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Ausdruckstanz

Lust an Kreativität und Experimentieren

Tanzpädagogin Eva Eger leitet das Tanzausbildungszentrum TAHK – Tanzakademie Helene Krippner im Kloster in Pielenhofen.
Von Ralf Strasser, MZ

Eva Eger, Akademieleiterin
Eva Eger, Akademieleiterin Foto: Strasser

Wolfsegg.Welche Inhalte und Schwerpunkte setzt die Tanzschule?

Die TAHK steht für kreative und innovative Tanz-und Performancekunst. Inhaltlich legen wir dabei vor allem Wert auf eine fundierte Tanztechnik und die Ausdrucksfähigkeit der Bewegung. Gleichzeitig halten wir aber auch die Vernetzung dieser Aspekte mit anatomischen, psychologischen und physiologischen Kenntnissen, mit Hintergrundwissen aus den Bereichen Tanz- und Kunstgeschichte sowie die Entwicklung des kreativen Potenzials und einer starken Persönlichkeit für unverzichtbar. Mit öffentlichen Prüfungen, bei denen unsere Schüler und Schülerinnen ihre eigenen künstlerischen Werke zeigen, Exkursionen und Projekten wie „Salome“ stellen wir zusätzlich den notwendigen Praxisbezug sicher.

Welche Voraussetzung muss ein künftiger Schüler mitbringen?

Vor allem Liebe zum Tanz, die Bereitschaft, sich einzulassen, zu kooperieren, sich persönlich zu entwickeln, die eigenen Grenzen zu überschreiten, Lust am Experimentieren und Lernen. Natürlich gibt es auch formale Voraussetzungen wie eine abgeschlossene Schulbildung, körperliche Belastbarkeit oder ein Gefühl für Bewegung. Eine tänzerische Vorbildung ist auch wünschenswert, jedoch keine Bedingung. Was uns weniger interessiert, ist der Mythos des „geborenen Tänzers“.

Die Regensburger Tanzszene ist überregional bekannt, inwieweit ist ihre Tanzakademie beteiligt?

Helene Krippner gründete 1926 mit dem Tanzstudio Krippner die erste Schule für künstlerischen Tanz. Als Schülerin der wichtigsten Pionierinnen des deutschen Ausdruckstanzes, wie z. B. Mary Wigman, brachte sie den Ausdruckstanz nach Regensburg und hob damit die freie Regensburger Tanzszene aus der Taufe. Unsere Schüler, auch ehemalige, sind in dieser Szene fest etabliert. Sie sind regelmäßig u.a. bei den Regensburger Tanztagen, dem Tanzfestival Schleudertraum und freien Produktionen als Tänzer oder Choreografen präsent.

Was erwartet uns bei „Salome“?

Auf der Grundlage des gleichnamigen Theaterstücks von Oscar Wilde haben unsere Schüler und Schülerinnen in ihrer Choreografie die Vorlage auf das Wesentliche zusammengefasst. Eine besondere Herausforderung war dabei der Tanz der sieben Schleier. Oscar Wilde beschreibt das Geschehen ausführlich und äußerst bildreich. Der Tanz jedoch wird mit keinem Wort beschrieben. Salome tanzt den Tanz der sieben Schleier. Mehr Anweisung gibt der Autor nicht.

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