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Umbenennung

Neuer Name für das SFZ in Regenstauf

Das Sonderpädagogische Förderzentrum heißt ab August „Schule an der Friedensstraße“. Dies wurde gefeiert.

Die Schülersprecher Leon Pinzer und Kevin Hafner, Bildungsreferent Ralf Bernowsky, Landrätin Tanja Schweiger, Schülersprecherin Samantha Friers, Schulleiterin Dorothea Daum, Schülersprecherin Emely Schieschke, Bürgermeister Siegfried Böhringer, Konrektorin Christine Czap feierten den neuen Namen. Foto: Angelika Lukesch
Die Schülersprecher Leon Pinzer und Kevin Hafner, Bildungsreferent Ralf Bernowsky, Landrätin Tanja Schweiger, Schülersprecherin Samantha Friers, Schulleiterin Dorothea Daum, Schülersprecherin Emely Schieschke, Bürgermeister Siegfried Böhringer, Konrektorin Christine Czap feierten den neuen Namen. Foto: Angelika Lukesch

Regenstauf.Das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Regenstauf heißt ab Beginn des nächsten Schuljahres „Schule an der Friedenstraße“. Wie das Landratsamt mitteilt, führt die Schule ab dem 1. August den neuen Namen. Weil der Landkreis als sogenannter Sachaufwandsträger für die Schule zuständig ist, musste er der Benennung zustimmen. Dies hat der Kreistag bereits im Vorjahr getan.

Der Begriff „Frieden“ hat an dieser Schule eine ganz besondere Bedeutung erlangt. So wurden am SFZ Regenstauf bereits etliche Schulprojekte zum Thema Frieden umgesetzt. Etwa die Friedenssäule auf dem Schulgelände, die gemeinsam mit einem Bildhauer erstellt wurde. Im Rahmen eines Kooperationsprojekts meißelten Jugendliche des SFZ der Klassen 6/7 und G 6 gemeinsam mit der 6. Klasse der Mittelschule am Schlossberg Begriffe wie Freundschaft, Toleranz oder Fairness in Blöcke aus Sandstein. Auf der gemeinsam genutzten Fläche, der so genannten Zone der Begegnung, entstand so die Säule, die symbolisch für ein friedliches und gutes Miteinander der Kulturen steht. Über Vorträge von Holocaustüberlebenden werden Schüler zu Zeitzeugen ausgebildet, damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.

Interesse am Krass-Sein

Im Theaterprojekt „Krass! Hauptsache radikal“ stand das gesteigerte Interesse am Krass-Sein in jugendlichen Szenen von Dschihad-Girls und IS-Kriegern auf der einen, von Neonazis und rechten Kämpferinnen und Kämpfern auf der anderen Seite im Blickpunkt. Ihre Überzeugungen, ihre Sprache, ihre Musik und ihre Ästhetik verweisen auf neue Formen einer jugendlichen Protestkultur, die in ihrer Radikalität und extremen Gewaltbereitschaft oft ratlos macht und auf Antworten wartet. Es begeisterte bei der Aufführung Anfang 2018 Lehrer und Schüler gleichermaßen.

Zur Feier der Namensgebung war auch Landrätin Tanja Schweiger in die Turnhalle der Realschule gekommen. Sie zeigte sich von der Namensgebung sehr angetan. „Frieden ist für viele von uns heute selbstverständlich. Die meisten von euch Schülerinnen und Schülern und auch meine Generation durften in friedlichen Zeiten aufwachsen. Das war in Deutschland aber nicht immer so“, sagte die Landrätin.

Es sei ein großes Glück, in friedlichen Zeiten leben zu dürfen. „Damit das so bleibt, müssen wir alle etwas tun. Wir wollen uns stark machen für Verständnis, Gemeinschaft und Wertschätzung und entschieden gegen Ausgrenzung eintreten“, betonte die Landrätin. Der Name „Schule an der Friedenstraße“ werde die Schulgemeinschaft immer daran erinnern.

Schulleiterin Dorothea Daum maß der Bedeutung des Begriffes „Frieden“ sowohl als theoretischem Gegenstand in unterschiedlichen Schulfächern, als auch im persönlichen täglichen Zusammenleben der unterschiedlichsten Menschen im Förderzentrum sehr hohen Wert zu.

Bildungsreferent Ralf Bernowsky, der in der Vergangenheit Schulleiter im SFZ gewesen war, wies darauf hin, dass viele Menschen heutzutage leiden müssten, da sie nicht in Frieden leben könnten. „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, zitierte er den früheren Bundeskanzler Willy Brandt.

Frieden als Glück

Auch Regenstaufs Bürgermeister Siegfried Böhringer betonte das große Glück, in friedlichen Zeiten leben zu dürfen.

Die Schüler des SFZ unterhielten das Publikum unter der Leitung von Musikkünstler Hubert Treml mit Songs und Musik. „Long Night“ lautete der Titel eines selbst erarbeiteten Sketches, der sehr gut ankam. Ganz besondere Begeisterung entfachte die Orchesterversion des John Lennon Songs „Imagine all the people“, den die jüngeren Schüler und Schülerinnen mit ganz besonderen Instrumenten aus Pappe „intonierten“.

Neuer Name für das SFZ

  • Auszeichnung:

    Die Schule ist ausgezeichnet mit dem Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

  • Streitschlichter:

    Schülerinnen und Schüler des SFZ versuchen, Streitigkeiten unter Mitschülern zu schlichten

  • Busbegleiter:

    Schülersollen Streitigkeiten, Mobbing und Ähnliches im Bus verhindern.

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