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Umbau

Die Schüler können bald einziehen

Im Herbst gehören in Diesenbach Grundschule und Kindergarten wieder dem Nachwuchs. Ein Jahr wichen sie den Bauarbeiten aus.
Von Sabine Norgall, MZ

Ein Jahr lang wurden Grundschule und KIndergarten in Diesenbach generalsaniert. Bei einem Rundgang mit den Markträten gab es nur zufriedene Gesichter. Im Herbst kehren die Kinder in ihre Schule zurück. Den Rundgang begleitete Sabine Norgall mit der Kamera.

Regenstauf.Nur zufriedene Gesichter gab es, als die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses des Markts Regenstauf bei einem Ortstermin die Grundschule und den Kindergarten in Diesenbach besichtigten. Dort steht die Generalsanierung nach einem Jahr Bauzeit jetzt kurz vor ihrem Abschluss. Rechtzeitig zum neuen Kindergarten- bzw. Schuljahr sind die Räume fertig. Das versicherte Architekt Peter Hanshans den Markträten bei einem Rundgang durch die Schule.

Sehen Sie dazu im MZ-Video: Die Markträte zeigten sich beim Rundgang durch die generalsanierte Schule sehr zufrieden.

Die Generalsanierung der Diesenbacher Grundschule steht kurz vor dem Abschluss. Die Markträte zeigten sich bei einem Rundgang sehr zufrieden. Video: Norgall

Die Kindergartenkinder waren während der Bauzeit in Containerbauten auf dem Gelände untergebracht, die Diesenbacher Grundschüler mussten für ein Jahr in die Grundschule nach Steinsberg ausweichen. Der Bauzeitenplan, sagt Christian Kotschate vom Bauamt des Markts, musste jetzt zum Schluss der Bauphase nochmals angepasst werden: „Wir mussten etwas draufhauen, aber wir packen es.“

Wandgemälde nicht zu retten

Das Wandgemälde „Die Welt der Kelten“ kann nicht erhalten werden.
Das Wandgemälde „Die Welt der Kelten“ kann nicht erhalten werden. Foto:Norgall

Was nicht wie geplant geklappt hat: Das Wandgemälde „Die Welt der Kelten“ des Künstlers Siegfried Karl im Treppenhaus konnte nicht erhalten werden. Der an vielen Stellen abblätternde Putz war laut Aussage des Architekten nicht zu retten. Sichtlich stolz präsentierte Hanshans jedoch den Baufortschritt, zeigte den neu geschaffenen Raum für die Mittagsbetreuung im Eingangsbereich, die großen Klassenzimmer, die in dem alten Schulhaus viel größer geblieben sind, als es der Raumplan bei einem Neubau vorgeschrieben hätte und die neuen Sanitäranlagen.

Architekt und Bürgermeister sind zufrieden

Architekt Peter Hanshans führte die Markträte durch das generalsanierte Diesenbacher Schulhaus.
Architekt Peter Hanshans führte die Markträte durch das generalsanierte Diesenbacher Schulhaus. Foto: Norgall

Hanshans verwies auf Schallschutzdecken, lärmdämmende Fenster, moderne technische Ausstattung oder liebenswerte Kleinigkeiten wie die tiefen Fensterbänke in den Gängen, in die sich die Schüler zum Lesen zurückziehen können. Architekt Hanshans und Bürgermeister Siegfried Böhringer waren sich über das Ergebnis der Generalsanierung einig: So gut wie ein Neubau, aber im Hinblick auf die großen Klassenzimmer eigentlich viel besser.

Vor der Generalsanierung befand sich das Gebäude, in dem im ersten und zweiten Stock die Grundschule und im Tiefgeschoss der Kindergarten untergebracht sind, weitestgehend noch im Originalzustand von 1964. Nach dem Neubau der Kinderkrippe, die aktuell noch mit dem alten Gebäude durch einen Glasbau verbunden wird, war schnell klar, dass man mit der zunächst nur vorgesehenen Nachrüstung des Brandschutzes nicht auskommen würde.

Platz für 75 Kinder

Mit der Entscheidung für die Generalsanierung fiel auch der Beschluss, im Kindergarten Platz für eine dritte Gruppe zu schaffen. Der Kindergarten hat durch den Umbau sehr profitiert. Die neuen, bodentiefen Fenster lassen jetzt viel mehr Licht in das Untergeschoss. Im Ernstfall könnten sie auch als Fluchtweg dienen. Ab dem neuen Kindergartenjahr wird im Diesenbacher Kindergarten jetzt Platz für 75 Kinder sein.

Identitätsstiftende Logos

  • Vorschlag der Schulleitung:

    Im Zuge der Generalsanierung der Grundschule Diesenbach schlug Leiterin Kerstin Netter in Abstimmung mit Lehrerkollegium und Elternbeirat die Anbringung eines identitätsstiftenden Logos an der neuen Schulfassade vor. Die Grafik gibt sowohl die beiden Anfangsbuchstaben als auch die genaue Bezeichnung des Namens wieder. Die Namensgebung für die Grundschule, beziehungsweise deren Erweiterung um ein Logo, obliegt dem Freistaat in Abstimmung mit dem Schulaufwandsträger, also dem Markt. Die Markräte stimmten dem Vorschlag der Schule einstimmig zu.

  • Einfach und klar:

    Logos sollen laut der Beschlussvorlage in der Marktratssitzung eine Identitätsaussage enthalten und für den Wiedererkennungswert nach Möglichkeit kurz und einfach gehalten sein.

  • Biber kommt zu Besuch:

    Für Kindergarten und Krippe wählte deren Leitung in Abstimmung mit Kollegium und Elternbeirat den Biber als Symbol. An die örtliche Lage am Diesenbach anknüpfend, entschied man sich für den Nager, der gelegentlich auch den dortigen Garten besucht.

  • Der Geschmack entscheidet:

    Im Marktrat gab es zu den vorgeschlagenen Logos keine Diskussion, lediglich den Hinweis, dass es eben „Geschmackssache“ sei, ob es einem gefalle oder nicht. Mit dem Verweis, dass die Vorschläge schließlich von denen gemacht wurden, die sich dort wohlfühlen müssten, wurden beide Vorschläge akzeptiert.

Im Bereich der Grundschule wurden zusätzliche Räume für die Mittagsbetreuung, Pausenverkauf und für die Schulverwaltung geschaffen. Der Zugang erfolgt ebenerdig über den neuen Eingangsbereich im 1. Obergeschoss mit neu gestaltetem Vorplatz. Im Norden der Schule entstand ein neuer Pausenhof mit Pausenhofüberdachung und einem Nebeneingang mit angrenzendem Behinderten-WC. Durch den neuen Nebeneingang ist es möglich, die Pausenhalle und die Räume der Mittagsbetreuung auch außerhalb des Schulbetriebs für Veranstaltungen zu nutzen.

Keine Kostenexplosion

Der Kostenansatz für die Generalsanierung lag vor Baubeginn bei 4,3 Millionen Euro. Nach Aussagen von Markus Frohnhöfer von der Marktverwaltung, der die Schulsanierung betreut, ist Architekt Hanshans zuversichtlich, diese Vorgabe einhalten zu können. Er hoffe sogar, mit der Schlussrechnung etwas unter dem Ansatz zu liegen.

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