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Soziales

Die erste Fairtrade-Schule im Landkreis

Die Regenstaufer-Realschule kümmert sich mit einem Team intensiv um fairen Handel. Dafür gab es jetzt eine Auszeichnung.
Von Sieglinde Geipel, MZ

Die Regenstaufer Realschule ist die 100. Fairtrade-Schule in Bayern. Foto: lgs
Die Regenstaufer Realschule ist die 100. Fairtrade-Schule in Bayern. Foto: lgs

Regenstauf.Die Max-Ulrich-von-Drechsel Realschule darf sich ab sofort „Fairtrade School“ nennen. Im Rahmen einer Feierstunde in der Aula der Realschule überreichte Elisabeth Kojer von TransFair e.V. – Fairtrade Deutschland den Titel. Die Regenstaufer Realschule sei die erste Schule im Landkreis Regensburg, die 100. Schule in Bayern und die 333. Fairtrade-School in Deutschland, erklärte Elisabeth Kojer.

Konrektorin Luitgart Gregori-Erl zitierte Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ Um solche Veränderung zu fördern, gehöre schon seit langem das Schülerengagement in vielen sozialen Bereichen zum Erziehungsziel der Realschule. Der Gedanke, sich für den fairen Handel zu engagieren, sei gemeinsam von Lehrkräften und Schülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen geboren worden.

Die Gruppe ist seit 2016 aktiv

Eine der Voraussetzungen auf dem Weg zum Fairtrade-Titel war die Bildung eines Teams, bestehend aus Lehrern und Schülern sowie einem Elternteil und einer Person aus der Schulleitung. Das Team hatte aus seiner Mitte eine Sprecherin gewählt, die Lehrerin Christine Kelm. Es folgte die Erarbeitung eines Kompasses, in dem festgelegt ist, welche fair gehandelten Produkte für Lehrer und Schüler zur Verfügung stehen sollen. Eine weitere Voraussetzung, war die Behandlung des Themas in den verschiedenen Unterrichtsfächern wie Wirtschaft, Biologie oder Erdkunde. Dies erfolgte bereits fächerübergreifend und in mehreren Jahrgangsstufen und wird selbstverständlich auch in Zukunft weitergeführt.

Im November 2016 traf sich das Fairtrade-Schulteam erstmals und legte gemeinsam die Ziele für den Fairtrade-Kompass fest. Die erste Fair-Aktion erfolgte an Nikolaus mit der Verteilung von Fairtrade-Schokotäfelchen an alle Schüler und Schülerinnen. Es folgten der Verkauf von fair gehandelten Rosen am Valentinstag und die Beschaffung von Fairtrade-Fußbällen sowohl für den Pausensport als auch für den Sportunterricht. Die Eltern konnten sich am Elternsprechtag sowohl über die Aktion informieren als auch Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Orangensaft, Minitäfelchen Schokolade, Tee, Milch und Zucker erwerben. Finanziert wird diese Aktion vom Elternbeirat.

Eine große Unterstützung erhielt das Team auch durch das Lehrkollegium, das sich einstimmig für eine Bewerbung zur Fairtrade School aussprach. Der Förderverein der Realschule lobte für den Kunstwettbewerb „Fairtrade“ drei Preise aus, die im Rahmen der Feierstunde an die Schule übergeben wurden. Natürlich gehörte zu den Aktivitäten auch ein Besuch im örtlichen „Eine Welt-Laden“.

Bürgermeister Siegfried Böhringer erklärte, er sei stolz, dass die Realschule die erste Schule im Landkreis Regensburg mit dieser Auszeichnung sei.

Die Fairtrade-Referentin Elisabeth Krojer erklärte, es könne uns nicht egal sein, wenn 65 Millionen Menschen auf der Flucht seien. Fairer Handel bedeute u.a., den Raubbau an der Natur zu stoppen und sich für Menschenrechte einzusetzen. „Der Welt muss es gut gehen, dann geht es auch uns allen gut.“

Im August 2012 sei die Kampagne von TransFair mit dem Ziel gestartet, dass engagierte Schulen zeigen: Wir unterstützen den fairen Handel, der faire Handel macht Spaß und wir entwickeln kreative Ideen, um den fairen Handel an unserer Schule zu leben. Mittlerweile seien bundesweit fast 500 Schulen registriert.

Neun Schüler machen mit

Als nächste Projekte plant das Team einen Stand mit Fair-Trade-Produkten am Elternsprechtag. Außerdem sollen in naher Zukunft jeweils im Pausenverkauf den Schülern und Lehrkräften entsprechende Angebote gemacht werden. Die Lehrkräfte unterstützen die Aktion schon seit fünf Jahren, sie genießen in ihren Pausen im Lehrerzimmer den fair gehandelten Kaffee. Dazu können sie nun auch fair gehandelte Schokolade, Müsli- und Fruchtriegel verzehren.

In das Projekt bringen sich bisher neun Schüler aus den Jahrgangsstufen 5, 6, 9 und 10 ein. Unterstützt werden sie von den Lehrkräften Michaela Gröber, Claudia Hoffmann, Claudia Roth und Christine Kelm. Von Seiten der Eltern ist die Elternbeirätin Astrid Burkhardt und von der Schulleitung die Konrektorin Luitgart Gregori-Erl eingebunden.

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