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Entwicklung

Entwürfe für das Herzstück Regenstaufs

Das Rathausumfeld soll umgestaltet werden. Hierzu hatten Architekten ihre Ideen vorgestellt. Die Besten wurden prämiert.
Von Sieglinde Geipel

Die Preisträger von rechts: Architekt Martin Köslbacher, Architekt u. Stadtplaner Peter Brückner, Bürgermeister Siegfried Böhringer, Dipl. Ing. Architekt Marius Puppendahl, Architekt Peter Dürschinger und Architekt Thomas Eckert.  Foto: Sieglinde Geipel
Die Preisträger von rechts: Architekt Martin Köslbacher, Architekt u. Stadtplaner Peter Brückner, Bürgermeister Siegfried Böhringer, Dipl. Ing. Architekt Marius Puppendahl, Architekt Peter Dürschinger und Architekt Thomas Eckert. Foto: Sieglinde Geipel

Regenstauf.Für die neue Bücherei und für Räumlichkeiten des Abwasserzweckverbands war ein Architektenwettbewerb ausgerufen worden. Er umfasste auch eine städtebaulich-freiraumplanerische Neuordnung des Rathausumfeldes. Über 50 Bewerber aus ganz Deutschland beteiligten sich an dem Wettbewerb, dieser war jedoch auf 15 Teilnehmer begrenzt.

Fünf Büros waren von der Wettbewerbsjury zum Wettbewerb eingeladen, die restlichen zehn wurden unter notarieller Aufsicht ausgelost. Im Rathaus fand am Montag die offizielle Vorstellung der Entwürfe sowie die Preisverleihung an die teilnehmenden Architekturbüros statt.

42 000 Euro Preisgeld

Platz 2: Dürschinger Architekten: An die Ostseite der Bahnhofstraße wird ein kompakter, wirtschaftlicher und moderner Kubus, gestellt. Auf jeweils zwei Ebenen werden die Bücherei im Norden und der Abwasserzweckverband im Süden untergebracht.
Platz 2: Dürschinger Architekten: An die Ostseite der Bahnhofstraße wird ein kompakter, wirtschaftlicher und moderner Kubus, gestellt. Auf jeweils zwei Ebenen werden die Bücherei im Norden und der Abwasserzweckverband im Süden untergebracht.

Den ersten Platz belegte das Architekturbüro Puppendahl aus Nordrhein-Westfallen, der zweite Platz ging an Dürschinger Architekten aus Fürth und den dritten Platz belegte Dömges Architekten aus Regensburg. Zwei weitere Anerkennungspreise gingen an Köstlbacher Miczka Architektur Urbanistik aus Regensburg und an die Architekten Meyer & Partner aus Bayreuth. Das Preisgeld von insgesamt 42000 Euro verteilt sich mit 16800 Euro für den ersten Platz, 10500 Euro für den zweiten Platz, 6300 Euro für den dritten Platz und jeweils 4200 Euro für die Anerkennungsplätze.

Entscheidung

Regenstauf will einen neuen Marktplatz

Der Architektenwettbewerb für den Ortskern ist abgeschlossen. Gewonnen hat die Vision von einem geräumigen Treffpunkt.

Man habe mit diesem Wettbewerb ein tolles Ergebnis für die Marktgemeinde Regenstauf erreicht, erklärte Bürgermeister Siegfried Böhringer. „Ich wäre sehr, sehr froh, wenn es so schnell wie möglich mit der Umsetzung und der Auftragsvergabe weitergeht“, betonte er. Böhringer dankte den Mitgliedern der Jury, die aus fünf Architekten als Sachpreisrichter und vier Vertretern des Marktes Regenstauf als Fachpreisrichter bestand, für ihren Einsatz.

Platz 3: Dömges Architekten: Durch die Situierung des Solitärgebäudes im äußersten Süden entsteht ein großzügiger Marktplatz mit freigestellter Kirchenfassade. Nachteilig ist hierbei die räumliche Enge in der Klostergasse .
Platz 3: Dömges Architekten: Durch die Situierung des Solitärgebäudes im äußersten Süden entsteht ein großzügiger Marktplatz mit freigestellter Kirchenfassade. Nachteilig ist hierbei die räumliche Enge in der Klostergasse .

