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Konzert

Tanz-Café im 21. Jahrhundert

Das Konzert von Cappuccino im Klosterstadel war eine faszinierende Zeitreise. Es ging um die Entwicklung der Tanzmusik.
Von Andrea Leopold

Cappuccino zeigte, wie sich die Musik in den zurückliegenden hundert Jahren immer wieder mit dem jeweiligen Zeitgeist verändert hat. Foto: Andrea Leopold
Cappuccino zeigte, wie sich die Musik in den zurückliegenden hundert Jahren immer wieder mit dem jeweiligen Zeitgeist verändert hat. Foto: Andrea Leopold

Pielenhofen.Was haben Dimitrij Schostakowitsch, Suzi Quatro und Shakira gemeinsam? Sie machen zeitlos gute Musik, die in jedem Fall zum Tanzen motiviert, ob Walzer, Disco Fox oder Rumba. Die Band Cappuccino lud in den Klosterstadel Pielenhofen zu ihrer Konzertpremiere „zeitlos – ein Jahrhundert der Tanzmusik“ ein.

Mit dem neuen Konzertprogramm wollen die sechs Musiker Heidi Gügel-Wagner, Norbert Bender, Anton und Peter Lautenschlager, Max Loy und Jürgen Rohr ihr Publikum mitnehmen auf eine musikalische Zeitreise und dabei gemeinsam hineinhören, wo getanzt wird: beginnend mit den Ballrooms der Golden Twenties über die Tanz-Cafés der 1950er, 1960er Jahre bis in die späteren Discos sowie die medialen Räume unsere Zeit mit Miley Cyrus, Shakira und Mark Ronson.

Das Experiment gelang bestens, standing ovations am Ende des Konzerts und strahlende Musiker zeugten vom Erfolg dieses Abends. „Ich fand das Konzert sehr schön, modernen Musik in Tanzmusik gut umgesetzt. Das ist sehr gut gelungen“, meint Johanna Kellner. Max Loy hat sich mit seiner Band vorher bei dem jungen Publikum umgehört und gefragt, was diese denn so gerne hören. Denn eines sei klar: So sehr sich die Musik in den zurückliegenden hundert Jahren immer wieder mit dem jeweiligen Zeitgeist und Lebensgefühl aufs Neue verändert und verschiedenste Stilrichtungen geprägt hat, eines ist dabei immer gleich geblieben: Die Leidenschaft der Menschen auf gute Musik zu tanzen.

Moderne Stücke kommen an

„Ich war sehr überrascht, dass sie so ein aktuelles Programm umgesetzt haben“, meint Sabine Weschta. „Das Programm vorher war eher klassisch, jetzt ist es viel frischer. Ich bin seit zehn Jahren immer wieder dabei. Es war eine schöne Abwechslung für einen Herbstabend“. Besucher Karl-Heinz Weiß: „Es war eigentlich schade, nicht tanzen zu können, ich fand die neuen Stücke toll. Es hat der Band glaube ich gutgetan, mit ihren modernen Stücken in das neue Jahrtausend zu gelangen“.

Musik

Großes Repertoire bei Soundart

Die Musikschule gab im Pielenhofener Klostersaal ein abendfüllendes Konzert.

Der leidenschaftlicher Tänzer Manfred Kellner lobt die Band: „Wir fahren seit Jahren hinter der Band her. Jede Musik ist grundsätzlich tanzbar. Was Cappuccino ausmacht, ist, dass sie sich bemühen, für den Tänzer Musik so zu gestalten, dass er sich auf der Tanzfläche erleben kann.“ Während des Konzerts versuchten die Musiker, über die Zeit zu erklären, wie aus der Musik die einzelnen Tänze entstanden sind.

„Loy möchte Tanzmusik machen im Stil von Hugo Strasser, also dem Publikum dienen, Strasser ist sein großes Vorbild“, erklärt Manfred Kellner, „Shakira ist Samba, den hat schon Ambros Seelos gespielt, als Arrangeur kann man daraus viel Neues machen“.

Pielenhofen

Launiges Musikprogramm

Mit einem launigen Programm aus der Welt der Musical- und Filmmelodien lädt die Bläserphilharmonie Regensburg am Samstag, 6. Juli, um 19 Uhr zu einem Open-Air Konzert in den Innenhof des Klosters Pielenhofen ein.

Loy will dem Publikum dienen

Die sechs Musiker legen größten Wert auf den natürlichen Klang ihrer Stimmen und Instrumente: Saxophon, Trompete und Flöte, Gitarre und Bass, Piano und Schlagzeug. Mit ihrem Cappuccino Tanz-Café lässt die Band eine Tradition aufleben, mit der unsere Eltern groß geworden sind. Zum Glücklich-Sein brauchte es – so Cappuccino – in den 1950er und 1960er Jahren nicht viel: Ein kleines Lokal, etwas zu Trinken und eine Band, die Tanzmusik für sie spielte. Das Konzertprogramm „Starke Frauenstimmen“ stellt beeindruckende Sängerinnen vor: Von Billie Holiday und Doris Day über Caterina Valente und Connie Francis bis zu Linda Ronstedt und Suzi Quatro. Ob Chanson, Jazz, Pop oder Schlager: Ihre unverwechselbaren Lieder haben unterschiedlichste Stilrichtungen geprägt und Musikgeschichte geschrieben. Während ihres Konzerts holte die Band die Künstlerinnen optisch auf die Leinwand der Bühne.

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