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Jubiläum

Riekofener erhören Pfatterer Bittsteller

Beim Patenbitten musste die SG Hubertus beim Nachbarverein viele Hürden überwinden. Dann wurde kräftig gefeiert.
Von Hans Biederer, MZ

Die Aufgabe des Strohballenwerfens wurde bravourös gemeistert.
Die Aufgabe des Strohballenwerfens wurde bravourös gemeistert. Foto: Biederer

Pfatter.Die Schützengesellschaft Hubertus Pfatter 1891 hat sich die Eintracht Riekofen als Patenverein für das Gründungsfest vom 15. bis 18 Juli auserkoren. Am Wochenende machte sich der Jubelverein mit etwa 130 Festmitgliedern bei Bilderbuchwetter auf den Weg, um deren Einverständnis einzuholen. Neben dem traditionellen „Scheitlknien“ mussten noch einige Prüfungen bestanden werden, bevor das erlösende „Ja“ ausgesprochen wurde. Mit einem rauschenden Fest besiegelte man dann die Patenschaft.

Angeführt von der Rainer Blaskapelle und den beiden Festleitern Manfred Lichtl und Jörg Becker sowie Schützenmeister Christoph Ebner marschierte der Festverein in Riekofen ein. Dort wurde er von den Riekofener Schützen mit den Schützenmeistern Fabian Teubl und Alexander Koder, von Bürgermeister Hans Schiller sowie den Ehrengästen mit Schirmherrn Armin Gerl, Ehrenfestmutter Margarete Liebl, Festmutter Mechthild Gerstl und Ehrenfahnenbraut Sandra Dunst empfangen. Im Innenhof des Anwesens Gerstl warteten neben den über 200 Festmitgliedern beider Vereine auch zahlreiche Schaulustige.

Kniend die Bitten vorgetragen

Traditionell auf einem Holzscheitl kniend brachte Festleiter Manfred Lichtl seine Bitte vor: „Da Schützenverein aus Pfada stellt se do in Riakofa heit ein, mia ham nämlich a groaß Fest und brauchat’n no an Patenverein. D’rum, liaba Schützenverein aus Riakofa, erhört’s eitz unsa Bitt und geng’s bei unsam Gründungsfest im Juli als unsa Patenverein mit.“

So einfach machte es ihnen jedoch Fabian Teubl nicht: „Bevor wir gemeinsam feiern und dringa, miasts erst a Leistung bringa“, so der Schützenmeister. Sein Pendant aus Pfatter, Christoph Ebner, musste die Aufgabe des Dosenwerfens meistern. Da dieser aber offensichtlich mit dem Luftgewehr besser trifft, als mit den Tennisbällen, kam er nicht umhin, in einem Kartoffelsack steckend, hüpfend die Bälle immer wieder einzusammeln.

Festleiter mussten Strohballen werfen

Besser erging es den „Strohballenwerfern“ der beiden Festleiter sowie dem Pfatterer Schirmherrn Georg Huber. Sie bewiesen Zielwasser und trafen in Gitterboxen. Mit bloßen Händen füllten anschließend Christoph Ebner und Manfred Lichtl einen Maßkrug mit Wasser. Als letzte schweißtreibende Tätigkeit war den beiden Festleitern das Baumstammsägen vorbehalten. Unter der Anfeuerung der Zuschauer galt es schließlich für den Schirmherrn, die beiden Festleiter und Schützenmeister sowie dem Sektionsleiter und Fahnenjunker, synchron jeweils ein Weizenglas auszutrinken, das auf einem Brett befestigt von Festmutter Christine Rösch und Festbraut Anja Lichtl geschwenkt wurde. Beeindruckt von der Harmonie, der Zusammenarbeit und dem Vertrauen wurde die Patenschaft mit einem kräftigen Prosit besiegelt. Vor dem Einmarsch in den Feststadl zerschnitten Festmutter Christine Rösch, Festbraut Anja Lichtl und Schützenmeister Fabian Teubl das Absperrband.

Termine

  • Freitag, 15. Juli

    15 Uhr TP am Festzelt zum Einholen des Patenvereins. 18 Uhr Abmarsch zum Totengedenken am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegung. Anschließend werden die Orts- und Sektionsvereine am Marktplatz eingeholt.

  • Samstag, 16. Juli

    15.30 Uhr beim Landgasthof Fischer Abfahrt mit Privatautos nach Griesau. 16 Uhr Marsch zu Festbraut Anja Lichtl. 18 Uhr Sammelstelle beim Landgasthof Fischer und Einholung der ehemaligen Festdamen am Marktplatz. Marsch zum Festzelt.

  • Festsonntag, 17. Juli

    Ab 8.15 Uhr Einholung der Gastvereine. 9.15 Uhr Aufstellung zum Kirchenzug, 10.15 Uhr Festgottesdienst am Marktplatz, 14 Uhr Aufstellung zum Festzug.

  • Montag, 18. Juli

    „Tag der Betriebe“ (lbb)

Hubertus Pfatter beim Patenbitten in Riekofen

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