Es sei eine einmalige Chance, die der Markt Regenstauf mit dem Architektenwettbewerb genutzt habe, erklärte der Vorsitzende des Preisgerichtes Peter Brückner. Für die teilnehmenden Architekturbüros galt es eine Antwort auf die Frage zu finden, wie sich Regenstauf aus einem gewachsenen Straßendorf in eine große wachsende Gemeinde im Speckgürtel von Regensburg entwickeln soll. Zwischen Kirche und Rathaus besteht die Möglichkeit, Räume zu schaffen, die öffentlich sind, die allen Bürgern zur Verfügung stehen und die letztendlich auch mit verschiedenen Nutzungen zu besetzen seien. Es handelt sich um eine Bücherei mit einem kleinen integrierten Café und die Büroräume für den Abwasserzweckverband.

Sehen Sie hier ein Video zum Architekturwettbewerb:

Video: Sabine Norgall

Anerkennungspreis: Architekten Meyer & Partner; Durch den Erhalt des Alten Schulhauses und des Klosters wird das historische Ortsbild weitgehend bewahrt. Der neue Baukörper präsentiert sich im harten Kontrast zum Bestand und erzeugt so einen reizvollen Gegensatz.
Anerkennungspreis: Architekten Meyer & Partner; Durch den Erhalt des Alten Schulhauses und des Klosters wird das historische Ortsbild weitgehend bewahrt. Der neue Baukörper präsentiert sich im harten Kontrast zum Bestand und erzeugt so einen reizvollen Gegensatz.

Brückner nannte verschiedene Kriterien, nach denen die Entwürfe diskutiert wurden: Wie öffnet sich der Platz, was passiert mit dem Platz und wie kann er genutzt werden? Wie steht das Gebäude zur Kirche, welche Möglichkeiten und Räume entwickeln sich zwischen der Kirche und den anderen Gebäuden, welche Oberflächen sind angedacht, oder auch welche Körnung hat das Gebäude? Es habe ihn sehr gefreut, dass die Sitzung, die insgesamt neun Stunden dauerte, mit einem einstimmigen Ergebnis endete, erklärte Brückner.

„Ich wäre sehr, froh, wenn es so schnell wie möglich mit der Umsetzung und der Auftragsvergabe weitergeht.“

Siegfried Böhringer, Bürgermeister

Das bedeute, dass das Gesamtergebnis von allen Fraktionen und letztendlich auch von allen Nutzern getragen werde. Empfohlen hatte den Architektenwettbewerb die Regierung der Oberpfalz. Der zuständige Sachbearbeiter H. Streitl sagte, der Markt Regenstauf habe nun die Möglichkeit, dieses Areal zwischen Rathaus und Kirche in ein Herzstück der Gemeinde zu verwandeln.

Vergabeverfahren angegliedert

Anerkennung: Köstlbacher Miczka: Hier wird der Neubau westlich der Kirche platziert. Dadurch entsteht ein großzügiger, wohltuend proportionierter und sicher funktional gut nutzbarer zentraler Platz zwischen Bahnhof und Kirchplatz. Der alte Baumbestand bleibt erhalten.
Anerkennung: Köstlbacher Miczka: Hier wird der Neubau westlich der Kirche platziert. Dadurch entsteht ein großzügiger, wohltuend proportionierter und sicher funktional gut nutzbarer zentraler Platz zwischen Bahnhof und Kirchplatz. Der alte Baumbestand bleibt erhalten.

An den Wettbewerb angegliedert ist ein europaweites Vergabeverfahren. Hier haben die Preisträger mit einem Punktebonus einen Vorsprung vor Mitbewerbern. Es steht jedoch noch nicht fest, wer letztendlich den Auftrag bekommt. Bis einschließlich 28. Juni können alle Entwürfe im großen Sitzungssaal besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind: Montag, Dienstag und Mittwoch von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17.30 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

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