MyMz
Anzeige

Kunst

Landart auf der Naabinsel

Am 28. Juni öffnet eine Ausstellung namhafter Künstler aus Pielenhofen und der Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle.
Von Andrea Leopold

Eine Flusslandschaft, wie sie der Künstler Naip sieht. Er spielt mit unglaublichen Lichteffekten und Schatten. Foto/Repro: Naip
Eine Flusslandschaft, wie sie der Künstler Naip sieht. Er spielt mit unglaublichen Lichteffekten und Schatten. Foto/Repro: Naip

Pielenhofen.Der Kulturkellerverein Pielenhofen (KuKeeV) plant aufgrund des großen Erfolges im vergangenen Jahr eine weitere Ausstellung im Juni dieses Jahres mit Künstler aus der Region, die auch im Arbeitskreis „Bildende Kunst“ des KuKeeV aktiv sind. Diese haben sich etwas einfallen lassen, um die Kulturszene der Region zu bereichern.

Die neue Ausstellung, mit Vernissage am 28. Juni um 19 Uhr im Klosterstadel Pielenhofen wird dieses Jahr von Künstlern aus der Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle gestaltet. Die Türen im Stadel werden dazu bis 21. Juli geöffnet sein.

Die Partnergemeinde Crécy-la-Chapelle kann eine große und lange Historie in Sachen Kunst, wie im Sektor Malerei, Skulpturen und Fotografie aufweisen. Der Ort Crécy ist geprägt von Künstlern, schönen alten Gärten, Gebäuden und viel unberührter Natur. „Hier kann man gar nicht anders, man muss malen, fotografieren oder auch die Sinne einfach schweifen lassen“, meint Reinhold Riederer, Mitglied des Kulturkellervereins. Die Ausstellung birgt hohe Erwartungen bezüglich neuer, den regionalen Organisatoren unbekannter Künstler aus dem Umfeld der „Jumelage“.

Künstler aus Frankreich

Die Kunstwerke, die die Besucher erwarten, sind durchaus als hochklassig einzustufen. Die Künstler wie Naip oder Toshio Matsuda haben sich bereits auf vielen Ausstellungen weltweit einen Namen gemacht und Preise erhalten. Naip, geboren 1948 in Paris, besticht durch die wiedererkennbare Art seiner Acrylwerke. Auf seinen Bildern umgibt er seine Objekte mit präzisen Linien und Geometrien, um sie zu restrukturieren. Dabei spielt er mit unglaublichen Lichteffekten und Schatten.

Toshio Matsuda , geboren 1949 in Kyoto (Japan), glänzt mit seiner Vielfalt an Materialien, die er einsetzt, und perfekt beherrscht. Seine Figuren und Szenen sind voller Ausdruck und spiegeln eindrucksvoll die Situation wieder.

Weitere Aussteller sind Bernhard Prigent und Mme Adam aus dem Bereich der Malerei. Skulptur und Glaskunst bieten Claude Grollimund, Lise Zambelli und Brigitte Buisine.

Die einheimischen KünstlerInnen aus dem Arbeitskreis Kunst, allen voran Manuela Görgen, haben sich ein fantasievolles Projekt, begleitend zur Ausstellung, einfallen lassen.

Görgen hatte die Idee, dieses Jahr nicht nur eine Ausstellung im Klosterstadel zu verwirklichen, sondern auch ein Projekt auf der Naabinsel zu starten. Sofern das Wetter mitspielt, können die Besucher die Vernissage zuerst auf der Naabinsel besuchen, um sie dann im wunderschönen Ambiente des Klosterstadels fortzusetzen. Mit dem Arbeitstitel „Faszination blühende Naab“ stützen sich die Künstlerinnen Isolde von Reusner, Evamaria Sterr und Görgen auf das Thema „Landart“. Der Begriff „Landart“ entstand Ende der 1960er Jahre in Amerika, wo Künstlerinnen und Künstler oft großflächige Installationen und Werke aus Naturmaterialien weit abseits der Zivilisation in oft „unberührten“ Landschaften aufstellten. Im kleinräumigeren Europa entwickelte sich in den 1970er Jahren daraufhin eine naturorientierte Kunstform, die hauptsächlich mit Naturmaterialien in einer oft auch relativ kultivierten Landschaft experimentierte. Landart-Kunstwerke haben meist eine kurze Lebensdauer. Die Flut spült sie weg, der Regen wäscht sie fort, der Wind verweht sie. Sie laden dazu ein, für den Augenblick zu gestalten und nicht für die „Ewigkeit“. Sie bieten daher besondere Erfahrungen in einem alltäglichen und doch besonderen Erlebnisraum.

Landart auf der Naabinsel

Der Arbeitskreis möchte Stoffblumen in verschiedenen Farben auf der Insel unterhalb der Brücke „wachsen“ lassen. Die Blumen sollen ein Zeichen sein für die Unterschiedlichkeit der Menschen. Sie sprechen für eine globale Welt, in der wir leben. Akzeptanz und Toleraz seien gefragt, so Sterr, und werde immer wichtiger. Bunt stehe für viele Nationen und Völker, die weißen Blumen sollen ein Zeichen für Frieden sein, den wir so dringend brauchen.

Öffnungszeiten der Ausstellung

  • Dauer:

    Die Ausstellung ist vom 29. Juni bis 21. Juli im Klosterstadel Pielenhofen geöffnet.

  • Zeiten:

    Montag bis Freitag von 10-18 Uhr, Mittwoch geschlossen, Samstag von 10 bis 13 Uhr und Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

  • Künstler:

    Toshio Matsuda, Naip, Bernard Prigent, Mme Adam, Claude Grollimund, Lise Zambelli und Brigitte Buisine.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht