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Erziehung

Gärtnern für die ganz Kleinen

Eine Aktion für gesunde Ernährung: Im Bruder-Konrad-KiGa in Pielenhofen gibt es leckere Erdbeeren und Gemüse zum Naschen.
Von Andrea Leopold

Jetzt dürfen die Kleinen die richtigen Bilderstecker den Pflanzen zuordnen.  Foto: Andrea Leopold
Jetzt dürfen die Kleinen die richtigen Bilderstecker den Pflanzen zuordnen. Foto: Andrea Leopold

Pielenhofen.Die Sonne scheint, nagelneue Hochbeete stehen bereit und erwartungsvoll scharen sich die Vorschulkinder des Bruder-Konrad-Kindergartens rund um die drei neuen Hochbeete. Gleich geht es los mit Buddeln und Graben, die kleinen Hände zucken schon erwartungsvoll und gleiten über die neue Erde. Zuerst aber muss noch die Gartenpädagogin Marion Zlamal mit Hilfe von Petersson und Findus-Handpuppen die Einführung in das Gärtnern starten.

Die VR Bank Niederbayern Oberpfalz e.G. unterstützt zusammen mit der Mittelbayerischen seit 2013 die Aktion „Gartenzwergerl-Gemüse für den Kindergarten“, bei dem die Kleinen lernen sollen, dass Gemüse nicht aus den Stellagen der Supermärkte herauswächst, sondern erst gepflanzt, dann gehegt und gepflegt werden muss.

„Wir wollen, dass die Kinder erfahren, wo Obst und Gemüse herkommen“, erklärt Michael Zinner von der VR Bank. Ab 2014 holte man sich die Mittelbayerische mit ins Boot. Zehn Kindergärten werden jedes Jahr bestückt. Die Kindergärten bewerben sich jährlich, dann entscheidet eine Jury über die Bewerbungen. Es gibt jeweils drei Hochbeete und den Gartentag. „Es ist eine schöne Aktion, die Kinder dürfen sich schmutzig machen. Im Anschluss gibt es noch eine gesunde Brotzeit mit dem Gemüse, das sie jetzt anpflanzen“, erklärt Michael Zinner. Paprika, Erdbeeren, Gurken, Kohlrabi, Sauerampfer, Zuckererbsen und Schnittlauch. Die Hochbeete haben genau die richtige Größe für die Kinder zum Gießen, Pflegen und Ernten.

Lernen, was man pflanzen kann

Jedes Jahr bewerben sich ca. 150 Einrichtungen für die Aktion. Dieses Jahr hat es beim KiGa Pielenhofen geklappt. Petersson erklärt seinem Kater Findus, dass man zuerst eine Kartoffelpflanze in die Erde legen muss, damit man später viele Kartoffeln ernten kann. Der schlaue Kater mag ja lieber Pfannkuchentorte und Pudding, aber am liebsten Fleischpflanzerl. Das letze holt er aus der Küche und legt es zwischen die Kartoffelpflanzen vom Petersson: „Dann kann ich doch später ganz viele ernten“, meint der Kater. Die Kinder sind damit nicht einverstanden: „Das geht nicht!“ empört sich der Eine oder Andere. „Genau!“, stimmt Marion Zlamal zu. Es heiße zwar Pflanzerl, sei aber Fleisch und das kann nicht im Beet wachsen. Das leuchtet den Kleinen ein. Jeder sucht sich jetzt einen Platz. „Die gute Erde muss verteilt werden, dann kann es losgehen“, verspricht Zlamal.

Die Kinder dürfen die frische Anzuchterde mit bloßen Händen ausbreiten. Das macht Riesenspaß. Danach verteilt Zlamal die Pflanzen an die richtigen Stellen und erklärt den Kindern, welches Gemüse aus welcher Pflanze wachsen wird. Anschließend dürfen die Kinder nun kleine Löcher buddeln, in die sie die Pflänzchen einsetzen und festdrücken. In die freien Flächen werden Samen von Radieschen und Karotten von den kleinen Händen einzeln in die Erde gedrückt.

Zum Schluss gießen

Ohne Wasser kann keiner leben, auch nicht die Pflanzen. Deshalb stehen bunte Gießkannen bereit, die mit Wasser gefüllt und von den Kindern flächendeckend auf das Beet gegossen werden. „Überall gießen, auch auf die freien Flächen, denn da ist ja der Samen drin“, erläutert die Gartenpädagogin. Am Schluss hat die Gärtnerin noch Bilder der passenden Pflanzen als Gartenstecker dabei, die die Kinder zuordnen dürfen.

Radiomoderator Armin Wolf, der für die VR Bank meistens bei der Gartenaktion dabei ist, beobachtet das geschäftige Treiben. Als die Arbeit getan ist, kommt Zeitungsmaskottchen Zinni in den Kindergarten gewatschelt und begrüßt die Kinder. Zur Belohnung und zur Motivation gibt es am Schluss der Aktion eine gesunde Brotzeit mit dem Gemüse, das gerade gepflanzt wurde. Eine grüne Kindergartenbank gehört auch noch zur Aktion und wird dekorativ in der Nähe der Beete aufgestellt.

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