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Investition

Pielenhofen: Neues Feuerwehrhaus kommt

Nach langem Hin und Her hat die Gemeinde passendes Gelände gefunden. Es ist auch noch günstiger als geplant.
Von Andrea Leopold

So sieht das neue Feuerwehrhaus in der Planungsphase aus. Darstellung: Hollweck Plan und Bau GmbH
So sieht das neue Feuerwehrhaus in der Planungsphase aus. Darstellung: Hollweck Plan und Bau GmbH

Pielenhofen.Was lange währt, wird endlich gut – dieses Sprichwort gilt auch für den Neubau des lang ersehnten Feuerwehrhauses in Pielenhofen. Der Bau ist eine schon seit vielen Jahren geplante Maßnahme der Gemeinde. Die räumlichen Verhältnisse im bisherigen Gerätehaus entsprachen nach einhelliger Meinung des Gemeinderates nicht mehr den Bedürfnissen der heutigen Zeit. Das große Problem bestand darin, ein passendes Gelände für dieses Feuerwehrhaus zu finden.

„Eine ewige Sucherei“ nannte der 3. Bürgermeister Jürgen Ebkemeier die Standortsuche. Unter anderem wurden als Standorte der heutige Klosterstadel, das Sportgebäude am Wiesenweg, das Grundstück des Bürgerhauses, das Klosterfeld und zwei weitere Standorte in der Klosterökonomie untersucht. Alle Standorte erschienen dem Gemeinderat und den Verantwortlichen der Feuerwehr entweder als nicht geeignet oder finanziell nicht machbar. Ebkemeier: „Der Bau des Feuerwehrhauses ist schon seit 36 Jahren ein Thema bei uns.“

Feuerwehrhaus in Rieden war Vorbild

Der 1. Bürgermeister Reinhold Ferstl wurde durch entsprechende Recherchen 2019 auf ein bereits im Rohbau fertiges Feuerwehrhaus in Rieden aufmerksam. Dieses Haus entsprach in etwa den Vorstellungen und Bedürfnissen der Gemeinde Pielenhofen. Nach Rücksprache mit dem Bürgermeister von Ensdorf und dem planenden Architekturbüro Hollweck Plan + Bau GmbH wurde dieses mit einer Entwurfsplanung beauftragt.

Das plant die Gemeinde 2020

  • Vorhaben:

    Bau einer Kinderkrippe, Energiemonitoring durch die Energieagentur Regensburg.

  • Weiteres:

    Unterstützung des Wildbienenprojekts des Waldkindergarten Pielenhofen am Wiesenweg, Förderung von Struktur- und Landschaftselementen im Rahmen des Förderprogramms, Einrichtung Bayern-Wlan im Bürgerhaus, Ausbau der Breitbandversorgung

Das Ergebnis entsprach in vollem Umfang den Wünschen und Vorstellungen der Feuerwehr und des Gemeinderates. Sowohl in der Ausführung, der Gestaltung und vor allen Dingen in den ermittelten Baukosten. „Das Warten hat sich finanziell gelohnt“, freut sich der 3. Bürgermeister. Es sei den Aktivitäten von Reinhold Ferstl zu verdanken. Kommandant Daniel Meindl erzählt, dass bei der Besichtigung des FW-Hauses in Rieden alle einhellig meinten: „So stellen wir uns das vor!“

Drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge

Das geplante Feuerwehrgerätehaus ist als Fahrzeughalle mit insgesamt drei Stellplätzen geplant. Darüber hinaus soll ein Aufenthalts- und Schulungsbereich über zwei Stockwerke errichtet werden. Ein Ausbau des Dachgeschosses ist zusätzlich später noch möglich. Parkplätze sind hinter dem Bauhof vorgesehen. Vor der Fahrzeughalle ist ausreichend Platz für die Aufstellung der Feuerwehrfahrzeuge. Für die Reinigung der Feuerwehrfahrzeuge und der gemeindlichen Fahrzeuge ist im Hof ein Waschplatz eingeplant. Für die Gemeindearbeiter werden ein kleiner Büroarbeitsplatz und ein Sanitärbereich eingerichtet. Der neu gewählte Vorstand der Feuerwehr, Tobias Mirbeth, bezeichnet die Planung als „ziemlich gute Lösung“. Man sei „recht angetan“ vom Bau.

Einstimmiger Beschluss

Weiterhin ist ein Jugendraum für den Nachwuchs und ein Schulungsraum vorgesehen. Der Beschluss zum Bau dieses Feuerwehrhauses wurde einstimmig, auch mit großer Zustimmung der Verantwortlichen der Feuerwehr und des Kreisbrandrats, gefasst. Das Wendelinhaus, auf dessen Grund das neue Feuerwehrhaus entstehen wird, wurde bereits im Vorfeld abgetragen.

Streit

Es knirscht in Pielenhofen

Bürgermeister und Feuerwehrführung liegen im Clinch. Vorsitzender Jürgen Peisler kritisiert die Informationspolitik.

Sowohl bei den Kosten des Feuerwehrhauses, als auch beim Abbruch des Wendelinhauses konnte insgesamt eine Summe von ca. 500 000 Euro eingespart werden. Die Baukosten belaufen sich auf ca. 750 000 Euro. Die Zuschüsse für den Bau der drei Stellplätze betragen 178 000 Euro. Laut Architekt Hollweck werden die Leistungsverzeichnisse für die einzelnen Gewerke bereits erstellt, so dass die Ausschreibungen in Kürze erfolgen können. Der Baubeginn ist für Mai 2020 geplant.

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