MyMz
Anzeige

Umwelt

Kanal reicht nicht immer aus

Bei Regen fließt der Überlauf aus den Rückhaltebecken in die Vorfluter. Die Genehmigung muss neu beantragt werden.
Von Sabine Norgall, MZ

Für die Einleitstellen in die Vorfluter läuft die Genehmigungsverlängerung. Mitarbeiter des AZV informierten 3. Bürgermeister Josef Schindler in Steinsberg vor Ort.
Für die Einleitstellen in die Vorfluter läuft die Genehmigungsverlängerung. Mitarbeiter des AZV informierten 3. Bürgermeister Josef Schindler in Steinsberg vor Ort. Foto: Norgall

Regenstauf.„Einen Kanal kann man gar nicht so groß bauen, dass er jedes Großregenereignis aufnehmen kann“, sagt Roland Hammerschmid, technischer Leiter beim Abwasserzweckverband Regental. Deshalb gibt es, besonders im Zusammenhang mit den Rückhaltebecken, Einleitstellen in die Vorfluter. Vorfluter können Gräben, Bäche, aber auch der Regenfluss sein.

Schmutzstoß zurückhalten

Kommt plötzlich sehr viel Wasser hält das Rückhaltebecken den erste Schmutzstoß zurück. Das Schmutzwasser, dass Kanal oder Rückhaltebecken nicht fassen können, wird in die Vorfluter geleitet. Bei den immer häufig auftretenden Großregenereignissen kommt deshalb aber nicht mehr Schmutz in die Vorfluter, sagt Hammerschied. Was mehr wird ist die Wassermenge, nicht der Schmutz.

Ablauf nach 20 Jahren

Um Wasser in die Vorfluter einleiten zu dürfen braucht der Abwasserzweckverband die Genehmigung von Landratsamt und Wasserwirtschaftsamt. Spätestens alle 20 Jahre muss die Genehmigung erneuert werden.

Im Rahmen des Generalentwässerungsplans läuft aktuell ein Genehmigungsverfahren für alle Einleitstellen im Mischwasserkanal für die Einleitstellen im Bereich Regenstauf und Zeitlarn, im Moment die Bürger und Fachstellenbeteiligung.

Bestandteil des Genehmigungsverfahrens sind Auflagen, die sowohl den Abwasserzweckverband wie auch die Mitgliedsgemeinden betreffen können. Für den AZV gehört dazu die regemäßige Reinigung der Sonderbauwerke, damit bei Großregenereignissen anhaftende Schmutz nicht in die Vorfluter ausgespült wird. Die Gemeinden hält der Zweckverband zur regelmäßigen Straßenreinigung an, damit nicht zu viel Dreck ins Kanalsystem hineingespült wird.

Becken floss über

Für das große Rückhaltebecken im Steinbruchweg, der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Steinsberg und Eitlbrunn, mündet die Einleitstelle in den Hollsteingraben. Und obwohl das vorgelagerte Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 2000 Kubikmetern eines der größten im Bereich des Abwasserzweckverbands ist und es in den vergangenen Tagen kein Großregenereignis gab, zeigt sich beim Ortstermin mit Mitarbeitern des Abwasserzweckverbands und 3. Bürgermeister Josef Schindler, dass dort vor kurzem Wasser durch den Überlauf floss.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht