dem Zuzug vieler Neubürger und der Erschließung neuer Baugebiete stieg die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen für die unter Dreijährigen plötzlich stark an.

Während 2011 lediglich drei Familien einen Platz gebraucht hätten, gibt es derzeit 13 konkrete Anfragen und zwar für diesen Herbst. Die Containerlösung, die in der letzten Sitzung diskutiert wurde, konnte nun ad acta gelegt werden. Bürgermeister Reinhold Ferstl hatte die Idee, die Kinder im Bruder-Konrad-Haus unterzubringen. Das bringt viele Vorteile mit sich, machte er jetzt im Gemeinderat deutlich.

Derzeit wird das Bruder-Konrad-Haus von der Ambulaten Krankenpflegestation benutzt. Der Pflegedienst ist aber schon seit längerem auf der Suche nach einer räumlichen Alternative, da das alte Gebäude langfristig grundlegend saniert werden soll. Um es in einen Kinderkrippe zu verwandeln, bedarf es nur ein paar kleinerer Veränderungen, da das Gebäude früher schon den Kindergarten beherbergte.

Umbau ist schnell möglich

Nun müssen nur ein paar Fliesen neu verlegt werden, die Toiletten und Waschtische auf Kinderhöhe gehängt werden und der Außenbereich in einen Spielplatz umgewandelt werden. Das kostet die Gemeinde nicht viel und ist auch schnell zu erledigen. Denn ab September, spätestens im Oktober, soll die Kindergrippe in Betrieb gehen. Das Landratsamt hat bereits sein Einverständnis dazu geben.

Aus dem Gemeinderat

  • Kosten Kinderkrippe:

    Insgesamt belaufen sich die Kosten für die provisorische Kinderkrippe auf 36 500 Euro. Die setzen sich wie folgt zusammen: 16 000 Euro für Umbaumaßnahmen im Innenbereich, 20 000 Euro für Spielgeräte im Außenbereich und 5500 Euro für Nebenkosten. Die Möbel und die Spielgeräte sollen dann mitgenommen werden, wenn die Kinderkrippe schließlich endgültig fertiggestellt ist.

  • Sammelaktion:

    Bettina Wilemowski berichtete von einer Sammelaktion der Frauen anlässlich des Weltgebetstages zugunsten syrischer Mädchen. Bis Ende 2018 können Plastikstifte (Filzstifte, Kugelschreiber) an Sammelstellen abgegeben werden. In Pielenhofen ist Wilemowski die Ansprechpartnerin. Die Stifte werden recycelt, und von dem Erlös können beispielsweise Schulmaterialien gekauft werden.

Alles in allem ist dies natürlich nur eine Übergangslösung. Denn die Kleinen sollen ein neues eigenes Haus erhalten, in unmittelbarer Nähe zum vorhandenen Kindergarten. Mit dieser Lösung hat sich die Gemeinde nun Zeit verschafft. Das neue Gebäude kann nun in Ruhe geplant werden. In der Zwischenzeit wären die Kinder für die nächsten zwei bis drei Jahre im Bruder-Konrad-Haus untergebracht.

Auch die Verantwortlichen der Ambulanten Krankenpflegestation sind mit dieser Lösung zufrieden. Denn die Station zieht in die alte Grundschule. Dieses Gebäude wird zwar seit diesem Jahr von der Fachakademie für Soziale Arbeit genutzt. Allerdings wird dafür nicht das ganze Haus benötigt. Und mit ein paar räumlichen Umstrukturierungen würde das Raumangebot sogar ausreichen, wenn im nächsten Jahr die zweite Klasse der Fachakademie nach Pielenhofen kommt.

Die Mitarbeiter der Pflegestation sollen nach den Planungen das Untergeschoss der ehemaligen Grundschule beziehen, das sogar für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Der Bauhof Pielenhofen und auch die Nachbargemeinden werden der Einrichtung beim Umzug behilflich sein. Die Fachakademie belegt dann künftig die oberen beiden Stockwerke. Dadurch wäre das ehemalige Schulgebäude wieder voll ausgelastet, die Gemeinde erhält von der Fachakademie Mietzahlungen und spart sich durch die Nutzung gemeindeeigener Räume die Miete für die Räume der Ambulanten Pflegestation.

Nun fehlt noch ein Träger

Die anderen kirchlichen Gruppen wie der Frauenbund, der Chor Trotzdem und die Ministranten dürfen künftig den Gemeindesaal und den Klosterstadel nutzen. Für die Krippe ist es jetzt von größter Wichtigkeit, dass zeitnah ein Träger gefunden wird. Die Gemeinde ist schon mit mehreren Trägern in Kontakt getreten.

Der Bürgermeister favorisiert aber die Diözese, die auch die Trägerschaft für den Kindergarten hat. „Dann wäre alles in einer Hand“, betonte Ferstl in der Sitzung. Für Gemeinderätin Bettina Wilemowski ist in erster Linie wichtig, dass die Kinder eine katholische Kinderkrippe besuchen. Da werde St. Martin gefeiert und das christliche Brauchtum entsprechend vermittelt, argumentierte sie.

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