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Auszeichnung

Franz Wittl ist Pielenhofens Ehrenbürger

Als Dankeschön überreichte der Altbürgermeister der Gemeinde zwei wertvolle Gemälde. Er hatte sie vor Jahren ersteigert.
Von Andrea Leopold

Altbürgermeister Franz Wittl (links) nimmt von Bürgermeister Ferstl die Urkunde entgegen. Foto: Jürgen Ebkemeier
Altbürgermeister Franz Wittl (links) nimmt von Bürgermeister Ferstl die Urkunde entgegen. Foto: Jürgen Ebkemeier

Pielenhofen.In einem festlichen Akt wurde Altbürgermeister Franz Wittl zum Ehrenbürger der Gemeinde Pielenhofen ernannt.

25 Jahre lang hat sich Franz Wittl um das Allgemeinwohl in besonderem Maße verdient gemacht. Von 1972 bis 1984 war er Mitglied des Gemeinderates Pielenhofen, von 1990 bis 2003 auch 1. Bürgermeister. Im Jahr 1994 wurde er mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet. 2005 wurde Franz Wittl bereits die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ verliehen.

In den vielen Jahren habe sich Franz Wittl als engagierter und sachverständiger Kommunalpolitiker bewährt, der sich immer tatkräftig um die Belange der Gemeinde Pielenhofen angenommen hat, würdigte Bürgermeister Reinhold Ferstl. In seiner Amtszeit als 1. Bürgermeister fielen viele zukunftsweisende Projekte, wie z.B. der Ausbau der Naab- und Forststraße in Pielenhofen, die Errichtung der Kläranlage sowie der Bau der Sportanlage bzw. des Sportbetriebsgebäudes. Mit der Ausweisung von Baugebieten wurden zudem rechtzeitig die Weichen gestellt, um Bauwilligen in der Gemeinde Pielenhofen neue Perspektiven zu eröffnen und der Gemeinde eine gute Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Lange Reise der Gemälde

Mit der Ortskernsanierung im Rahmen der Städtebauförderung hat Wittl das Ortsbild entscheidend mitgeprägt. Um eine bürgernahe Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Pielenhofen-Wolfsegg zu ermöglichen, wurde unter seiner Führung in Pielenhofen ein Bürgerbüro errichtet.

Zu seinem Ehrentag hat Altbürgermeister Franz Wittl zwei wertvolle und restaurierte Gemälde als Schenkung in den Besitz der Gemeinde übergeben. Abgebildet sind der letzte Klosterrichter von Pielenhofen Johannes Philipp Carl sowie seine Gattin Maria Antonia Carl.

Die Gemälde hatten eine lange Reise hinter sich, bis sie wieder in Pielenhofen ankamen. Franz Wittl berichtet über die Umwege, die die Gemälde genommen haben.

lngrid Hofmann, Ehefrau des Forstamtsleiters Ernst Hofmann in Pielenhofen, hatte 1995 zur Geburtstagsfeier im Gasthof zum Goldenen Löwen in Kallmünz auch Franz Wittl und seine Frau eingeladen. Ernst Aicher, der ebenfalls mitfeierte, hatte in seiner Eigenschaft als Kreisbaumeister und Kreisheimatpfleger des Landratsamts in Mühldorf einen Katalog vom Kunstauktionshaus Dorotheum aus Wien dabei, den er dem Bürgermeister zeigte. ln diesem Katalog waren beide Bilder, ein Gemälde von Maria Antonia Carl und Johannes Philipp Carl zur Versteigerung angeboten.

Bilder in schlechtem Zustand

Ernst Aicher war der Meinung, dass sich Franz Wittl als Bürgermeister von Pielenhofen unbedingt dieser Gemälde annehmen und sie wieder in die Gemeinde zurückholen sollte. Wittl: „Nach eingehender Information und bedachter Überlegung zusammen mit meiner Frau Luise haben wir die Gemälde im Sommer 1995 in Wien ersteigert. Beide Bilder waren in einem schlechten Allgemeinzustand, ich übergab sie zwei Jahre später zum Restaurieren an Rudolf Rappenegger nach Regensburg.“

Nach der Restaurierung sind beide Gemälde in den Besitz der Familie Wittl übergegangen. Zu seinem Ehrentag übergab Wittl nun die Gemälde an die Gemeinde Pielenhofen als Schenkung. Die Kunstwerke sollen im Bürgerhaus im Sitzungssaal der Gemeinde ihren gebührenden Platz finden.

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