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Investition

Riekofen weiht Leuchtturm-Projekt

Der Waschplatz für landwirtschaftliche Fahrzeuge wird über LEADER gefördert. Auch die neue Bauhof-Halle ist fertig.
Gabriele Thomann

Bürgermeister Schiller wäscht das erste landwirtschaftliche Fahrzeug auf der neuen Anlage. Foto: Thomann
Bürgermeister Schiller wäscht das erste landwirtschaftliche Fahrzeug auf der neuen Anlage. Foto: Thomann

Riekofen. Riekofen. Gleich zwei Bauprojekte galt es am Samstag in Riekofen einzuweihen. Eine Besonderheit ist die Finanzierung des Waschplatzes für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Dieses Projekt wurde bereits 2002 bis 2008 im Gemeinderat diskutiert, aber wieder verworfen. 2015 brachte Gemeinderat Wolfgang Markgraf den Waschplatz wieder zur Sprache, ein Förderantrag wurde im LEADER-Programm eingereicht. Rund 130000 Euro sollte die Anlage kosten, der Antrag ging durch und 65000 Euro an Förderung wurden zugesagt.

Die Ernüchterung kam nach der Ausschreibung, denn die tatsächlichen Kosten beliefen sich auf 192000 Euro, was der Gemeinde zu teuer war. Bürgermeister Hans Schiller holte neue Angebote ein und verhandelte nach. Das Ergebnis: ein Angebot von 175000 Euro. Der Gemeinderat war sich einig, dass es sich um eine sinnvolle Investition für die Landwirte handelt. Die Kasse der Gemeinde war und ist voll und so wurde der Bau des Waschplatzes begonnen. Schiller sieht die Umweltaspekte als sehr wichtig an, denn letztendlich sei es ja nicht gestattet, solche Fahrzeuge zuhause zu reinigen.

Die Anlage der Gemeinde ist mit Abscheider, Pumpstation und einem Schlammfang bis acht Kubikmeter ausgerüstet. Sie steht den Landwirten ab sofort zur Verfügung. Die Einweisung übernimmt der Bürgermeister.

Landrätin Tanja Schweiger sprach von einem „Leuchtturmprojekt“ im Leaderprogramm, denn eine solche Maßnahme sie bisher noch nicht gefördert worden. Auch Kreisbäuerin Rita Blümel hatte sich für anfangs kontrovers diskutierte Vorzeigeprojekt im Landkreis eingesetzt.

Bei seiner Amtsübernahme war es für Bürgermeister Schiller das erste Ziel, eine Bauhofhalle zu erstellen und die gemeindlichen Gerätschaften an einem zentralen Ort zu bündeln. Der Gemeinderat stimmte der Idee zu, das Ingenieurbüro Altmann erstellte die Pläne. Projektleiter Franz Bachmeier erläuterte bei der Einweihung der 12 mal 24 Meter großen Halle, dass diese neben den Gerätschaften auch eine Werkstatt, ein Archiv und ein WC beheimate. Die Raumhöhe von sechs bis acht Metern gibt teilweise eine zweite Etage her. Im Zuge der Baumaßnahme wurden bei dem Projekt, das sich in unmittelbarer Nähe der Riekofener Kläranlage befindet, auch 1100 Quadratmeter Außenanlagen neugestaltet. Pfarrer Klaus Lettner segnete die neuen Bauwerke, die die Bürger dann ausgiebig besichtigten. (ltg)

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