MyMz
Anzeige

Schierling/Zaitzkofen

Dorfkirche in Zaitzkofen

Lange habe die Zaitzkofener gewartet, nun dürfen sie sich auf die Renovierung ihrer Dorfkirche freuen.
Marianne Schmid

Architekt Robert Reif (li.) und Restaurator Andreas Richter informierten vor Ort  Foto: Marianne Schmid
Architekt Robert Reif (li.) und Restaurator Andreas Richter informierten vor Ort Foto: Marianne Schmid

Schierling.Noch im Herbst soll mit der Außensanierung der Kirche, die zur Pfarrei Pinkofen gehört, begonnen werden. Voraussichtlich wird sie im Juli 2020 abgeschlossen sein. Die Maßnahme ist noch von der Genehmigung durch die Diözese abhängig.

Architekt Robert Reif von der Architektenpartnerschaft Nadler–Sperk–Reif in Landshut sowie der Kirchenmaler und Restaurator Andreas Richter aus Regenstauf informierten zunächst vor Ort und anschließend im Gasthaus Prückl über die anstehenden Sanierungsmaßnahmen. Der Restaurator berichtete, dass die heutige Kunstausstattung aus mehreren Zeitepochen stamme und durch Umbauten und Veränderungen geprägt sei. Die letzte Sanierung liege bereits 30 Jahre zurück. Seitdem seien vor allem an der Westseite und am Dach große Schäden entstanden. Deshalb soll auch mit den Zimmererarbeiten angefangen und im Frühjahr mit den Putzarbeiten weitergemacht werden.

Manche Schäden wurden seinen Angaben zufolge durch Fehler bei früheren Renovierungen verursacht. So hat der Sockelputz aus den 80er Jahren Risse und muss erneuert werden. Auch der Blitzschutz müsse überarbeitet werden und am Turm gebe es viele Schäden. Beim Leichenhaus ist der Sockelputz zu entfernen, die Infotafel soll einen anderen Standort bekommen.

Nach Auskunft der Fachleute seien die erforderlichen Eingriffe nicht unerheblich und machten im Kircheninneren auch eine Neufassung der Decke erforderlich. Sie soll durch ein Innengerüst stabilisiert werden. Eine frühere Abdichtung hätte den Schaden vervielfacht, in den 60er Jahren sei ein Zementbeton verbaut worden, dadurch entwickelte sich die Feuchtigkeit immer weiter nach oben. Auch die Kunstausstattung, insbesondere die Schutzmantelmadonna wird in Angriff genommen.

Die Kosten für die Handwerkerarbeiten der Außenanlagen belaufen sich auf 466,486 Euro, zuzüglich der Baunebenkosten mit Honoraren für Architekten und Statiker auf insgesamt 610 000 Euro. Auf die Pfarrgemeinde kommen Eigenmittel in Höhe von 149 205 Euro für die Außensanierung zu. Die grobe Kostenschätzung für die Innenrenovierung kommt in etwa auf 320 000 Euro. Für die Kirchengemeinde verbleiben 79 000 Euro Eigenmittel. Für die Renovierung sind Zuschüsse von der Gemeinde, vom Bezirk, von der Bayerischen Landesstiftung und von der Diözese bereits zugesagt. Kirchenpfleger Georg Angerer freute sich, dass die Arbeiten nun in Angriff genommen werden können. Allerdings soll vor der Ausschreibung das Genehmigungsverfahren abgewartet werden. Wenn Ende Juni nächsten Jahres die Außenarbeiten abgeschlossen sind, soll es im Kircheninneren gleich weiter gehen. (les)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht