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Brauchtum

Kinder leben in PielenhofenTradition

Nach Jahren hat Pielenhofen wieder einen Kirchweih-Baum. Er wurde bei der Kinder-Kirwa von den Löschzwurggln aufgestellt.
Von Meike Jordan

Die kleinen Feuerwehrmänner und -frauen hievten den Baum auf traditionelle Art nach oben. Foto: Jordan
Die kleinen Feuerwehrmänner und -frauen hievten den Baum auf traditionelle Art nach oben. Foto: Jordan

Pielenhofen.„Wer hod Kirwa? Mia ham Kirwa!" war weithin durch das Dorf zu hören, als die Feuerwehr-Kindergruppe „Löschschzwurggl" mit ihrem Kirchweihbaum von der Naabstraße aus in feierlichem Zug durch das Dorf in die Klosterökonomie marschierte.

Angespornt vom rhythmischen Kolbenschlag von Erik Staufers Schnellläufer Lanz Bulldog aus dem Jahre 1939 begleitete die schon eingespielte Mannschaft der Löschzwurggl im Zug mit den Feuerwehrfahrzeugen der Gemeinde ihren Baum zum Aufstellort. Dort angekommen erläuterte Ehrenkommandant Ludwig Obletzhauser den 150 anwesenden Gästen Herkunft und Inhalt des Kirchweihbrauchs und verwies auf die lange Tradition der Kirche und der Kirchweih in Pielenhofen mit dem im Jahre 1240 gegründeten Kloster. Unter seiner fachmännischen Anleitung folgte dann sogleich der Höhepunkt des Festes.

Kinder zapfen das Fass an

In ganz traditioneller Art haben die Kinder mit reiner Muskelkraft den etwa zwölf Meter langen Baum mit einem kräftigen "Hauruck" aufgestellt und unter tosendem Applaus verankert. Yvonne Wunderlich hat den Löschzwurggln mit ihrer kreativen Art nicht nur den schönen, klassisch weiß-blau geschmückten Kranz für den Baum gebunden, sondern auch freihändig das Schild für den Baum gemalt.

Eingeleitet von Dankesworten des Mitveranstalters Bernhard Rank, der stolz auf die Anwesenheit aller Bürgermeister und mehrerer Gemeinderäte sein konnte, erwies dann Bürgermeister Reinhold Ferstl den Löschzwurggln die Ehre, das erste Kirchweihfass anzuschlagen. Die Kinder hatten nach den Strapazen des Festzuges und des Baumaufstellens dann noch genug Gelegenheit, ausgelassen an den Wurfständen, beim Maßkrugschieben oder in der Hüpfburg zu spielen.

Viele Helfer

  • Der Baum:

    Ein ganz besonders herzlicher Dank geht an die Familie Bach, nicht nur für die Stiftung, sondern auch für das Fällen des Kirchweihbaumes.

  • Weiteres:

    Außerdem bedankten sich die Verantwortlichen bei Franz Gleissl für die Bereitstellung des Holzwagens und bei Andreas Ernst für die Hüpfburg. Die Leiter der Löschzwurggl-Gruppe danken darüber hinaus allen Helfern.

Nach vielen Jahren hat Pielenhofen nun wieder einen Kirchweihbaum und die Löschzwurggl spielen eine zentrale Rolle im Begründen und Bewahren von Tradition in der Gemeinde. „Es ist schön anzusehen, dass den Kindern diese Tradition nahegebracht wird und sie mit so viel Freude und Interesse dabei sind. Ein ganz tolles Fest!“, sagt etwa Dr. Sebastian Rösl, der vom Fest so begeistert war, dass er sich zur spontanen Mithilfe bei der Versorgung der Gäste bereit meldete.

Die Gäste hielten es lange aus

Die Musikgruppe "Lausbuam" sorgte beim Einzug in die Klosterökonomie und den ganzen Abend über für hervorragende Unterhaltung. Bis weit nach Sonnenuntergang hielten sich die Gäste bei kühlen Getränken und lecker Gegrilltem an den Heiztonnen so lange, dass der Ausklang fast mit einer Baumwache verschmolz.

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„Die Feuerwehr hat eine immense Tradition im Rahmen der Kirchweih. Wir hatten schon lange keine Kirwa mehr und deshalb befeuern die Löschzwurggl diese Tradition in Pielenhofen nun aufs Neue", meint Mitorganisator Matthias Deml zu der Motivation für die Veranstaltung. Robert Wunderlich resümiert: „Der Begriff des Einsatzes ist enorm vielfältig. Das gemeinsame Engagement der Feuerwehrler für unsere Dorftraditionen gehört da unbedingt dazu. Es ist wichtig, dass wir das vermitteln."

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